Elze in alten Ansichten Band 1

Elze in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Jürgen Huck
Gemeente
:   Elze
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0770-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Elze in alten Ansichten Band 1'

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69. Es läßt sich nicht genau sagen, seit wann das Uhrmacherhandwerk in Elze vertreten ist. 1822 erwarb der Schwarzwälder Philipp Furtwängler (siehe Bild 43) das Bürgerrecht, 1824 Faßbender aus Braunschweig. 1868 übernahm Uhrmacher Georg Jakuttek (1840-1935) das Geschäft des verstorbenen Uhrmachers Faßbender und kaufte 1872 das Haus Hauptstraße 63. Von ihm vererbte sich das Geschäft auf seinen Sohn August Jakuttek (1868-1949), der sich auch um den Männer-Turn-Verein Elze sehr verdient machte. Auf dem obigen Bild vom 1. Aprill923 sieht man von links nach rechts den Lehrling Fritz Puppel aus Salzgitter, den Geschäftsgründer Georg Jakuttek, den Lehrling Hermann Schrader aus Hannover, den jetzigen Inhaber Georg Jakuttek als Lehrling, dessen Vater August Jakuttek und den Gehilfen Karl Breitenbach aus Düsseldorf.

Elze i. Hann.

Zuckerfabrik

70. Wie zuvor schon in Nordstemmen 1865 und Gronau 1869 wurde in Elze eine Aktiengesellschaft zur Anlage und zum Betriebe der 'Rüben-Zuckerfabrik Elze' gegründet (Satzung 7. Juli 1872). Zum Einzugsbereich gehörten zunächst auch Poppenburg, Coppenbrügge, Hofspiegelberg, Benstorf, Sehlde und Limmer bei Alfeld. Am 23. Oktober 1873 begann der erste Arbeitsabschnitt der an der Fabrikstraße gelegenen Fabrik. Nach einem Brand in der Nacht vom 13. zum 14. Mai 1886 wurde die Fabrik wiederhergestellt. 1911 ging sie vor allem infolge des allgemeinen Rückgangs des Rübenzuckeranteils an der Weltproduktion ein. Die obige Südwestansicht der Zuckerfabrik Elze von 1906 läßt in der unteren F1utstraße den Briefträger K1ages erkennen.

71. Der Thüringer Theodor Roediger (1866-1937) begarm irn ehemaligen Anwesen Furtwängler (siehe Bild 43) mit einer Gelbgießerei (Armaturen aus Messing und Kupfer für Zuckerfabriken, Brauereien und Brennereien), Aus dieser Firma Roediger & Richter schied Roedigers Freund Alfred Richter, Hannover, 1900 aus. Unter gleicher Firma baute Roediger - dann seine Söhne Theodor und Werner gemeinsam bis 1943 - Waschmaschinen und Wäschemangeln. Oben sieht man im Jahre 1903 die Entstehung der Waschmaschinenbottiche aus handgefügteu Faßstäben. Von links nach rechts stehen Szczesny, Fabrikant Roediger, Hennecke, Josef Grohmann und Rudolf Heisler. Von 1952 bis zum Vernichten der Fabrik durch Großfeuer (1967) wurden vor allem Kleinmöbel fabriziert.

72. Gustav Pleißner (1852-1912), Gründer der 'Gust. Pleißner Eisengießerei Elze (Han)', konnte Ende März 1898 den ersten Abstich seines Schmelzofens vornehmen. Das Bild von 1907 zeigt 31 Mitarbeiter und Gußstücke aus eigener Erzeugung. Der 1912 in der Geschäftsleitung folgende Schwiegersohn Friedrich Röver (1883-1974) sorgte für den technischen Fortschritt des Betriebes. Er ließ vor allem Maschinenteile für die heimische Industrie gießen. Seine Söhne Hans (gestorben 1975) und Udo setzten die Entwicklung der Eisengießerei 1946 fort. Heutzutage sind rund 150 Mitarbeiter tätig. Die Gußproduktion von jährlich 6 000 Tonnen geht an Fabriken des Maschinen- und Apparatebaus, Elektromotorenfirmen und Werften zwischen Rhein und EIbe.

