Elze in alten Ansichten Band 1

Elze in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0770-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 1'

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Gruss aus Elze

In Hanr-over.

BAH HOfS· om, In .. : ::. Branot F.·n.spnc!tr , . 46.

39. Im Jahre 1908 bot sich vom Bahnhofsvorplatz aus dieser Bliek in die Bahnhofstraße. Links befand sich das Bahnhofshotel (jetzt Bahnhofstraße 60), in dem 1868-1883 die Elzer Post untergebracht worden war. Das Hotel besaßen 1896 Otto Ehlvers, 1908 E. Brandt, 1931 W. Rinne, hernach Konerding sowie Hugo Kleine und H. Stichweh. Im Bild folgen links die früheren Häuser 58 (Arntsgerichtssekretär Ernst Harke), 56 (1873 Maurermeister Konrad Meichner, 1900 Tischler OHo Fricke, hernach Malermeister Beddig), 52 (das älteste Feinkostgeschäft von Louis Degenhard, gegründet 1889; hernach Walter Tamme) und 46 (das ehemalige Postamt). Hinter den Bäumen rechts bemerkt man das Haus 63 (Helmer).

Elze i. Hann.

40. Bedeutung im alten Elze kam auch 'Poocks Hotel' zu, das auf der westlichen Ecke der Bahnhofstraße mit der Sophienstraße gelegen war (jetzt Grundstück des Postamts Elze, Bahnhofstraße 65). Vor dem Hotel, dessen Hauptseite zur Bahnhofstrafse, also nach Süden, zeigte, spendeten einige Bäume Schatten. Unter den linken Bäumen war auch eine Purnpe vcrhanden. In alten Zeiten, vor allem als es noch keine Autos gab, herrschte hier in Verbindung mit dem Bahnhof ein reger Verkehr. Das zweite Gebäude rechts ist das jetzige Wohnhaus der Zuckerwarenfabrik Hagen & Co. GmbH (Sophienstraße 2). Die Firma wurde um 1875 durch Kaufmann Fricke als Kandisfabrik gegründet ; war 1896 Eigentum von Max Beckhaus und gehört seit 1919 der Familie Hagen.

41. Nachdem 1835 die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth gefahren war, wurde am 30. April 1853 auch die Eisenbahnstrecke Hannover-Alfeld eröffnet und dann nach Süden verlängert. Elze erhielt den durch Konrad Wilhelm Hase entworfenen Bahnhof und war damit an das Hauptverkehrsnetz angeschlossen. Die seit 1853 zwischen Nordstemmen und Hildesheim bestehende Ost-West-Verbindung wurde von Elze bis Hameln weitergeführt, am 19. Mai 1875 dem Güterverkehr und am 30. Juni 1875 auch dem Personenverkehr übergeben. Am 1. Juli 1900 kam die eingleisige Nebenbahn nach Gronau hinzu. Als etwa 1880 das Bahnhofsbild entstand, wurden die Eisenbahnwaggons noch mit Hilfe eines Pferdes rangiert. Im übrigen beachte man die in Elze bis 1897 brennenden Petroleumlaternen, ferner Eisenbahner und Postbeamte.

42. Nachdem am 1. Januar 1868 die Postexpedition von der seit 1793 bestehenden Posthalterei Sander getrennt worden war, bezog sie ab 1. Juli 1868 das Haus Bahnhofstraße 14 (jetzt 60) und als Postamt II am 1. Juli 1883 das Haus Bahnhofstraße 10 (jetzt 46). Im obigen Bild von 1884 sieht man links einen Postbeamten, rechts ist gerade eine der noch verkehrenden Kutschen mit der Aufschrift 'KAISERLICH DEUTSCHE POST' eingetroffen. Über den Fenstern liest man noch 'KAISERLICHES POSTAMT'. Rechts vom Eingang bemerkt man eine Petroleumlampe und links das Schild mit Hinweis auf die Reichstelegrafenstation. In der Bahnhofstraße 65 wurde 1964 ein neues Postamt eröffnet.

ELlE i. Hann.

43. Diese Ansicht vom Jahre 1909 zeigt die untere Bahnhofstraße. Das Haus links (jetzt 59) ließ der Großuhrmacher und Orgelbauer Philipp Furtwängler (gestorben 1867) etwa zwei Jahre vor seinem Tod errichten, ebenfalls Stall, Scheune und Fabrik hinter dem Haus an der Gerberstraße. Auf den Vater folgten im Geschäft die Söhne Wilhelm (gestorben Elze 1883) und Pius (gestorben Hannover 1910). Die Firma war 1883 so sehr verschuldet, daß sie in Elze nicht mehr fortgeftihrt werden konnte. Pius Furtwängler gründete daher in Hannover mit Adolf Hammer die neue Orgelbaufirma P. Furtwängler & Hammer. Von der durch hohe Kastanienbäume eingefaßten Straßenkreuzung geht es links in die Gerber- und rechts in die Fabrikstraße.

