Elze in alten Ansichten Band 1

Elze in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0770-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 1'

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Osterstrasse

49. Im Verlag Louis Jagau erschien 1908 auch diese Ansichtskarte, Man blickt von der Bahnhofstraße aus in die Osterstraße. Wo sich rechts Baum und Garten mit einem Nebengebäude befanden, steht nun das Haus von Dr. med. Kurt Neumann (Osterstraße IA). Das folgende Haus erbaute etwa 1900 der Gemischtwarenkaufmann Fritz Must auf der Stelle einer Scheune, die bis 1835 zum Hof des Kötners Christian Huck (später städtisches Armenhaus;jetzt Osterstraße 20) gehört hatte. Auf dem Huck'schen Hof wurde zumindest 1680-1687 das Oeseder Meierding gehegt, an dem alle Meier (Bauern) teilzunehmen hatten, die vom Grundherrn der Gemarkung des ehemaligen Dorfes Oesede abhängig waren. Letzter Grundherr war um 1800 der Hildesheimer Dompropst Freiherr von Wendt.

50. Um 1875 steht Schlachterrneister Friedrich Tappe auf der Treppe seines Hauses (jetzt Mühlenstraße 22) und sägt ein Stück vom Fleisch ab, das neben dem Hauseingang und außerdem noch auf der ganzen Breitseite des Hauses aufgehängt worden ist, um Verkäufer anzulocken. Vor dem Haus sitzen Tappes Töchter. Auf den unteren Stufen der Haustreppe steht ein Rabbiner, den man an seiner Kappe erkennen kann. Er schächtete die Tiere für die Judenfamilien in Elze. Im links daneben stehenden Haus (Nummer 23) wohnte 1873 ein Kaufmann Salomon Stern. Man achte auch auf die 1867 bis 1897 übliche Petroleumlaterne an der Einrnündung des heutigen Jungfernstieges.

Elze i. Hann.

Mühlenstrasse

51. Diese Ansicht von 1906 zeigt die Mühlenstraße mit Bliek nach Osten auf die tiefergelegene Untermühle. Man achte auf das alte Kopfsteinpflaster der nach dem letzten großen Stadtbrand von 1824 angelegten Straße. Ein eigentlicher Fußweg neben der Straße fehlte noch. Vergleicht man die obige Ansicht mit dem nebenstehenden Bild, dann stellt man bauliche Veränderungen am Haus Mühlenstraße 22 (vorn links) fest. Mittlerweile hat Emma Tappe am 30. September 1887 den Wilhelm Grupe aus Benstorf, den Großvater des heutigen Geschäftsinhabers, geheiratet. An der Ecke des Hauses mit dem oberen Jungfernstieg ist eine elektrische Lampe angebracht worden. Rechts im Bild das Haus Nummer 2 des Seilermeisters Louis Freise.

Elze i. Hann.

Osterstrasse

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52. 1906 bot sich dieser Bliek in die nördliche Osterstraße mit dem Haus Nummer 9, in dem sich damals das Lebensmittelgeschäft von Heinrich Battmer befand. Hernach ging es auf dessen Schwager Hugo Jansen über und dann auf Ambrosius Anlauf. Heutzutage handeln hier die Gebrüder H. und C. Müller mit Farben und dazugehörigen Artikeln. Im Jahre 1902 bewohnte Schuhmacher Wilhelm Brandes (gestorben 1949) das Haus Nummer 10. Als letzte Bebauung auf der rechten Seite nimmt man den Hof des Landwirts Wilhelm Nibbes (Nummer 11) wahr. An Stelle der Wirtschaftsgebäude steht heutzutage das Haus Denker (Osterstraße 10A). Links davon als Straßenabschluß das Haus des Landwirts Louis Bartens (Wallstraße 10).

Elze i. Hann.

Wallstrasse

53. Um 1900 sah man in der Wa11straße (Ost-West-Richtung) vom rechts die Treppe vom Haus des Landwirts Louis Bartens (Wallstraße 10) und neben der Toreinfahrt eine Pumpe, wo jeder sich sein Wasser holen konnte. Auf der linken Straßenseite lebten 1902 in den Häusern 9 Arbeiter Fritz Tolle, 8 Schuhmacher Konrad Geschwind, 7 Händler August Schrader, 6 Händler Louis Seiler, 4 Brothändler Fritz Thiele, 3 Schuhmacher Andreas Espe und 1 Arbeiter Karl Meyer. Rechts wohnten in den Häusern 11 Schuhmacher August Fennekold, 13 Lehrer a.D. August Hagemann, 14 Händler Franz Horn, 15 Bierhändler Fritz Godt, 16 Malermeister Wilhelm Rekate und 17 Seiler Louis Könnecke.

