Elze in alten Ansichten Band 1

Elze in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0770-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 1'

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19. Im Jahre 1908 bot sich dieser Bliek von der Brandstraßenecke auf die mittlere und obere Hauptstraße. Das Bild läßt die beherrschende Lage der evangelischen Kirche Sankt Peter und Paul in Stadtmitte erkennen. Im Vordergrund sieht man die Stadtapotheke in dem nach dem Stadtbrand von 1824 erbauten Haus (Hauptstraße 59). Auf einem Teil des Hausplatzes hatte Friedrich Wienecker im Jahre 1668 rnit Genehmigung von Bürgermeister und Rat der Stadt Elze die erste Elzer Apotheke erbaut. Zu den alten Gerechtsamen der Elzer Apotheke gehörte es auch, Wein und Branntwein auszuschenken. Dafür aber mußten der Stadt noch im Jahre 1822 fünfzehn Taler an jährlicher Steuer gezahlt werden. Im übrigen achte man auf den noch vor Apotheke und Rathaus erhöhten Gehweg.

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20. Etwa 1910 entstand dieses Bild mit dem Haus des Klempners Heinrich Luther (Hauptstraße 58). Im Schaufenster sieht man Petroleumlampen für den Hausgebrauch und Stallaternen neben Eimern, Kannen, Wannen und anderen Haushaltswaren. Luther hatte das Haus im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erbaut. Mit seinem Namen ist die Einführung der ersten Straßenbeleuchtung in Elze mit Petroleum verbunden; denn er brachte im Jahre 1867 nicht nur 18 Laternen an, sondern betreute sie auch gegen Entgelt.

Der Sohn Philipp, ebenfalls Klempner, und seine früh verstorbenen Brüder Heinrich, Martin und Hans gehörten dem Männerturnverein Elze an. Philipp (gestorben 1938) wirkte seit 1906 als 2. Turnwart und seit 1909 als Oberturnwart.

21. Am 7. Juni 1931 fand im Rahmen des Gauturnfestes auch ein großer Festzug durch Elze statt (vergleiche Bild 9). Hier halten die Teilnehmer gerade in der südlichen Hauptstraße. Vorn in der Mitte steht der unvergeßliche Heinrich Blinne, der 1924 als erster Elzer das Deutsche Turn- und Sportabzeichen erwerben konnte.

Im Hintergrund erblickt man die südliche Seitenfront des ehemaligen, im Jahre 1774 erbauten Oberpfarrhauses (Hauptstraße 57), sodann die unterhalb von diesem gelegenen Häuser Hauptstraße 56 und 55. In letzterem befand sich die Sattlerei Blumenberg.

22. Die Petroleumlaterne vorn rechts deutet auf die Entstehung des Bildes vom Treppengiebelhaus (Hauptstraße 29) in den Jahren 1875-1897. Auf dem Hausschild liest man noch 'Rathskeller'. Er WaI zugleich 'die Herberge zur Heimat' für wandernde Handwerksgesellen. Hauseigentümer waren der Zimmermeister Fasold (so 1873), sodann dessen Sohn und hernach (so 1897) der Gastwirt August Stolte, der Sohn des gleichnamigen Schneiderrneisters. 1914 folgte der Bierverleger Rudolf Godt.

In der Mitte der Haustür steht Frau Fasold mit Angehörigen. Aus dem linken Fenster des unteren Gastzimmers schaut der Bäckermeister Louis Wöbbekind. Rechts vor dem Haus sieht man den Totengräber Max Ludewig. Links war das Haus Wilke und rechts das evangelische Pastorenhaus,

23. Es war wohl um das Jahr 1875, als dasjetzt in der Hauptstraße 54 gelegene Haus des Kaufmanns Helmer sich dem Auge so darbot. Bis etwa 1899 waren alle Häuser der Stadt Elze mit einer laufenden Nummer versehen und das Haus Helmer über dem Oberlicht der im Stil des Rokoko gehaltenen Tür mit Nummer 14. Auf der Treppe stehen die Eheleute Adolf Helmer, effenbar mit ihren Kindern. Aus Eime stammend, hatte er 1849 das Geschäft gegründet. Vor den Fässern hat sich vermutlich ein Lehrling aufgestellt. Die Oma schaut oben aus dem Fenster. Sowohl das große Schaufenster als auch die darüber befindlichen Fenster sind gefüllt mit Waren, die in einem Gemischtwarengeschäft verkauft wurden,