44. Auf der sogenannten Bleiche, einer Wiese zwischen dem Untermühlenarm der Saale und der Gerberstraße, konnten die Elzer Frauen einstmals ihre Wäsche auslegen und bleichen. Außerdem diente der Platz für Schützenfeste und Zirkusdarbietungen. Dann wurde der Stadtpark hier angelegt und am 23. September 1934 eingeweiht. Den Park plante Gartenbauinspektor R. Mull aus Hanau/Main, ein Schwager des damaligen Friseurmeisters Friedrich Schwerdtfeger. Der junge Gartenmeister Eduard Horchler kam durch Vermittlung des Frankfurter Gartenbaudirektors a.D. Bromme, des Schwiegervaters von Wilhelm Brodthage, von Frankfurt nach Elze und legte den Park an. Elzer Fabrikanten ließen dazu die durch Mull geschenkten Bäume und Sträucher kostenlos heranfahren.

45. Das nebenstehende Bild zeigt im Hintergrund die Untermühle, die Mühlen- und die Osterstraße. Oben aber sieht man nochmals den Teich als Mittelpunkt des Parks. Die Plakette des Nationalsozialisten Horst Wessel am Findling auf der Westseite des Teichs wurde 1945 entfernt. Bald danach ehrte man auf diesem Stein den Elzer Professor Louis Krüger (siehe Bild 25). Im Hintergrund des Bildes bemerkt man die nördlichen Ausläufer der Osterstraße sowie die wenigen Häuser an der jetzigen Danziger Straße, darunter die Käserei von Josef Grohmann (jetzt Nummer 6) und die Gärtnerei Battmer (Nummer 1). Ganz rechts liegt die etwa 1900 erbaute Villa von Wilhelm Wiegmann (Hildesheim er Landstraße 1).

46. Von etwa 1890 könnte dieses Foto stammen. Von der Saalebrücke blickte man auf das alte Schützenhaus, das in Fachwerk errichtet worden war. Auf der bekarmten Stadtansicht, die der E1zer Johann Friedrich Haarstick 1736 zeichnete und der hannover'sche Bibliothekar Daniel Eberhard Baring in seiner 'Beschreibung der Saale im Amt Lauenstein' 1744 veröffentlichte, gab es das Schützenhaus als einziges Haus ostwärts der Saale. Die Stadt Elze hatte das Schützenhaus bis 1841 verpachtet und dann auf Erbenzins ausgetan. An Gastwirten sind bekannt: Cordes (1841-1856), Wilhelm Küster aus Hannover (1857), Beimes (1873), August Kallmeyer (1893), Louis Kallmeyer (1913), Heinrich Mattheas (1919) und Heinrich Rieke. Vor dem Schützenhaus stand bereits das Waagehaus.

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au Elze.

Hochwasser in der Bahnhofstra e in Elze i. H. am 4. Fehruar 1909.

47. Das Hochwasser, das am 4. Februar 1909 in die untere Bahnhofstraße eingedrungen war, stellte keinen vereinzelten Fall dar. Er wiederholte sich auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Leute machten aus der Not eine Tugend. Sie fuhren mit Pferdewagen oder ruderten notdürftig durch das Wasser, was ebenso wie das Wasser neugierige Mitbürger erscheinen ließ. Inzwischen war der Gasthof 'Zum Schützenhaus' aus Ziegelsteinen neu erbaut worden. Das Amtsgericht war unterhalb des Schützenhauses schon etwa 1855 entstanden. Vorn links befand sich damals noch der Garten des Schützenwirtes, wo nach dem Ersten Weltkrieg die Niedersächsische Kreditbank AG Elze baute (jetzt Bahnhofstraße 29) und sich 'übernahm'; dahinter der Verlag der Elzer Zeitung (jetzt Nummer 33).

ELlE i. Hann.

Partie an der Untermühle

48. Der Elzer Verlag Louis Jagau brachte im Jahre 1908 diese Ansichtskarte heraus. Links vom heutigen Parkweg erkennt man den Untermühlenarm der Saale, wie er schon seit dem spaten Mittelalter fließt. Das große Gebäude in Bildmitte ist die ehemalige Untermühle. Sie wurde hier angelegt, nachdem Bischof Magnus von Hildesheim den Bürgern seines damaligen Fleckens Elze im Jahre 1431 das Recht verliehen hatte, die Untermühle zu bauen. 1855 verkaufte die Stadt Elze die Mühle und erwarb sie 1958 zurück, nachdem die Mühle 1957 dem allgemeinen Mühlensterben zum Opfer gefallen war. Paul Bräuer betrieb die Mühle als letzter,

Man beachte auch das früher übliche Wasehen an der Saale, deren Wasser dazu noch taugte.

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