Elze in alten Ansichten Band 1

Elze in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0770-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 1'

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59. Als Ausdruck der Lebensfreude gründeten Mitglieder des Arbeiter-Bildungs-Vereins Elze am 2. Februar 1869 den 'Männer-Gesang-Verein Elze'. Erster Vorsitzender wurde Bäckermeister August Ebeling und Chormeister Konrektor Wrede. Bis 1871 traf man sich im Schützenhaus, hernach im 'Deutschen Haus' von Ternme. Unter dem Vorsitz des Schuhmachermeisters Heinrich Kleuker (1888-1895) konnte im 'Deutschen Haus' am 31. Mai 1889 die Vereinsfahne geweiht werden. Sollte das obige Bild damals oder beim 25jährigen Bestehen entstanden sein? Leider sind die meisten Abgebildeten nicht mehr bekannt. Vielleicht sitzen in der ersten Reihe von rechts nach links der damalige Dirigent Konrektor Obersold, der Vorsitzende und Malermeister Karl Cordes.

60. Im Geiste des Turnvaters Jahn vereinten sich im Jahre 1858 einige E1zer zu dem noch immer bestehenden Männer-Turn-Verein Elze. Aus dem Gründerkreis seien erwähnt der Turnwart Ernst Neilson, der spätere Senator Julius Sander, Stadtkämmerer Heinrich Haarstick, Kaufmann Heinrich Garbs, Mollenhauer August Kesemeyer (gestorben 1896), Posamentier Louis Prediger und Kaufmann Wilhelm Lillie. 1861 konnte in der Gerberstraße hinter der damaligen Orge1baufabrik Furtwängler die erste Turnhalle geweiht werden. Oben sieht man eine Turnübung, die um das Jahr 1924 (von links nach rechts) Heinrich Blinne, Heinrich Härke, Rudolf Stiewer, Albert Brand, Adolf Heinemann und Erich Prüßhoff vor dem Haus Sophienstraße 2 zeigten.

61. Bereits 1736 ist das Schützenhaus bezeugt. Dennoch entstand die Elzer Schützengesellschaft (später Schützenklub) erst etwa 1861. Neben die aktiven Schützen trat 1886 noch das Elzer Schützenkorps als ein erweiterter Interessentenkreis. Oben sieht man, von links nach rechts: 1. Reihe: Dietrich Kasten, Ferdinand Kellner, Hermann Kaune (Schützenkönig 1904), S. Stern, Fr. Haasemann, G. Breuer, C. Cordes, C. Könecke, C. Beek und C. Rodemann. 2. Reihe: drei Unbekannte, C. Oldendorf, E. Wachsmuth, W. Dannhausen, Dagobert Wolffes, C. Helmer, L. Weber, W. Wente, H. Oldendorf, Robert Jagau und Richard Cordes. 3. Reihe: O. Kasten, C. Cabus, W. Wolter, H. Schrader, Fr. Gramann, H. Schiermann, W. Rekate und Berthold Höxter, Das Bild entstand 1911 in Haasemanns Garten.

62. Die 'Freiwillige Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz Elze' war ursprünglich dem Kriegerverein angeschlossen. Das Bild entstand 1925. Am 9. Oktober 1927 feierte die Kolonne in der Gastwirtschaft Heinrich Grupe (Löwentorstraße) ihr 25jähriges Bestehen. Zuvor hatte eine Übung stattgefunden, indem man den Zusammenstoß zweier Autobusse an der Ecke Haupt- und Bahnhofstraße annahm. Fabrikant Ado1f Woge war der Vorsitzende der Kolonne, deren Führer der Zimmermeister Wilhelm Schuhmann. Später kamen auch weibliche He1ferinnen hinzu, als erste Anneliese Siernon, verehelichte Roland.

63. Im 'Schützenhaus' wurde am 13. März 1910 der 'Fußballverein Elze von 1910' gegründet. Als Spielplatz pachtete man eine Wiese in der Masch, wo 1910 dieses Bild entstand. Die ersten Vorsitzenden waren Peter Dive, 1911 Hermann Gericke, 1919 Henry Kolle, 1925 Paul Neuhaus, 1927 Hermann Schmidt, 1928 Heinrich Halm, 1930 Friedrich Wittenberg, 1932 Kar! Brodtmann, 1945 Ernst-Friedrich Paul und 1947 Ferdinand Wilhelms. Neben das Fußballspiel traten 1910 schon 'volkstümliche Jugendspiele". 1925 wurde der Verein umbenannt in 'Sport- und Spiel-Verein von 1910 e.V. Elze (Han)', und man weihte den neuen Sportplatz am Lindenweg ein. Nach 1945 widmete der Verein sich auch dem Box- und Radfahrsport.

