Emsbüren in alten Ansichten

Emsbüren in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Schmitz
Gemeente
:   Emsbüren
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6180-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Emsbüren in alten Ansichten'

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9 Noch einmal ein Bliek auf den Ortskern van Emsbüren (urn 1910). Schon früh tritt im Zusammenhang mit dem Namen Emsbüren die Bezeichnung 'Wigbold' auf Domkapitular Schriever schreibt 1905 dazu: 'Wegen der Bedeutung des Oberhofes zu Emsbüren war schon früh der Plan aufgetaucht, Emsbüren zu einer Stadt auswachsen zu lassen ... Man steckte um das Dorf vier Pfàhle. Was innerhalb der 4 Pfähle lag, das war das Weichbilds- oder Wigboldsgebiet, oder des Wicboldes Herrlichkeit, die Anfänge des Stadtgebietes.' Wann dieses Wigboldsgebiet in Emsbüren abgestochen ist, darüber schweigt die Geschichte. Zu einer Stadt ist

aber Emsbüren nie geworden, weil es zur Anlegung einer Befestigung nicht kam. Als Wigbold tritt es schon frühzeitig auf. In einer Urkunde von ' sunte Martyns dach 1444' heißt es: 'Binnen dem

Dorpe, Wibbolde und Palen tho Büren.'

10 So sah unser Friedhof um die ]ahrhundertwende aus. In der Mitte stand das große Friedhofskreuz, auf dessen Sockel heute eine Figur des auferstandenen Christus ihren Platz gefunden har, Laut einerVerordnung Napoleons mußten die Friedhöfe aus hygienischen Gründen außerhalb der Ortschaften angelegt werden. Bis zu dieser Zeit war auch in Emsbüren der Friedhof auf dem Gelände rund um die Kirche herum angelegt und wurde schließlich 1897 gänzlich eingeebnet. An einem der beiden Sandsteinpfosten der Eingangspforte an der Ahlder Straße ist die]ahreszahl1808 eingemeißelt, das [ahr der Neuanlegung des Friedhofes.

11 Inmitten des alten Friedhofes liegt die alte Priestergruft, auf deren Urnrnauerung früher noch zusätzlich ein Zaun mit einer kleinen pforte angebracht war. Dieses Türchen war immer am Allerseelentag geöffnet. Begraben liegen hier Pastor Albert Deitering, der, 1798 in Lohne geboren, nach elf'jahren als Vikar in Emsbüren von 1833 bis 1 876 daselbst Pfarrer war, Pastor Bernhard Schröder (1888 bis 1901 in Emsbüren) und Pfarrer Dechant Keiter (1902-193 2).Auf dieser Ansicht steht die Haushälterin des Pastors Koiters, die im Volksmund 'Pastors Margretken' genannt wurde, vor dessen Grab. Im Hintergrund sind links verschwommen

Hof Schmeing und der Kirchturm abgebildet.

12 Aus dem Garten heraus wurde die Rückseite des St.Elisabeth-Krankenhauses fotografiert. 1893 vermachte die Witwe des Emsbürener Arztes Dr. Anton Bertling ihr Wohnhaus und einen Geldbetrag von achtrausend Mark der katholischen Kirchengemeinde. Hiervon sollte ein Krankenhaus gebaut werden. Nachdem 1901 zwei Thuiner Franziskanerinnen eine ambulante Krankenstation eingerichtet hatten, konnte dann 1904 mit dem Bau des Krankenhauses, wie es hier zu sehen ist, begonnen werden. In den dreißiger Iahren wurde der Altbau so verändert, wie er bis 1995 noch vorzufinden war. 1956/57 wurde ein dreistöckiger Bettentrakt ge-

baut und im Anschluß daran die vorhandene Bausubstanz gründlich renoviert. Auf dem Krankenhausgelände ist inzwischen das Elisabethhaus errichtet worden, dem der Altbau leider weichen mußte.

91 Iahre stand er an diesem Ort!

13 Das Äußere der Gastwirtschaft Evering, in dem sich neben der Gastwirtschaft noch die Wohn- und diverse Geschäftsräume für die Bàkkerei und Landwirtschaft befanden. zeigt dieses Bild aus dem Iahre 191 7. Bereits urn' 1700 wurde in dieser Hausstätte gebraut. Der damalige Besitzer hieß MeinertReining. Noch heute wird die Gastwirtschaft im Volksmund 'Meiners' genannt. Im [ahre 1837 wurde der Bäcker Paul Evering von dem kinderlosen Witwer [ohann Bernhard Möller, Höker und Besitzer des Hauses Nr. 18 (Lange Straße 24), als Erbe eingesetzt. Von dem Adoptivsohn wurde der noch besteliende Gastbetrieb begründet. Vor

den pferden steht auf dieser Fotografie Wilhelm Evering.

