Eltville in alten Ansichten

Eltville in alten Ansichten

Auteur
:   Harry E. Häusser
Gemeente
:   Eltville
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1187-4
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eltville in alten Ansichten'

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37. Lichtensternscher Hof Der Renaissancebau mit schönem Zierat wurde 1669 als Landhaus für den schwedischen Gesandten am Mainzer Hof Habäus von Lichtenstern errichtet. Zunächst wurde der Bau als einstöckiger Pavillon ausgeführt, vier Zwerchhäuser unterbrachen das Dach. 1831 - inzwischen war das Gebäude in Langwerthschem Besitz - wurde das Obergeschoß voll ausgebaut. So ist uns das Gebäude heute erhalten. Eine Passage im Obergeschoß verbindet mit dem östlich gelegenen Kavaliershaus. Der Lichtensternsche Hof grenzt den Park des Langwerthschen Besitzes nach der Rheingauer Straße hin ab.

38. Kiifer im Hof Langwerth. Große Weingüter hatten ihre eigenen Küfermeister. Für die 'photographische Aufnahme' haben sich die Handwerker und Helfer fein gemacht - wir sehen es an den Bügelfalten in der frischen Schürze des Meisters Heil in der Bildmitte. Im Hintergrund der alte Brunnen, links das Rentmeisterhaus.

39. Arbeit im Weingut. Auf den Fässerböden lesen wir die Namen grotset Weine - Eltviller Sonnenberg, Hattenheimer Nussbrunnen, Hattenheimer Mannberg. Es ist der 1905er, der hier gerade in Flaschen abgefüllt wurde und nun bereit ist, die Relse zu den Kunden anzutreten. Unter den Beschäftigten erkennen wir einige der Küfer wieder. Der Herr mit Schnurrbart und flotter Kreissäge rechts im Bild ist der damalige Rentmeister Kögler, Der Eingang zum Keller des 'Rentmeisterhauses' im Hintergrund war 1908 umgebaut worden. Unser Bild entstand nach vollendetem Umbau,

40. Alte Schule. Spätestens vom Beginn des 16. Jahrhunderts an bis 1808 war in diesem Gebäude die 'Gemeine Schule' untergebracht. 1480 wurde das Haus als Kaplanei des Erzbischofs bezeichnet. Als die Residenz des Erzbischofs aus Eltville verlegt wurde, war auch keine Wohnung für den erzbischöflichen Kaplan mehr vonnöten. In dem Gebäude konnte die wohl schon vor 1420 bestehende Schule untergebracht werden. Die Namen der Eltviller Schulmeister sind bekannt bis zurück zum Jahr 1584. In diesem Jahr wurde das Gehalt des Schulmeisters auf 50 Gulden jährlich festgesetzt. Er mußte seine Wohnung im Schulhaus haben. Nach 1960 wurde das Fachwerk des Gebäudes freigelegt, dabei verlor leider auch das Schieferdach seine zierliche Walmkappe.

41. Rosengasse. Links die Weinstube des Jean Wahl, wo man auch Zimmer vermietete. Die Seele des Hauses war Mutter Wahl. Sie pflegte abends auf einem Sofa in der Wirtsstube einzunicken. Die Starnmgäste bedienten sich dann selbst. Es wird ihr nachgesagt, sie habe trotzdem stets genau gewußt, wieviel 'Halwe' jeder getrunken hatte. Gegenüber das Haus des Polsterers und Tapezierers Josef Mentges. Zwei Pinienzapfen, Syrnbole der Wiedergeburt, flankierten einst die Treppe zum Kirchhof. Sie wurden bei einem Umbau der Treppe nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt. Das Stadtbild verarmte damals an überkommenen Schmuckformen.

42. Grabengasse. Rechts das Haus des Mathias Wunsch, links das der Familie Rau. Der Schlußstein der Haustür ist signiert B 1724 R. Der Bauherr war Balthasar Rau. Melchior Rau (1725-1785) war privilegierter Marktschiffer, das heißt sein Schiff fuhr an jedem Weehentag nach Mainz. Sein Sohn Jakob übernahm das Amt von ihm. 1803 wurde das Marktschiff wegen der napoleonischen Zollgrenze eingestellt - das linke Rheinufer war französisches Departement geworden. Nikolaus Rau lebte bis 1839; er war Kapitän der 'Concordia', des ersten Dampfschiffs auf dem Rhein.