64. Wenn das Vaterland von Kriegsgefahr bedroht erschien, standen auch die Elzer nicht abseits. Dreizehn Elzer stellten sich dem Fotografen Otto Nickolai am 13. April1917 zu einem Gruppenbild, nachdem sie zuvor für den Kriegsdienst gemustert und für tauglich befunden worden waren. In ihrem jugendlichen Alter waren sie sich vielleicht weniger des Ernstes der Zeit bewußt, sondern genossen es, als erwachsene Männer anerkannt worden zu sein. Zum Zeichen dessen durften Biergläser und Rauchwaren nicht fehlen. Auf den umgehängten Schleifen standen die Waffengattungen wie Artillerie und Infanterie vermerkt. Wer dachte schon daran, daß er seine Heimat nie wiedersehen oder als Verwundeter zurückkehren würde?

65. Zu dem seit 1877 bezeugten 'Krieger-Verein der Stadt Elze' kam nach dem Ersten Weltkrieg der im November 1918 gegründete Bund der Frontsoldaten, 'Der Stahlhelm', hinzu. Seine beachtliche Ortsgruppe Elze feierte am 22. und 23. Juni 1924 den 'Deutschen Tag' und seine Fahnenweihe. Die Elzer Stahlhelmer unter Richard Cordes waren an der Errichtung des Roland-Denkmales zu Ehren der Gefallenen (1925) maßgeblich beteiligt. Oben sieht man die Einweihung des Franz-Seldte-Platzes hinter dem Elzer Bahnhof (etwa 1932).

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Frontsoldaten e.V., stand der SPD nahe und besaß in Elze 1924-1933 eine Ortsgruppe. Erwähnt sei auch die Ortsgruppe der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener e.V.

66. Unter den 1607 geschaffenen Elzer Gilden nahm die der Schuhmacher seitdem den ersten Rang ein. Davon zeugt noch die Bezeichnung Schuhstraße. Ferner bestand von 1777 bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Begräbniskasse des Schuhamtes, die allen Bürgern offenstand und somit eine große soziale Hilfe darstellte. In der zu Elze bereits 1585 nachweisbaren Familie Kleuker wird das Schuhmacherhandwerk zumindest seit Wilhelm Kleuker (geboren 1710) ausgeübt. Am 1. Juli 1934 wurde Heinrich Gniesmer für seine 50jährige Tätigkeit im Haus Kleuker allgemein geehrt, Das obige Bild zeigt ihn mit Angehörigen, Familie Kleuker, Bürgermeister Ludwig Huck sowie mit Vertretern des Handwerks und der Elzer Vereine.

67. Eine große wirtschaftliche Tradition in Elze besitzt die hier seit etwa 1700 lebende Familie Keserneyer. Heinrich Kesemeyer (1766-1828) betrieb neben anderem als erster seiner Familie das Mollenhauerhandwerk. Sein Sohn Heinrich (1791-1864) erbaute nach dem Stadtbrand 1824 das Haus Schmiedetorstraße 23. In der zugehörigen Hofscheune wurden Mulden und Ho1zwaren aller Art gefertigt und verkauft. Heinrichs Sohn August (1835-1896) vergrößerte das Geschäft. Der Enkel August (1883-1969) übte anfangs noch das Mollenhauerhandwerk aus, erwarb 1921 das Grundstück Sedanstraße 10 und begann 1922 ·die Herstellung von Kisten und Siigewerkserzeugnissen. Eine Platzholzhandlung kam hinzu. Seit 1949 leitet August-Wilhelm Kesemeyer den mittelständischen Betrieb.

68. Das Schmiedehandwerk in Elze dürfte jahrhundertealt sein. Um 1530 wird erstmals der Flurname 'vor dem Schmedentore' erwähnt. Von 1846 bis zum Ende der Schmiede im Jahre 1964 sind die Schmiedemeister bekannt (vergleiche Bild 55). Auf Johannes Blekmeyer folgte dessen Sohn Karl (1869-1945). Dieser ist mit dem Lehrling August Battermann und dem nachfolgenden Schwiegersohn Paul Rebentrost (1893-1972) oben in der alten Schmiede (Hauptstraße 79) zu sehen, Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schmiede in die Hannoversche Straße verlegt und durch Landmaschinenhandel erweitert. Neben einigen Hufschmieden gab es in Elze zumindest vor 1900 noch Nagelschmiede.

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