73. Schon im 15. Jahrhundert durften Elzer Bürger, die das Braurecht besaßen, einer nach dem anderen brauen. Das am Löwentor, westlich der Oberrnühle gelegene Brauhaus wurde durch die 'BrauSozietät' seit 1837 verpachtet und 1874 verkauft. Fast gleichzeitig betrieb Braumeister Louis Sievers im jetzigen Stammhaus der Firma Nagel ein Weißbierbrauerei. Im obigen Bild von 1923 sieht man hinten Heinrich Nagel (gestorben 1937) aus Esbeck, Nachfolger des Sievers, und vor dem mit Hartgummirädern bereiften Dixi seinen Sohn Heinrich (gestorben 1967). Diese beiden Männer sowie ihr Enkel beziehungsweise Sohn Heinz haben durch jahrzehntelange harte Arbeit die Firmengruppe Bier-Nagel und damit eines der größten Getränkeunternehmen in Europa geschaffen.

74. 1911 hatte Kaufmann Benjamin Holländer aus Aachen die Zuckerfabrik erworben. Hier entstanden 1913 die Reißspinnstoff-Fabrik Neumann & Stutz und 1914 die 'Waggonfabrik Heine & Holländer GmbH Elze (Hann)'. Heine war Ingenieur. Auf Benjamin Holländer folgte 1917 der Sohn Abraham. Nach dem Ersten Weltkrieg baute und reparierte die Firma Waggons, darunter als Besonderheiten Kühlwaggons und Kesselwagen, ferner Anhänger und Motorwagen für Straßenbahnen. Joseph Graaff (1887-1950), seit 1921 Direktor der Firma, erwarb sie 1930 und gab ihr den Namen 'Niedersächsische Waggonfabrik Joseph Graaff GmbH Elze (Han)', Das Programm umfaßte nach 1945 auch Omnibusse, Lastkraftwagen und Feuerlöschfahrzeuge. Heutzutage baut die 'Graaff KG' Schierrenund Straßenfahrzeuge, Container, Behälter und Fahrtreppen.

75. Nachdem in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts das Fahrrad weitere Verbreitung gefunden hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis daß Karl Benz 1885 als einer der ersten einen Benzinmotorwagen baute und Motorräder mit luftgekühltem Ottomotor über die Straßen fuhren. Leider hat niemand vermerkt, wann Fahrrad, Auto oder Motorrad zuerst nach Elze gekommen sind. Allerdings ist dieses Bild von 1906 ein wichtiges Dokument des neuartigen Straßenverkehrs. Vor dem Schützenhaus stehen von links nach rechts: ein Unbekannter, Dietrich Kasten, Fritz Gramann, im ersten Elzer Auto Frau Kallmeyer, Frau Gramann, August Kallmeyer und Sohn Louis, zwei Unbekannter, Hermann Kaune, August Hinnenberg als Autofahrer, Wilhelm Becker und noch ein Unbekannter.

76. Wilhelm Becker (gestorben Elze 1954), als Motorradfahrer auf dem vorhergehenden Bild, karn 1905 nach Elze und kannte sich rnit Fahrrädern und Motorrädern schon aus. 1908 besaß Becker bereits ein Adler-Auto, danach ein Brennabor-Auto. Im Ersten Weltkrieg mußte das Auto nach Berlin abgegeben werden. Nach dem Krieg gab es zunächst Holzbereifung. Oben sieht man Wilhelm Becker im Jahre 1926 vor seinem aus Chemnitz bezogenen Presto-Auto. Im Wagen sitzen Tochter Hanni (später verehelichte Ernst) und Sohn Wilhelm (geboren Rethen/Leine 1904). Im Hintergrund das Geschäft Hauptstraße 76, 1926 verlegt nach Hauptstraße 75 und 1969 nach Hamelner Straße lOA.

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