Eltville in alten Ansichten

Eltville in alten Ansichten

Auteur
:   Harry E. Häusser
Gemeente
:   Eltville
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1187-4
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eltville in alten Ansichten'

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67. Kriegerdenkmal bei der Stadthalle. 'Ihren Helden die Stadt Eltville' lesen wir auf der schlichten Stele des Kriegerdenkmals, das nach dem Ersten Weltkrieg neben der alten Stadthalle errichtet worden war. Jetzt befindet sich dort der Parkplatz der Rheingauhalle. Am Ersten Weltkrieg nahmen 821 Einwohner Eltvilles teil; 146 blieben im Felde.

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68. Sektkellerei Schloß Vaux. Nach dem lothringischen Ort Vaux bei Metz ist die Sektkellerei 'Schloss Vaux' benannt. Gegründet wurde sie als 'Sektkellerei Graeger' 1868 in Berlin. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Besitz in Lothringen enteignet und das Unternehmen nahm seinen Sitz in Eltville. 1921 verließ die erste Fuhre Sekt den Eltviller Betrieb. Vorher hatten die Gebäude an der WörthstraßejKiedricher Straße einer Weinhandlung gedient, danach einer Essigfabrik. Auch die deutsche Niederlassung einer französischen Champagnerkellerei soll sich hier befunden haben.

69. Ernst Freiherr Langwerth von Simmern. Das Geschlecht Langwerth von Simmern ist seit dem Mittelalter im Rheingau ansässig. Seit 1711 - in diesem Jahr kaufte Philipp Reinhard Langwerth van Simmern den Stockheimer Hof - hat die Familie Besitz in Eltville. Ein herausragender Sproß dieser Familie war Freiherr Ernst (1755-1809). Er war Offizier in der Hannoverschen Garde, nach deren Auflösung in der 'Königlichen Deutschen Legion' in England. Er kämpfte in Portugal und Spanien gegen Truppen Napoleons 1. 1809 fiel er in der Schlacht von Talavera. England setzte seinem tapferen General ein Denkmal in der Paulskirche in London.

70. Henriette Caroline Freifrau Langwerth von Simmem. Sie wurde am 15. September 1721 im Stockheimer Hof zu Eltville geboren. Nach kurzer Ehe junge Witwe, heiratete sie in zweiter Ehe ihren Vetter KarI Philipp vom Stein. Beider Sohn, Freiherr Kar! vom und zum Stein, wurde als Minister der große Verwaltungsreformer des 19. Jahrhunderts. Der junge Goethe besuchte die Steins mit Lavater zusammen in Nassau und las aus seinem gerade fertig geschriebenen 'Werther' vor. Lavater beschreibt Henriette Caroline in seinem Tagebuch: Die Baronin, eine grosse, ganz originelle Dame von fast 50 Jahren ... eine kleine Kontgin.

71. Turnfest in Eltville. Einer der ältesten noch bestehenden Vereine Eltvilles ist die Turngemeinde. Sie wurde 1846 gegründet. 1906 veranstaltete der Verein ein großes Turnfest. Schauplatz war das Gelände an der Schwalbacher Straße, auf dem später die Gebäude der Staatsweingüter errichtet wurden. 'Gut Heil' steht auf einer Fahne, und der Zitherclub Eltville schenkte in freundschaftlicher Verbundenheit zum 60jährigen Bestehen ein Band für die Vereinsfahne.

72. Festzug beim Turnfest. Natürlich veranstaltete man bei einem großen Turnfest einen Festzug. Angeführt wurde er von einer Kapelle, festlich mit Gehrock und Zylinderhut gekleidet. Dahinter marschierten Abordnungen befreundeter Vereine. Als erste die der Turngesellschaft Erbach, gefolgt vom Turnverein Frauenstein. Die Reihenfolge folgte dem Alphabet - der Vereinsvorstand war diplomatisch. Die Zuschauer waren festlich gekleidet, die Damen trugen helle Sommerkleider. Die Straßen entlang dem Zugweg waren beflaggt: Eltville im Festschmuck. An dem Haus links wirbt ein Ladenschild für chemisch-technische Produkte, straßenaufwärts hatte der Herrenschneider Georg Zahn Werkstatt und Laden. Wer erinnert sich? Das Bild wurde vom heutigen 'Alten Holztor' aus aufgenommen. In dem Haus links befand sich die Drogerie Müller.

73. Architekt Kahm beim Bau seines Hauses. Eines der architektonisch wohlgelungensten jüngeren Gebäude in Eltville ist das Wohnhaus Taunusstraße 9. Der Architekt Wilhelm Kahm baute es im Jahre 1900 in den Formen des Jugendstils für sich und seine Familie. Unser Bild zeigt ihn vor dem entstehenden Haus, Später wurde das Haus von dem Weinhändler Peil bewohnt.

74. Atelier eines Architekten. Es dürfte sich um das Atelier des Architekten Wilhelm Kahm handeln. An der Wand sehen wir Entwürfe von Wohnhäusern im Geschmack der Zeit, aber auch von einer neugotischen Kirche. Dabei handelte es sich um einen Entwurf für die Regotisierung der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul - sie sollte wieder einen gotischen Turmhelm bekommen. Diese Zeichnung befindet sich heute im Besitz des katholischen Pfarramts. Mitarbeiter Kahms war Hermann Göbel. Der vielseitig begabte Mann arbeitete später selbst als Architekt, war Organist an der Stadtpfarrkirche und betätigte sich als kenntnisreicher Heimatforscher. In den dreißiger Jahren war er freier Mitarbeiter der 'Eltviller Zeitung', in der viele seiner heimatkundlichen Artikel erschienen.

75. Biirgerliches Familienbild. Das Bild dürfte um 1900 entstanden sein. Es zeigt den Eltviller Architekten Wilhelm Kahm mit seiner Familie. Frau Kahm war in Brasilien geboren. Für das Familienbild hat man sich vor der Tür zum 'Baubüro ' würdig gruppiert. Der Familienvater und die drei jungen Männer tragen schwarze Tuchanzüge vom Schneider, die Uhrketten signalisleren Wohlstand. Das Elternpaar sitzt, die Söhne stehen dahinter. Wohlhabenheit drückt auch der Teppich aus, den man für die Gelegenheit auf den Gartenweg gelegt hatte. Diese Bilder aus dem Familienleben eines Eltvillers um die Jahrhundertwende kamen nur durch einen Zufall in unseren Besitz. Kahms Mitarbeiter Hermann Göbel war neben allem anderen Amateurfotograf. Er hinterließ die Fotos bei seinem Tod. Hans Kremer, seinerseits kenntnisreicher und hingegebener Heimatgeschichtler, rettete die Bilder für die Stadt.

76. Drogerie Muller. Wir haben das Äußere dieses Ladens bereits auf mehreren Bildern gesehen, als 'Handlung chemisch-technischer Produkte' mit erstaunlich großem Warenangebot. Die Drogerie Müller befand sich im Haus Ecke Gutenbergstraße/Schwalbacher Straße, gegenüber der heutigen Schänke 'Altes Holztor'. Mit Interesse versuchen wir zu entdecken, was die Drogerie in ihren Regalen hatte. Die Registrierkasse - National Cash-Register, Daytona, Ohio, USA lesen wir in Messingguß - zeigt die Einnahme von zehn Pfennig. Für diesen Betrag also erhielt man damals noch etwas in einer Drogerie ...

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