Eltville in alten Ansichten

Eltville in alten Ansichten

Auteur
:   Harry E. Häusser
Gemeente
:   Eltville
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1187-4
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Eltville in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

57. Hotels am Bahnhof. 1856 wurde die Eisenbahnstrecke Wiesbaden-Rüdesheim gebaut, 1862 bis Oberlahnstein weitergeführt. Am Bahnhof Eltville entstanden einige Hotels. Links sehen wir den Giebel des 'Hotel de Mayence' oder 'Mainzer Hof'. Der Besitzer hieß Höltgen. Später wurde es zum 'Hotel und Conditorei Frankenbach'. Das Fachwerkhaus in der Mitte entstand 1868. Rechts sehen wir das 'Hotel Reisenbach'. Dessen Saal war Schauplatz des gesellschaftlichen Lebens im Städtchen. Am 19. Januar 1895 veranstaltete die 'Eltviller Montagsgesellschaft' hier eine Soiree. Sie stellte sich im Programm vor als 'Die neuste Gesellschaft im rheinischen Land, die sich gesellig zu Frohsinn verband'.

58. Kolpinghaus. 'Zu vermieten oder zu verkaufen' war das spätere Kolpinghaus in der Wörthstraße. Der Bauherr Eberhard mußte sich aus geschäftlichen Gründen von dem Objekt trennen. Die Kolpingfamilie, gegründet im Jahre 1879, erwarb das Haus zur Hälfte im Jahre 1927. Es wurde zum Vereinsheim. Ledige Handwerksgesellen, die in Eltville beschäftigt waren, fanden hier eine Bleibe,

59. Schlitt-Schule. Die 'Städtische Elementarschule' an der Schwalbacher Straße wurde 1886 errichtet. Vorher war die Schule beim Rathaus in der Hauptstraße, spater Rheingauer Straße, untergebracht gewesen. Der Neubau in der Schwalbacher Straße wurde später nach Dekan Jakob Schlitt (1826-1897) benannt. Dekan Schlitt, aus Limburg gebürtig, wirkte in Eltville 46 Jahre als Seelsorger und Lehrer. Er gründete die Eltviller 'Lateinschule', aus der später die Realschule hervorging. Als Pfarrer regotisierte er auch die Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul.

60. Restauration 'Taunusblick'. Im Jahre 1890 wurde das Haus Kiedrieher Straße 47 erbaut. Wilhelm Schmitt war dort Wirt der 'Restauration zum Taunusbliek'. Es ist das letzte Haus im Stadtgebiet an der Kiedrieher Straße, und der Bliek schweift ungehindert über Felder und Reben zu den Höhen des Rheingaugebirges, den westlichen Ausläufern des Taunus. Im 'Taunusblick' wurde Bier aus der Brauerei Fritz Reutlinger in Frankfurt ausgeschenkt, wie uns das Wirtshausschild verrät. So wie die Wirtschaft gehört auch die Brauerei der Vergangenheit an.

:.',

61. Haus der Winzergenossenschaft. Für eine Eltviller Winzergenossenschaft errichtete der Architekt Wilhelm Kahm im Jahre 1900 diesen stolzen Bau. Die Fenster an der Nordseite des Hauses sind geschmückt mit den Wappen Rheingauer Weinbaugemeinden. Unter dem Haus wurde ein Weinkeller in drei Stockwerken eingerichtet. Über dem Eingang prangt der Spruch 'Einigkeit macht stark', Der Wunsch wurde nicht Wirklichkeit - die Genossenschaft hatte sich mit dem teuren Bauwerk übernommen und mußte es verkaufen. Es kam in den Besitz der Farbwerke Hoechst. Der Weinkeller ist nach wie vor gut bestückt. Zwischen Haus und Erbacher Landstraße wuchs inzwischen ein schöner Park.

I!.................... . : ~ _ .. _ ..?.................

