Elze in alten Ansichten Band 1

Elze in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0770-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 1'

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29. Um 1930 entstand dieses Bild der Engestraße, die ihren Namen zu Recht trägt, weil die alte Straßenbreite die Herstellung eines durchgehenden Fußweges nicht gestattete. Von rechts nach links erblickt man auf der nördlichen Straßenseite ein Nebengebäude des Hauses Engestraße 11 (1873 Schmiedemeister Seegers, 1897 Bierhändler August Jacke), sodann die Häuser 12 (1873 Bahnwärter Kellner, 1897 Schuhmacher Theodor Keserneyer), 13 (1873 Schuhmacher Warnecke, 1897 Fritz Rohde und hernach Howind) und 14 (1873 Schuhmacher Kar! Mundhenke). Im Hintergrund links steht das hohe Haus des ehemaligen Hofes von Landwirt Louis Wintzenburg.

30. Etwa 1930 trug die Frau vorn links ein Kopftuch, das früher auf dem Lande allgemein als praktisch empfunden wurde, Hinter dem Drahtzaun liegt der Garten des Schlachtermeisters Henry Kolle. Dahinter hält Frau Steinberg eines ihrer Kinder auf dem Arm vor dem Haus 14 aus Fachwerk, an dessen Scheunentor die Jahreszah11724 noch lesbar war. Mit dem Hausschild warb K. Steinberg für seine Landschaftsgärtnerei und Samenhandlung. In Straßenmitte (Haus 2) wohnten 1815 der Ackermann Wilhelm Sander, 1846 der Advokat Louis Rojahn, 1873 der Kämmerer Heinrich Schwarze,um 1900 der Aufseher Fritz Oehlmann und später Henriette Dehnhard, geborene Haase (1844-1945), mit ihren Töchtern.

Elze - Promenade an der Saaie

31. Die Saale, die ursprünglich - unterhalb der schon 1272 bezeugten Saalemühle - südlich ihres jetzigen Bettes, im Bereich des heutigen Asbostweges, floß, wurde wohl vor 1161 bei der heutigen Kreuzung der Bundesstraße 3 mit der Eisenbahnlinie Elze-Hameln erstmals abgeleitet. Sie lief dann entlang dem jetzigen Lindenweg nördlich und bald nordostwärts bis zur heutigen Mündung. Mit dem Bau der Untermühle wurde um 1431 der Freikolk links vom Steg im Bild geschaffen. Die Anlage der Obermühle setzte 1557 die Verlegung der Saale aus dem Asbostbereich in die höchstmögliche Höhe des Mühlenfeldes voraus und führte zur Entstehung des 'Badekolkes', Im obigen Bild vereinigen sich am Nordende des Lindenweges die Saale und ihr von der Obermühle kommender Arm.

32. Der Elzer Fotograf Bakker ließ es sich nicht nehmen, am 20. Februar 1929 bei 20 Grad Kälte im Bild festzuhalten, wie die Schütten des Freikolks außer Betrieb waren. Das Wasserwehr mit den Schütten war 1431 geschaffen worden, um den Zufluß des Wassers zur damals erbauten Untermühle lenken zu können. Gedenksteine in der Wassermauer mit den Namen von Bürgermeister und Rat der Stadt E1ze aus den Jahren 1697 und 1723 sowie des Untermühlenbesitzers Georg Schlote von 1866 erinnern daran, daß die Stadt Elze als Eigentümerin und seit dem 19. Jahrhundert die privaten Eigentümer immer wieder die Wassermauer haben erneuern müssen.

33. Das Wasserwehr mit Schütten entstand mit der Obermühle, deren Anlage Erich IJ., Herzog zu Braunschweig und Lüneburg seinem damaligen Flecken Elze gestattet hatte. Mit der Untermühle von 1431 besaß die spätere Stadt Elze somit bis zum 19. Jahrhundert zwei Mühlen. Durch das vorn Wehr her abfließende Wasser entstand der sogenannte Badekolk. Im Jahre 1893 pachtete die 'Badehausgesellschaft' zu Elze rnit Hilfe des Senators Julius Sander (gestorben 1897) eine Uferrute an der Saale, um zum Badehaus bei dem Kolk gelangen zu können. Erste 'jadefrau' war Lina Wöbbekind. Spater amtierten hier Bademeister. Die 1930 gründlich erneuerte 'Badeanstalt' wurde 1960 aufgegeben.