24. 1847 hatten sich der Schönfärbermeister Theodor Haasemann aus Lauenau/Deister und Friederike, die Tochter des Schönfärbers Ludwig Meyer aus Elze, trauen lassen. Friedrich Haasernann, der zweite von vier Söhnen, erlernte des Vaters Beruf und erbte das Elternhaus (Hauptstraße 53). Aus Fritz Haasemanns Ehe rnit Auguste Wöltje aus Eime gingen die Töchter Auguste und Friederike hervor. Bis zum Jahre 1908 färbte Fritz Haasemann, dessen obiges Bild von 1917 stammt, und versah vor allem weißc Obergardinenstoffe mit blauen Mustern. 1897-1906 wirkte er als Bürgervorsteher und dann bis zu seinem Tod am 19. September 1923 als unbesoldeter Senator der Stadt Elze. In Anerkennung dieser Tätigkeit wurde er am 1. März 1922 zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt.

25. Am Haus Hauptstraße 33 liest man die Inschrift:

In diesem Haus wurde der Geheime Regierungsrat und Abteilungsvorsteher am Geodätischen Institut Potsdam Professor Dr. Dr. Ing. ehrenhalber Louis Kriiger am 21. September 1857 geboren. Er lebt in seinen geodätlschen Werken, die Welttuf erlangten. Anfangs sollte Louis Krüger bei seinem Vater das Schlosserhandwerk erlernen. Des Jungen Rektor Tölke bewirkte aber schon nach einem Jahr den Besuch der Gewerbeschule zu Hildesheim. Krüger zeichnete sich durch Begabung und ungewöhnlichen Fleiß aus, Sie befähigten ihn, die schwierige Herausgabe der Werke von Karl Friedrich Gauß zu vollenden. Krügers Hauptwerk war die 'Konforme Abbildung des Erdellipsoides in der Ebene',

26. Aus dem Jahre 1884 stammt dieses Bild der unteren Hauptstraße. Vorn links sieht man das 1738 durch die Eheleute Ludolf Sander erbaute schöne Fachwerkhaus (Hauptstraße 39). Rechts erneuerte man gerade das stattliche Haus Hauptstraße 49, dessen bemerkenswertes Fachwerk durch die Eheleute Dr. Herbert Stille erst kürzlich wieder erneuert und hervorgehoben worden ist, Bei diesem Haus handelt es sich um ein Zubehör des alten Meierhofes, der vom Mirtelalter an bis zum Jahre 1803 dem Archidiakon unterstand, der bis 1543 dem Archidiakonat (rnittelalterlichen Kirchenkreis Elze) vorgestanden hatte. Der jeweilige evangelische überpfarrer zu Elze empfing früher den Zehnten dieses Hofes, der 1851 abgelöst wurde.

27. Das Gasthaus Biel (Hauptstraße 43) war schon um 1900 ein beliebter Treffpunkt der Bürger, vor allem auch der Vereine. Den Gebäudekem erbauten wahrscheinlich im Jahre 1692 Joharm Siegmund Conze (1659-1730) und seine Gemahlin Dorothea, Tochter des Elzer Handelsmannes Joharm EIbers. Conze war Bürgermeister der Stadt Elze, ebenso sein Sohn, der Advokat Friedrich Ulrich Conze. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verließen die Conze die Stadt. Siegmund Conze war der Ururgroßvater des Archäologen Professor Alexander Conze, der um 1880 den Pergamonaltar ausgrub, Dessen Enkel ist der bekannte Professor für neuere Geschichte in Heidelberg, Wemer Conze.

Die 1883 gegründete Kupferschmiede Wilhelm Kaune war bis 1903 im Gasthaus Biel untergebracht.

28. Im Jahre 1906 blickte man von der Brücke, die über den seit 1557 bestehenden Nebenarm der Saale zur einstmals städtischen Obermühle (jetzt Hauptstraße 44) führte nach Norden, also in etwa vom 1825 beseitigten Löwentor bis in die Stadtmitte mit der evangelischen Sankt Peter- und PaulsKirche. Auf dem Vorplatz rechts erhob sich noch im 19. Jahrhundert das Elzer Brauhaus, das der Brauergilde gehörte. Dahinter fällt das hohe Haus Hauptstraße 45 auf. Es gehörte 1846 dem Gastwirt Wintzenburg und 1873 dem Landwirt Louis Wintzenburg.

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