Elze in alten Ansichten Band 1

Elze in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0770-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 1'

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9. Aus der Bahnhofstraße schaut man in die Hauptstraße mit dem Schuhhaus Kleuker (Hauptstraße 13), dem Wohnhaus des Landwirts Rudolf Ebeling (12), dem Café Münstermann (11) und dem bis nach dem Zweiten Weltkrieg noch von der Familie Dannhausen selbst bewohnten Haus (l û). In Elze nachweisbar sind die Familien Ebeling seit 1429, Kleuker seit 1585 und Dannhausen seit 1659. Die Tradition des bis vor wenigen Jahren bestehenden Cafés Münstermann reichte als Bäckerei verschiedener Familien auch bis 1585 zurück.

Der Schmuck der Hauptstraße und der Turnerfestzug erinnern an das Turnfest des Weser-Leine-Gaues in Elze vom 6. und 7. Juni 1931.

10. Dieses Bild aus dem ersten Viertel unseres Jahrhunderts ist ein wertvolles Zeugnis alter Handwerksarbeit. Das Handwerk erforderte große Männerkraft. Das alte Kopfsteinpflaster ist schon seit Jahren nicht mehr vorhanden. Das Bild aber läßt die Menschen von heute erahnen, wie die obere Bahnhofstraße einstmals ausgesehen hat. Wo noch links die Gartenmauer zu sehen ist, befinden sich heutzutage ein Parkplatz und die Volksbank Leinetal EG (Bahnhofstraße 4). Oberhalb davon gelangt man auch jetzt noch zur Schlachterei Kasten (Hauptstraße 66). In Bildmitte erhebt sich die Bäckerei Ernst Brandes (Hauptstraße 14). Die rechte Bahnhofstraßenseite wurde beherrscht durch das Wohnhaus und vor allem die Hofgebäude des Landwirtes Kücke.

11. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg mag dieses Bild entstanden sein. Angesichts der Kinder, die sich hier noch ungestört auf der Straße bewegen können, möchte man nur sagen: Es hat den Anschein, als ob hier alles noch seinen geregelten Gang geht. Vorn links auf der nördlichen Ecke der Bahnhofstraße mit der Hauptstraße ist das Wohnhaus des Landwirts Kücke halb zu sehen. Auf der südlichen Strafsenecke bemerkt man die noch immer bestehende Schlachterei Kasten. Vorn rechts fällt der Bliek auf das heutige Schuhhaus Kleuker (Hauptstraße 13), danach auf die Bäckerei Brandes, das Wohnhaus des Schuhmachermeisters Heinrich Gehrke, jetzt Landwirt Ringeling (Hauptstraße 15) und andere Häuser der Stadtmitte.

12. Ein großes Ereignis für die Bürger der Stadt Elze war früher schon das Schützenfest, das in der Regel jährlich stattfand. Die Teilnahme daran beschränkte sich nicht nur auf Angehörige des am 12. August 1886 gegründeten Schützenkorps, sondern sie umfaßte auch die übrige Bürgerschaft. Folglich karn diesem Höhepunkt im Leben der Schutzen seit eh und je die Bedeutung eines Volksfestes zu, Dieses Bild zeigt den beachtlichen Schützenzug vom 31. August 1913, in dem natürlich die Musikkapelle nicht fehlen durfte. Auf der ostwärtigen Hauptstraßenseite erkennt man von links nach rechts die Häuser Hauptstraße 65 (1899 Kaufmann Hermann Nacke, später August Bauche), 64 (der jüdische Viehhändler Julius Oppenheimer) und 63 (Uhrmacher Jakuttek).

Herr Kesemeier als Ausrufer der Stadt Elze in Hannover.

13. Seit uralten Zeiten war es üblich, die amtlichen Bekanntmachungen in allen Straßen der Stadt Elze auszurufen. Als Original galt der Ausrufer Kesemeyer, der etwa vierzig Jahre lang mit einer Schelle durch die Straßen zog und jede Bekanntmachung mchr aussang als ausrief. Er begann stets mit den Worten: 'Es wird hiermit bekanntgemacht. ' Dabei blieb es nicht aus, daß die Elzer Jugend ihn nachahmte und seinen Zorn erregte, Der Elzer Fotograf Otto Nickolai fertigte dieses Bild aus Anlaß von Kesemeyers silbernem Dienstjubiläum (etwa 1908). Die Elzer Zeitung, der er lange Zeit starke Konkurrenz gemacht hatte, gab am 1. Dezember 1923 bekannt, daß Keserneyer weggezogen sei, um bei seiner jüngsten Tochter in Gütersloh den Lebensabend zu verbringen.