54. Der Name Wallstraße erinnert noch an den ehemaligen Wall, der bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts die Stadt Elze zwischen Schmiedetor und Untermühle zu schützen hatte. Etwa 1930 sah die Wallstraße (in West-Ost-Richtung) so aus. Vorn rechts angeschnitten, erkennt man das Haus von Kar! Meyer (Wallstraße IA), dahinter die Häuser 1 des Grundstücksmaklers Fritz Rehm, 2 des Landwirts Ebeling und 3 des Friseurs Habenicht (kleines weißes Schild). Links bemerkt man die Häuser 17, 16 (Malermeister Rekate) und so weiter. Am Schluß der Straße steht das Wohnhaus des ehemaligen Landwirts Nibbes, dessen Fachwerk nicht mehr wie auf Bild 53 sichtbar, sondern zwischenzeitlich verdeckt worden ist.

55. Die alten Elzer entsirmen sich noch gut der einstmals am Dickkopfsplatz gelegenen Schmiede. Wenn deren ältere Geschichte auch noch nicht erforscht werden konnte, so dürften ihre Vorläufer doch schon vor einigen Jahrhunderten vorhanden gewesen sein, wie der alte Name Schmiedetor bezeugt. Dieses Gebäude (jetzt Hauptstraße 79) entstand allerdings erst nach dem großen Stadtbrand von 1824. In ihm wohnte und wirkte im Jahre 1846 der Hufschmied Johannes Bickmeyer. Auf ihn folgte der Schmiedemeister Karl Bickmeyer, der die Häuslingsstelle schon 1873 innehatte. Hier schaut er mit seiner Ehefrau Karoline Hilmer (1871-1945) aus dem Fenster neben der Haustür, während beider Tochter Lina, die zu Elze am 17. Juni 1922 Paul Rebentrost ehelichte, auf der Treppe steht.

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56. Elze war früher eine Ackerbürgerstadt. Jeder Bürger, ganz gleich ob Handwerker oder Kaufmann, besaß Ackerland, Wiesen- und Holzteilungen. Das traf auch für den Schuhmacher Franz Si evers zu, der bis zum Stadtbrand von 1824 in der Schuhstraße wohnte und eine handdienstpflichtige Kötnerei besaß. Nach 1824 erbaute er sich am Dickkopfsplatz das jetzt in der Schmiedetorstraße 2 gelegene Haus mit dem erst in den dreißiger Jahren neuerbauten Wirtschaftshof. Auf Franz Sievers folgten Sohn Karl (1828-1904), Enkel Franz (1857-1933; neben dem Ackerwagen), Urenkel Karl (1902-1973) und dessen Sohn Friedrich. Bis zur Gegenwart haben alle Hofesinhaber an der Vergrößerung und Verbesserung dieses Bauernhofes gearbeitet.

.Elze i. Hann.

Neuestrasse

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57. Zwischen Hauptstraße und Sedanstraße war nach dem Stadtbrand von 1824 die Neuestraße (jetzt Königsberger Straße) angelegt und damit die Erweiterung der Stadt nach Westen eingeleitet worden. Auf dem obigen Bild von 1906 sieht man den westlich der Sedanstraße gelegenen Teil der Straße, den die Feldmarkinteressenten nach der Verkoppelung (1858) zunächst als Weg angelegt hatten. 1875 gab es auf der Südseite schon drei Häuser, und zwar 13 Schmiedemeister Heinrich Harbort (vorher Haus 270), 10 Chausseearbeiter August Heuer und 9 Flurschütze Fritz Sohns. Bis 1900 kamen Häuser hinzu, darunter auf der Nordseite der Straße 7 Arbeiter Christian Steins, 6 Arbeiter August Quante, 3 Rentier Rudolf Wolff und 2 Maurer Friedrich Söftje und 1 Schuhrnacherrneister August Wente junior (vorn rechts).

Elze i. Hann.

Gartenstra8e

58. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte auch in Elze große Wohnungsnot. Bereits am 17. Februar 1919 hatte hier ein Vertreter des Verbandes der Baugenossenschaften Niedersachsens vor Senatoren, Bürgervorstehern, Industriellen und Mitgliedern des Arbeiterrates über Kleinsiedlung gesprochen. Die städtischen Kollegien versprachen am 5. März, die zu gründende gemeinnützige Baugenossenschaft Elze nach Kräften zu fördern, So konnte in Grupes Saal am 8. März 1919 der Bauverein Elze GmbH gegründet werden, der sofort 34 Häuser plante und die ersten Häuser an der Gartenstraße entstehen ließ. Bis zum Jahre 1929 hatte der Bauverein bereits fünfzig neue Wohnungen geschaffen.

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