Eltville in alten Ansichten

Eltville in alten Ansichten

Auteur
:   Harry E. Häusser
Gemeente
:   Eltville
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1187-4
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eltville in alten Ansichten'

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47. Küferei Haus Breitenstein. Der Schlußstein über der Toreinfahrt dieses Hauses zeigt die Jahreszahl 1576. Nach dem Kataster von 1773 befand sich hier die Nagelschmiede des Jakob Kölsch. In jüngerer Zeit betrieb hier ein Küfer sein Handwerk. Der rechte Giebel des Schieferdachs ist zierlich gewalmt, der Eekerker links trägt eine schön geschwungene Haube. 1905 wurde das Haus umgebaut und renoviert. Die Toreinfahrt wurde geschlossen, daneben wurde eine Tür gebrochen. Unter dem Putz kam schmuckes Fachwerk hervor. Die Schmittsche Weinstube 'Am Breitenstein' zog ein. Der Besitzer Michael Schmitt war Konditor. Er hatte gleichzeitig die 'Rheinhallc' gepachtet und bewirtschaftete sie als Saisonbetrieb. Sie war geschätzt für ihre trefflichen Kuchen.

48. Links: Backhaus Eckerich. Im Haus Rheingauer Straße 7 (vormals Hauptstraße) befand sich bereits im 16. Jahrhundert das 'Gemeine Backhaus'. 1686 verkaufte die Stadt das Haus mit Genehmigung der kurfürstlichen Regierung in Mainz an Joharm Alb. Dillmann. Mit dem Erlös wurde der barocke Helm des Turms der Stadtpfarrkirche errichtet, Seit über 150 Jahren ist das Haus im Besitz der Familie Eckerich, die bereits vorher in Frauenstein das Bäckerhandwerk betrieb. Die Namen der Bäcker im Eltviller Backhaus sind bekannt von 1597 bis heute.

Rechts: Hof einer Weinwirtschaft. Wenige Betrachter werden hier den Innenhof des Hauses 'Zum Breitenstein' erkennen. Sichtfachwerk und frischer Putz lassen vermuten, daß die Aufnahme nach der Renovierung durch Michael Schmitt im Jahre 1905 entstand. Eine Weinbütte war der klassische SammelbehäIter für leere Weinflaschen bei Wirten und Winzern. Wieder, wie auf vielen Aufnahmen zu sehen, haben sich die Hausbewohner, Erwachsene wie Kinder, für den Fotografen säuberlich in Positur gestellt.

49. Obere Leerstraße. Rechts im Bild das heutige Hotel 'Mutter Müller'. Wirt war vormals der legendäre Fridolin Bader. Im Haus daneben betrieb der Huf- und Wagenschmied Heinrich Arnold sein Gewerbe. Nachfolger war ein Fahrradhändler und -werkstatt, der die Tradition des Wagenmachers fortsetzte. Das nächste Haus, verwinkelt, mit schönem Eckbalken, gehörte einer Familie Mannheimer. Heute befindet sich hier eine Metzgerei. In dem vorspringenden Eckhaus hatte Michael Kopp eine Schuhhandlung. Das nächste Haus hat ein auffallend steiles Dach.

50. Sektkellerei Matheus Muller. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erwarb Matheus Müller das Gelände, auf dem die Sektkellerei entstand. Mitten im heutigen Betriebsgelände befand sich die Nikolauskapelle, vormals von einem Friedhof umgeben. 1855 wurde sie abgebrochen. Das heutige Verwaltungsgebäude der Sektkellerei vorn rechts wurde in ausgewogenen Formen 1928 von Prof. Abel, Stuttgart, errichtet. Vnter dem heutigen Werkshof dehnen sich endlose Kellergänge, in denen der Sekt gelagert wird. Der Firmengründer Matheus Müller der Ältere - er lebte von 1773 bis 1847 - war zunächst Weinhändler. 1830 gründete er die Sektkellerei Matheus Müller. Er hatte fünf Söhne, Nachkommen seines Sohnes Matheus der Jüngere wohnen noch heute in Eltville und leiten das von ihm gegründete Unternehmen.