62. Sommerhaus des Max Marix, Dieses elegante Gebäude an der Erbacher Straße entstand um 1860 als Sommerhaus des Max Marix. Marix war Seidenfabrikant in Lyon gewesen. In Eltville erwarb er ausgedehnten Besitz. Außer dem abgebildeten Gebäude (es wurde später an Elvert veräußert) ist noch eine zweite benachbarte Villa mit seinem Namen verbunden. der im 'Marixgarten' fortlebt. Max Marix war ein großer Gartenfreund. Auf dem Gelände des späteren Sportplatzes am Roßpfad besaß er ein großes Gewächshaus, von dort bis zur Kiedrieher Straße unterhielt er in unterirdischen Gängen eine Champignonzucht. Er beschäftigte acht Gärtner. Bei der Kiedrieher Straße ließ er einen Hügel aufschütten, auf dem ein Wasserbehälter angelegt wurde: Marix hatte als erster Eltviller fließendes Wasser. Er gab vielen Eltvillern Lohn und Brot. Seine beiden Enkelinnen Aimée und Margaret lebten unverheiratet noch lange in Eltville.

63. Villa 'Rheinfried'. Dieser prächtige Besitz galt als schönster Landsitz am Rhein. Das Ufer des Stroms fällt hier um 20 Meter zum Rhein ab, ideale Voraussetzung für die Anlage großzügiger Wohnsitze mit wundervoller Aussicht über die Bucht von Eltville auf die Türme des Städtchens. Im Park, der die Villa umgibt, erkennt man links einen Turm und rechts den Doppelgiebel des Wirtschaftsgebäudes. Am Hang gedeihen die Reben der Lage 'Rheinberg'. 1844 erbaut, wurde gerade dieses Haus 1944 durch eine Luftmine zerstört, als einziges in Eltville. Das Anwesen ist das Weingut Richter-Boltendahl.

64. Wallufer Straße. Zwischen Wallufer Straße und Leinpfad entstand im 19. Jahrhundert eine Reihe großer ViJlen und Landsitze, einige von dem Wiesbadener Architekten Zais erbaut. Durchweg liegen sie in ausgedehnten Parken, mit herrlicher Sicht über den Rhein und die 'Rheingauer Rivièra'. Im Bild das Kutscherhaus der 'Villa Maria', Wallufer Straße 5, erbaut 1899. Wie bei dem Nachbarbesitz, 'Villa Rheinberg' , waren Nachkommen des Matheus Müller die Besitzer. Die Nachbarn kamen indessen meist aus anderen Teilen des Reiches, Die Brodmann, Hagedorn, Mülhens, Racké und von Oechelhäuser waren Industrielle, die sich in EJtville zur Ruhe gesetzt hatten. Im Städtchen setzten sie Handwerker und Delikatessenhändler ins Brot. Die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg vertrieb sie alle.

65. Dampfstraßenbahn Eltville-Schlangenbad. Vom l. Juli 1895 bis 18. März 1933 verband diese Kleinbahn die Bahnstation und Dampferanlegestelle Eltville mit dem kleinen Taunusbad Schlangenbad. Die Streckenlänge betrug 7,65 Kilometer, die Strasse verlief durchweg auf oder parallel zu der Landstraße über Neudorf nach Schlangenbad. Die Passagiere waren meist Kurgäste in Schlangenbad und Ausflügler aus Wiesbaden und dem Rheingau, im Güterverkehr wurden vorwiegend Baustoffe und Brennmaterial befördert. An Sommersonntagen verkehrten bis zu 15 Zugpaare, die Fahrzeit betrug 32 bis 40 Minuten. 1913 erreichte das Bähnchen die höchste Beförderungsleistung mit 136880 Personen und 7927 Tonnen Gütern. Bei den Fahrgästen waren die seitlich offenen 'Sommerwagen' besonders beliebt. Die ftinf zweiachsigen Kastenloks waren bei Henschel in Kassel gebaut. Bei der Fahrt durch die Hauptstraße von Neudorf mußte der Schaffner mit roter Warnflagge und Schelle dem Züglein vorausgehen, um Entgegenkommende zu warnen.

66. Kettenmühle. Am Laufe des Kiedrichbachs liegt die Kettenmühle nördlich der Stadt bereits auf der Gemarkung Kiedrich. Seit 1786 ist das Anwesen im Besitz der Familie Witte. Die zwei schlichten, zweigeschossigen Gebäudeflügel mit Zwerghäusern wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet. Aus der einstigen Mühle wurde ein Weingut. Die Heimatdichterin Hedwig Witte, als 'Lisbethche' aus ungezählten Mundartikeln bekannt, wohnt hier.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek