Emmerich in alten Ansichten

Emmerich in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Kleipass
Gemeente
:   Emmerich
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4575-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Emmerich in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Schon wieder ein Bildband, wird manch einer sagen doch das sei vorausgeschickt - es wurden nach Möglichkeit Bilder und Motive verwendet, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden.

Die ersten bekarmten Fotoaufnahmen aus Emmerich stammen aus dem Jahre 1874, einer Zeit, in der die gesamte politische Entwicklung begleitet ist von der Industrialisierung. Die ersten metallverarbeitenden Fabrikationsstätten entstehen, und bestehen noch heute.

Der Kulturkampf wütet, die höhere Töchterschule wird aufgelöst, doch einige Jahre später wieder eröffnet. Es geht aufwärts mit der Stadt am Rhein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird ein großer Hafen gebaut, ein Wasserwerk errichtet, Kanalisation angelegt und der Telefonverkehr eingerichtet. Die Einwohnerzahl der Stadt wächst stetig, nicht zuletzt durch die ersten Eingemeindungen zu Beginn dieses Jahrhunderts. Weitere Industrie wird angesiedelt. Eine Ölfabrik aus den Niederlanden läßt sich in Emmerich nieder. Günstig hat es sich für die Stadt ausgewirkt, verschiedenartige Industrien und Gewerbe anzusiedeln, ein Ziel, das noch heute verfolgt wird.

Im Ersten Weltkrieg wurde Emmerich Garnisonsstadt. Viele eilten zu den Fahnen und 335 kamen nicht zurück. Nach dem verlorenen Krieg übernahm für kurze Zeit der Arbeiter- und Soldatenrat das Kommando, doch schon im Dezember 1918 wird die Stadt von belgischen Truppen besetzt, die erst 1924 wieder abzogen, und erst 1925 verließ eine belgische Besatzungskommission die Stadt. War diese Zeit auch mit Einschränkungen verbunden, Zerstörungen hat es durch diesen Krieg in Emmerich nicht gegeben, dafür war die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg umso größer.

Emmerich war eine über Jahrhunderte gewachsene Stadt mit stolzen Giebelhäusern, aber auch mit verkommenen Hinterhöfen. Ob die Stadt schöner war wie heute, diese Entscheidung soll dem Betrachter dieses Buches überlassen bleiben und der jüngeren Generation soll es zeigen, wie es einmal war.

Danken möchte ich an dieser Stelle meinem Vater, der mir bei der Zusammenstellung sehr geholfen hat.

1. Emmerich am Rhein, die Stadt mit dem einzigartigen Rheinpanorama. Dieser Werbespruch galt in den zwanziger Jahren ebenso wie heute. Auf diesem Bild sehen wir von links nach rechts: die Münsterkirene (St. Martini), die Christuskirche und die Aldegundiskirche mit dem über siebzig Meter hohen Kirchturm. Reger Schiffsverkehr belebte schon damals das Bild der Stadt.

2. Das Dampffährboot 'Johann' mit Schalde. Der Personen- und Güterverkehr zwischen Emmerich und dem linksrheinischen Warbeyen wurde mit einer Fähre betrieben. Flüsse trennen eine Landschaft, doch Schiffe verbinden die Menschen von beiden Ufern, so könnte man hier sagen. Hinter dem Eimerkettenbagger ist das Guanowerk zu erkennen. Das Bild entstand um 1910, als noch zahlreiche Segelschiffe, rechts im Bild liegt eins am Ufer, den Rhein befuhren.

3. Fliegen wie ein Vogel, ein Wunsch den sicherlich auch in den dreißiger Jahren schon manch ein Emmericher hatte beim Anblick dieses Bildes. Eine Luftbildaufnahme, die deutlich die enge Verflechtung des Stadtkerns, sowie den Sicherheits- und Industriehafen zeigt. Im Hintergrund ist noch schwach der Ortsteil Leegmeer zu erkennen. Lastkähne und Güterdampfer liegen an den Steigern und warten auf die Abfertigung durch den Zoll.

4. Mit dem Bau des Emmericher Hauptpostamtes am Geistmarkt wurde 1921 begonnen. Der erste Teil wurde 1924 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Daraufhin wurde das alte Postgebäude niedergelegt und mit dem zweiten Teil des Neubaues begonnen. Im Jahre 1925 wurde das Gebäude fertiggestellt. Die Fenster der unteren Etage sind mit Gitterstäben gegen Einbruch gesichert. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich eine Wetterstation. Die hier vorhandenen Meßinstrumente wurden regelmäßig kontrolliert und die Ergebnisse dem Wetterdienst gemeldet.

5. Das Christopheltor bildete einen Durchgang von der Christophelstraße zum Rheinufer. Über dem Torbogen stand in einer Nische die etwa 2,40 Meter große eicherne Christophorusfigur. Der Legende nach war Christopherus ein Riese, der den jungen Christus auf seinen Schultern durch den Strom trug. Das Christopheltor wurde 1945 von den Alliierten gesprengt, da es ein Verkehrshindernis war. Das Standbild wurde rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Heute befindet es sich im Emmericher Rheinmuseum.

6. Das Gymnasium mit der Front zur Wollenweberstraße um 1906. Die altsprachliche höhere Schule für Knaben genoß schon in früheren Jahrhunderten weit über die Grenzen der Stadt großes Ansehen. Die Folge war, daß sehr viele auswärtige Schüler diese Schule besuchten. Ein berühmter Schüler der Stiftsschule war der spätere Kölner Ratsherr Hermann Weinsberg. Von ihm stammt eine gute Beschreibung der Stadt im Mittelalter. Das Gebäude wurde durch Bomben zerstört.

EMMERICH a. Rh.

Konvikt

7. Das Hopp'sche Konvikt an der Baustraße wurde am 9. April 1869 eröffnet und hatte eine eigene Hauskapelle. Es diente als Internat für die auswärtigen Schüler des Gymnasiums und wurde von katholischen Geistlichen geleitet. Das 1944 zerstörte Gebäude wurde in der Baustraße nicht wieder aufgebaut. Das heutige Konvikt befindet sich an der Goe belstraße.

Emmerich a. Rhein Baronie

8. Die Baronie, ein früherer Herrensitz, lag zwischen Bau- und Wallstraße. Der Zugang war von der Baustraße, etwa gegenüber der Patersteege. Mitte der dreißiger Jahre wurde das Gebäude wegen Baufälligkeit abgebrochen, da der Landeskonservator keine Möglichkeit zur Rettung sah. Eine vorher erteilte Bewilligung eines staatlichen Zuschusses für die Restaurierung wurde zurückgezogen. Die Geschichte dieses Hauses war recht wechselvoll. So wurde es schon 1794 durch das Bombardement der Franzosen beschädigt und 1831 als Cholera-Lazarett zur Verfügung gestellt. Die Besitzer wechselten häufig und zuletzt wurde es von minderbernittelten Einwohnern bewohnt.

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