51. Sohlemscher Hof Der Sohlernsche Hof lag an der Leerstraße noch innerhalb der alten Stadtrnauer. Anton Edler von Sohlern hatte den Besitz 1719 erworben. Matheus Müller erwarb den Hof um 1811. 1915 wurden die Gebäude teilweise durch Brand vernichtet. Erhalten blieb ein Gebäudetei! mit wappengeschmücktem Portal aus rötlichem Sandstein im Gelände der Sektkellerei Matheus Müller.

52. Petersweg. Seit je gab es in Eltville ungewöhnlich viele Gasthäuser. 1773 waren es 13 gewesen, bei damals etwa 1 300 Einwohnern. Eine ganze Anzahl der alten Wirtshäuser ist verschwunden, wie "Taunusblick', 'Wahl' in der Rosenstraße, 'Haus Vaterland' in der Rheinstraße - oder hier die Weinstube von Anna Abel im Petersweg. Das Haus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen. Mancher Winkel in diesem Handwerkerviertel mit meist kleinen Häusern erinnert uns an das einfache, beschauliche Leben früherer Jahrhunderte.

53. Geschäftshaus in der Schwalbacher Straße. In der Gründerzeit entstand im Bereich der Schwalbacher Straße eine Anzahl stattlich anzusehender Wohn- und Geschäftshäuser. Sie ähneln sich so sehr, daß der gleiche Architekt angenommen werden kann. Die Schwalbacher Straße wurde so zur Hauptgeschäftsstraße Eltvilles. Das hochgieblige Haus in der Bildmitte wurde 1887 errichtet. Im Erdgeschoß befand sich das Kurzwarengeschäft Carl Bartz. Die Inneneinrichtung war besonders aufwendig, mit vielen kleinen Schüben mit eingelegten Hölzern und polierten Messingknöpfen, wohl von der damals bekannten Mainzer Werkstatt Bembé, Vor dem Häuschen an der Ecke der Steingasse stehen Wagenräder. Hier werkte der Schmied Schieferstein. Nach einem Brand im Jahre 1907 entstand der heute erhaltene Neubau.

54. Warenhaus Max Eis. Dieses Ladengeschäft mit vielseitigem Angebot befand sich im Haus Ecke Gutenberg- und Schwalbacher Straße. Außer 'Tuchen und Buxkin, Herren- und Knabenkleidern' hielt es 'Möbel und Polsterwaren' feil, wie uns die Ladenschilder verkünden. Im Schaufenster liegen Patenthemdkragen sicher deckten auch die Einwohner Neudorfs, heute Martinsthal, hier ihren Bedarf. Der jüdische Kaufmann Max Eis war aus Bingen nach Eltville zugewandert. Seine Frau war eine geborene Eltvillerin aus der jüdische Familie Mannheimer. Sohn Bernhard Eis trug das Eiserne Kreuz 1. Klasse des Ersten Weltkrieges.

55. Restauration Fassbinder. Jean Fassbinder war Wirt dieses schmucken Lokals. Er besaß ein eigenes Weingut, aber neben Weinen aus eigenem Anbau gab es im Ausschank Biere der Mainzer Aktienbrauerei und der Wiesbadener Braugesellschaft. Es hatte einen Gesellschaftssaal und einen schattigen Gastgarten. 1880 machte der soeben gegründete Gesangverein 'Liederkranz' das 1874 erbaute Haus zu seinem Vereinslokal. Spater wurde aus dem Gasthaus das 'Katholische Vereinshaus', JosefWahl wurde dessen Wirt. Schließlich wurde es umbenannt in 'Altes Holztor' nach dem nördlichen Stadttor, das sich bis ins 19. Jahrhundert an der Kreuzung Schwalbacher Straße/Gutenbergstraße befunden hatte. 1936 trat Josef Wahl das Restaurant an seinen Nachfolger König ab.

56. Bäckerei Gruner. Gegenüber dem Kaufhaus Max Eis in der Schwalbacher Straße wurde 1898 das Haus des Bäckers Gruner erbaut. Im gleichen Haus hatte der Praktische Arzt Dr. med. Burger seine Praxis. Der Hausbesitzer, Mathias Gruner, wohnte später in der Villa Elvers. Auch heute befindet sich hier noch eine Bäckerei.

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