43. Rheingauer Straße gegen Osten. Links die 'Besenwirtschaft' Offenstein. Gute alte Zeit - der 'Halwe' 1928er kostete 40 Pfennig. Daneben der Laden des Möbelschreiners Horaczek und der Gasthof 'Zur Post', zur Postkutschenzeit die Posthalterei. Im Kataster von 1773 wird hier ein Gasthof 'Grüner Baum' genannt. Gegenüber das Haus Rheingauer Straße 33, traufseitig zur Straße, mit Eekerker und geschwungener Haube. Dieses Haus wurde im 18. Jahrhundert erbaut, es gehört zum Besitz Langwerth. Zur Zeit der Aufnahme gab es hier das Milchgeschäft Schwab. In der schmalen, kopfsteingepflasterten Straße gab es nur stellenweise einen Bürgersteig.

44. Haus Rheingauer Straße 24 und Haus 'Zum Rebstock'. Das originell bemalte Haus Rheingauer Straße 24 wurde 1911 erbaut. Allerlei Sinnsprüche verzieren seine Außenwände. Im Bild findet sich an der Südostecke noch eine wertvolle, um 1480 entstandene hölzerne Madonnenstatue. Die Wandmalerei nennt auch die Hausbesitzer, unter ihnen Melchior Weitzei, Mathias Burg und Gotthard Prinz. In jüngerer Zeit kam das Haus an Nikolaus Föhr, Gärtner wie sein Vorgänger Prinz, und wie sein Vorgänger Burg Kunstsammler. Das Nachbarhaus hieß früher 'Zum Rebstock'. Von 1730 bis 1773 war es Besitz des Amtsschultheißen Joharm Anton Horix, Vater von 24 Kindern. Später wurde es von Stephan Joseph Heckler ersteigert, der hier die 'Mohren-Apotheke' einrichtete.

45. Leerstraße. Diese Häuschen sind heute verschwunden. Sie standen in der Leerstraße, an der Stelle des heutigen Parkplatzes, im Volksmund Entenplatz genannt. In dem linken Haus hatte der Schuhmacher Priester seine Werkstatt, sein Ladenschild zeigt es an. Die Besitzer der Häuser waren von links nach rechts: Kiefer, Seyer und Gutmann. 1929 brannte eins der Häuser ab. Als man die Ruinenreste abbrechen wollte, stürzte das Nachbarhaus nach. Beim Anlegen des heutigen Parkplatzes nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das letzte Gebäude abgebrochen. Rechts am Bildrand sieht man einen Erker mit schöner, barocker Fenstereinfassung. Er gehörte zum Sohlernschen Hof im Besitz Matheus Müller. Er brannte 1915 ab. Der Erker durfte nach dem Brand nicht wieder aufgebaut werden.

46. Grabengasse und ältestes Rathaus. Links das schöne Fachwerk des ältesten Rathauses der Stadt. Das Gebäude war wohl für diesen Zweck errichtet worden. Über der Kellertür in der Grabengasse findet man die Jahreszahl 1513. 1827 wurde es von der Stadt versteigert, den Zuschlag erhielt für 150 Gulden Balthasar Elbert. Seine Nachkommen besaßen das Haus noch zur Zeit unserer Aufnahme. Entlang der Grabengasse blickt man auf das Haus der Schifferfamilie Rau. Rechts davor der Schildgiebel des ehemaligen 'Gemeinen Badhauses', 1636 wurde es von der Stadt an den Barbier Philipp Schmidt aus Kiedrich verkauft. Im 19. Jahrhundert kam es wiederum an einen Besitzer mit Namen Schmidt, der aus Schlesien zugewandert war. Im Keller des Hauses gibt es noch einen Sarkophag aus frühmittelalterlicher Zeit, der vormals als Badezuber gedient haben mag.

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