ELlE i. Hann. Partie a. d. Saale

34. Wenn man 1908 von der 'Badeanstalt', die bis zum Jahre 1960 in der Nachbarschaft der 1876-1968 bestehenden Pappenfabrik J.H. Woge GmbH als Elzer Schwimmbad genutzt wurde, in die Stadtmitte gelangen wollte, ging man über die südliche Löwentorstraße und den Saaledamm bis nach der Hauptstraße. Neben dem Fußweg auf dem Damm gab es noch einen breiteren Fahrweg. Rechts reichten die Gärten der bebauten Löwentorstraßengrundstücke bis an die Saale heran. Auf beiden Ufern hatte man kurze Stege in die Saale gebaut, um Wasser schöpfen oder zum Wasehen nutzen zu können. Links erkennt man die durch Heinrich Röver etwa 1905 angelegte und durch Wilheine bis vor kurzem fortgesetzte Gärtnerei.

35. Auf dem Weg von der südlichen Löwentorstraße nach der Hauptstraße kam man von der Gärtnerei Wilheine an den um den Ersten Weltkrieg erbauten Häusern des Lehrers Albert Fredershausen (gestorben 20. Dezember 1923) und des Wegerneisters Krüger vorbei. Vor diesem Haus bog ein kleiner Weg nach Osten ab, über den man den Fußballplatz des Spiel- und Sportvereins Elze von 1910 erreichte, Bei dem nach der Jahrhundertwende angelegten Gartenbaubetrieb von Christian Bruns (Haus links vorn) gingen der Fußweg über den Saaledamm und der Fahrweg daneben ineinander über. Unter der Brücke links hindurch floß der vom Mühlenfeld kommende Saalearm an der Obermühle vorbei bis nach dem Freikolk. Ein Junge steht auf dem Steg der Wäscherinnen.

36. Im Vordergrund erkennt man wiederum die kleine Ausbuchtung des Obermühlenarms der Saale nach Westen, links steht noch immer das Haus des Ofensetzers Strube (Löwentorstraße 29). Dahinter gelangt man in die nördliche Löwentorstraße. Halb rechts zweigt die Sehlder Straße ab, als deren erste Häuser um 1900 bezeugt sind: 1 Maurer August Waßmann, 2 Maurer Christian Jacke, 3 Seiler Friedrich Hennies und 4 Arbeiter Georg Howind. Rechts im Bild erblickt man die ehemalige Gastwirtschaft Siedenberg, später Dienstwohnung des Amtsrichters. Die Kurve zu Beginn der Löwentorstraße wurde deshalb auch im Volksmund als Amtsrichterkurve bezeichnet.

37. Im Jahre 1914 schickte der Gastwirt Eduard Brandes, dessen Nachfolger Gastwirt Heinrich Grupe (Löwentorstraße 4) wurde, diese durch Fotograf OUo Nickolai gefertigte Ansichtskarte dem Elzer M. Luther in Berlin. Links oben sieht man die im 1860 als Sommersitz der Königin Marie von Hannover gebaute Marienburg, rechts das Gasthaus Brandes (jetzt 'Zum Löwen'). Um 1900 bewohnten auf der Westseite der Löwentorstraße die Häuser 3 Tischler Friedrich Burgtorf, 5 Christian Mathies (jetzt Schlossermeister Wilhelm Rien), 6 Arbeiter Heinrich Tölke, 7 Händler Dietrich Brandes und 10 Fabrikant Heinrich Woge. Rechts erhebt sich das Haus des Zigarrenfabrikanten Louis Schliemann (Nummer 14).

38. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg konnte man diesen Blick auf das Haus F!utstraße 14, das Herrenhaus der Bock von Wülfingen aus dem Jahre 1748 und den sich ostwärts und südostwärts davon erstreekenden alten Gutspark genießen. Das wohl bald nach der Jahrhundertwende entstandene Bild des seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr bewirtschafteten Rittergutes, erweist dessen Lage südostwärts der heutigen Sankt Peter- und Pauls-Kirche, zu der Kaiser Kar! der Große um das Jahr 800 den Grundstein gelegt haben soll. Offenbar geht das von Bock'sche Gut auf einen sächsischen Edelhof zurück, den Kar! der Große als einen seiner Königshöfe genutzt haben könnte. Güter und Gerechtsame derer von Bock sind zu Elze seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar.

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