14. Diese Ansicht von etwa 1914 zeigt vorn links das ehemalige Rittergut Elze II (Hauptstraße 22), das der aus Esbeck gebürtige Landwirt Friedrich Bartels (gestorben 1921) 1912 erwarb. Das Gutgehörte früher der seit dem 15. Jahrhundert bezeugten Elzer Familie Sander und diente 1793-1874 als Posthalterei und Poststation. Ein sehr bekarmter Mann und seit 1885 auch Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für den Bereich Gronau-Alfeld, war der Gutsbesitzer und Senator Dr. Julius Sander (gestorben 1897).

Hinter dem Gutshof folgten die Häuser des Buchbinders Louis Jagau (Hauptstraße 21) und des Schneiders Heinrich Schenkemeyer sowie die Schmiede Bauche, jetzt Nolte. Rechts im Bild sieht man das 1827 erbaute Rathaus.

15. Zu den bedeutenden Elzern des 19. Jahrhunderts gehörte Henriette Sander. Als Tochter des Obermühlenpächters Johann Christian Düvel und seiner Ehefrau Joharme Ruß war Henriette 1801 zu Elze geboren worden und hatte hier 1833 den damals hannoverschen Post sp editeur Friedrich Sander geheiratet. Nachdem ihr Mann schon 1846 gestorben war, mußte die Witwe erleben, wie unter dem nachfolgenden Schwager DI. Wilhelm Sander infolge des Baues der Eisenbahnlinie Hannover-Göttingen (1853) und ElzeHameln (1875) die Sander'sche Posthalterei zum Erliegen kam. Mit ihrem Werk 'Neues praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und Jeinere Küchc', das 1875 im Verlag von Karl Meyer zu Hannover erschien, hat Henriette Sander sich ein bleibendes Denkmal geschaffen.

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16. Eine reiche Tradition besitzt die evangelische Kirche Sankt Peter und Paul zu Elze. Sie erhebt sich in Stadtmitte und ist das Wahrzeichen der Stadt Elze. Die nach dem Stadtbrand von 1743 völlig neuerbaute und 1824 ausgebrannte Kirche wurde 1827 wiederhergestellt. Nach dem Bericht über die Gründung des Bistums Hildesheim durch Kaiser Ludwig den Frommen hatte dessen Vater Karl der Große zuvor in Elze den Grundstein zu einer Peterskirche gelegt, von der aus Ostfalen, das östliche Teilherzogtum der Sachsen, missioniert wurde.

17. Zwischen dem Rathaus und der damaligen Stadtapotheke und vor der Kirche Sankt Peter und Paul wurde am 16. Juni 1877 das Denkmal zur Erinnerung an den Krieg 1870-1871 eingeweiht. Nach einem Festzug dureh die geschmückten Strafsen versammelten sich der Magistrat und sonstige Beamte sowie Lehrer, Schüler und Präparanden, ferner der Kriegerverein und die Schützen, die Feuerwehr mit ihrern Musikkorps und der Arbeiterbildungsverein. Der Männergesangverein, der Arbeiterverein und die Präparandcn trugen Festgesänge vor. Rektor Gottfried Tölke sprach vom Zweck des 'Siegesdenkmals' und dankte dem Architekten Ferdinand Wallbrecht als Planer und Steinespender sowie dem Magistrat als Erbauer 'und der opfcrwilligen E1zer Bürgerschaft' im Namen des Denkmalsausschusses. Auf vier Tafeln sind die Schlachtorte des Krieges vermerkt.

18. Die Ansicht von 1908 zeigt das Luther-Denkrnal, ausgerichtet auf die Nordseite der evangelischen Kirche Sankt Peter und Paul. Im Hintergrund ist die damals evangelisch-lutherische Volksschule zu sehen. Ihre westliche Hälfte war im Jahre 1889 erbaut und fünfzehn Jahre später um die ostwärtige Hälfte erweitert worden. Im Jahre 1883 hatte sich in Elze zum 400. Geburtstag von Martin Luther ein Denkmalsausschuß gebildet, Dessen Haussammlung ergab 749,30 Mark. An Spenden von außerhalb kamen 536,40 Mark hinzu. Davon hatte der aus Elze gebürtige Ferdinand Wallbrecht 300 Mark gestiftet, Der Bildhauer Ludwig Oehlmann aus Elze schuf das Denkmal, das nach vorangegangenem Festzug an Luthers Todestag, dem 18. Februar 1884, geweiht wurde.

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