14 Direkt neben dem GasthofEvering stand mit einern schönen runden Torbogen das alte Wohnhaus Böse (heute Kampel) in der Lange Straße. Der Name 'Lange Straße' scheint erst in jüngerer Zeit entstanden zu sein, da er selbst in den zahlreichen Quellen des 19. [ahrhunderts noch nicht vorkommt. Die frühere Bezeichnung war 'Münsterweg' oder 'Münsterstraße', da hier die alte Verkehrsstraße nach Münster war. Belegt ist der Name bereits für das [ahr 1655, in dem der Küster Arnold Nadorff'aufm Munsterwege' geschlagen wurde. In Harmoverischer Zeit (nach 1 8 14), als Münster für Emsbüren nicht mehr die 'Hauptstadt' war

und die Straße auch nicht mehr die Bedeutung als Handelsstraße hatte, wird dieser Name mit der Zeit immer weniger verwender worden sein.

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15 Am I5.November 1929 ertönte die Brandglocke. Es war ein Feuer ausgebrochen im Hause des Gärtners TheodorVarenau in Emsbüren. Obwohl die Feuerwehr sofort eingriff, konnte das Haus nicht mehr gerettet werden. Es gelang aber, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken und die Nachbarhäuser zu schützen. Dieses Bild zeigt das alte Wohnhaus Varenau (jetzt Varenau/Oldiges) in der Lange Straße vor dem Brand im Iahre 1929. Über der Eingangstür steht auf dem Schild 'Handels-Cärtnerei/Theodor Varenau' . Vor dem Anwesen stehen rechts Frau Varenau und links der Nachbar von gegenüber: Heinrich Fróhlich.

16 Alte Ansichten der L3.-11gen Straße sind zwar häufig, dennoch kann man auf dieser Ansichtskarte, die im Ersten Weltkrieg verschickt wurde, einige Besonderheiten entdecken. Für nur wenige jahre war das heutige Hotel Möller im Besitz von Bussen (vorher Lietmeyer, siehe Abb, 1: die Ansichtskarte von 1899). Im Bereich des Kirchturms hat der Fotograf etwas gemogelt. Die Vorlage war wohl zu unscharf Daraufhin malte er viel zu kleine Fenster in den Turm, und Haus NadorfflHungehng bekam ein falsches Dach aufgesetzt. Ganz rechts zeigt sich Haus Barkeling. Eine schwere Explosion am 28. April 1945, hervorgerufen durch an der Straßenecke bei

Barkeling lagernde Munition und Benzinkanister, zerstörte das Anwesen völlig.

Emsbüren

1 7 Das alte Wohnhaus mit Tischlerei Dankelmann an der Langen Straße, heute der rechte Teil des Schuhgeschäftes Teismann, hier in einer Aufnahme aus der Zeit um 1925. Die Bezeichnung 'Lange Straße' rührt wohl daher, daß sie eine Zeitlang der am längsten bebaute Straßenzug Emsbürens war. Daher wird der Name auch erst dann entstanden sein, als dort mehr Häuser als arn Dahlhok oder am Uphok standen, beziehungsweise ehe die Bebauung an der Bahnhofstraße sie übertroffen hatte. Man darf daher das 19. [ahrhundert als Entstehungszeit für diesen Namen annehmen.

18 Die schon im iS. [ahrhundert bekannteste Gastwirtschaft in Emsbüren war die Herberge Mencke an der Straßenecke Uphok/Lange Straße. Im 18. Iahrhundert war sie eine der drei Schildwirtschaften im Wigbold Emsbüren und trug den Namen 'In den verguldten

Stern'. In diesem [ahrhundert war hier die Manufakturwarenhandlung und Schenkwirtschaft Hölscher, heute ist die Wirtschaft Westermann hier zu finden. Diese Aufnahme, auf der sich viele Personen versammelt haben - denn damals war es noch ein Ereignis, wenn der Fotografkam -, entstand um die Iahrhundertwende.

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