Emsbüren in alten Ansichten

Emsbüren in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Schmitz
Gemeente
:   Emsbüren
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6180-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Emsbüren in alten Ansichten'

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39 Zwischen 1 900 und 1902 wurde dieses Gruppenbild aufgenommen; vielleicht entstand es aus Anlaß des 25. Berufsjubiläums der beiden Lehrer Ioseph Tiesmeyer und Heinrich Büscher im Mai 1901. Identifiziert werden konnten: 1. Kaplan Ludwig Meyer (von 1900 bis 1907 in Emsbüren), 2. Lehrer [oseph Tiesmeyer (Emsbüren), 3.Vikar Gerhard Brümmer (von 1900 bis 1902 in Emsbüren), 4. Fräulein Sophie Röckener (von 1897 bis 1928 Lehrerin in Emsbüren, gestorben 1954), 5. Lehrer Heinrich Wellmann (von 1 891 bis 1930 Lehrer in Mehringen), 6. Lehrer Heinrich Büscher (von 1882 bis 1906 Lehrer in Emsbüren, gestorben 1907),

7. Lehrer August Heidkamp (von 1894 bis 1929 Lehrer in Eibergen), 8. Lehrer Heinrich Thiernann (pensionierter Lehrer in Listrup, von 1 844 bis 1900 (!) Lehrer daselbst) und 9. Lehrer Wilhelm Well-

mann (von 1900 bis 1911 Lehrer in Listrup).

40 Die 1824 erbaute Hauptlehrerwohnung in der Papenstraße (heute Henke) . wie sie um 1912 aussah, Hier wohnte Hauptlehrer Tiesmeyer von 1884 bis zu seinem Tode. Lehrer Lagemann aus Meppen schreibt in einem Nachruf auf Lehrer Tiesmeyer 1918: 'Es lag en;. eigener Zauber ûber dem schlichten Heim des Volksweisen von Emsburen. Die Räume an der Straße, der Flur nicht ausgeschlossen, waren bis an die Decke vollgestopft mit Bûchern, Kunstsachen und Antiquitäten. Aber nach der Gartenseite hin tat sich das lichte, heimelige "Haus von Bethanien" auf, wo Jas. Tiesmeyer zwischen zwei sorgenden Schwestern und einer lie-

ben alten Tante den inneren urquelligen Menschen nach außen kehrte. Dort hat mancher im Berufe vereinsamte Lehrer wieder aufatmen und die Gotteswelt lieben gelernt; vom Hügel am alten Richtho-

fe sind viele höhengerichtet wieder zu Tale gegangen:

41 Im jahre 1902 wurde der Musikzug der Feuerwehr gegründet. Der Leiter war damals Malermeister Böhmer. Er starb 1905 und Theodor Poll kam an seine Stelle. 1 9 1 9 trat er aus Altersgründen zurück. Es folgte als Leiter Bäckermeister Hermann van Lengerich, der aber bereits 1928 zu Grabe getragen werden mußte. Dann ûbernahm Seilermeister Bernhard Denker den Dirigentenstab, der ihn 1935 an den Buchbinder Heinrich Fröhlich übergab. Diese Aufnahme zeigt die Kapelle zum 50jährigenJubiläum der Feuerwehr 1936. Obere Reihe, van links: Iosef van Lengerich, Bernhard Korte, Bern-

hardTeupen, Heinrich Fröhlich, Bernhard Lohle, Heinrich Fróhlich, Bernhard van Lengerich, Heinrich Arning und Bernhard Tönnis. Untere Reihe, van links: Andreas Möller, Bernhard Teismann,

Heinrich Albers, Heinrich Bußmann und Wilhelm van Lengerich.

42 Wir schauen hier über die heutige [oseph- Tiesmeyer-Straße in die Papenstraße (in der Zeit um 1925). In dem großen Gebäude auf der linken Seite wirkte der Emsbürener Arzt Dr. med. August Thedieck (1887-1953). Heute befindet sich hier die Praxis der Heilpraktikerin Frau Kühn. Auch für die Papenstraße findet man keinen älteren Namensnachweis. Der Ausdruck scheint jedoch sehr alt zu sein, denn mit 'Papen' wurden im Spätrnittelalter und auch noch zur Zeit der Gegenreformation im Volksmund die Geistlichen bezeichnet. An der Papenstraße in Emsbüren hatten früher Pastor, Kaplan und Vikar jeweils eine eigene Hausstätte.

Es war die Straße, wo die 'Papen' wolmten.

43 Andreas Lohle und Iosef Sager (links) sind im Dahlhok in ein Gespräch verwickelt. Das war um 1930. Deutlich zu sehen ist die Kirchhofsmauer, bevor sie später nach hinten versetzt wurde. In der Bildmitte befindet sich eines der schönsten damaligen Emsbürener Häuser: Schulten/Möller. Es mußte leider dem schmucklosen Neubau der Kreissparkasse weichen. Der Fotograf selbst steht auf der im Volksmund sogenannten Kreuzstraße, dem Kreuzungspunkt der vier Straßen des alten Ortskerns. Dieser Ausdruck wurde schon im jahre 1637 verwendet, als gerichtlich gegen Hermann Hesse vorgegangen wurde, der auf der 'Creutzstraßen zu

Buhren' den Bauern Silies des Diebstahls bezichtigt hatte.

44 Haus Sager im Dahlhok (heute Schlecker). HauptlehrerTiesmeyer bringt dieses Haus in den direkten Zusammenhang mit dem 'leed van Pastor siene Koh'. In sein Notizbuch, das er immer bei sich trug, um alles, was ihm wichtig erschien, aufzuschreiben, notierte er, daß das lied hier van lukas Bernsen und vom 'Bruder vom alten Witte' verfaßt worden sei. Die 'Lügenfenne' , die im Geist wohnte, sorgte für die Verbreitung im Emsbürener Kirchspiel und Umgebung. Ein 'Auricher Schneider vom Windfeld' nahm die Melodie auf die Walze seiner Drehorgel. So kam es in die Welt hinaus. Sechs Wochen nach dern Entstehen soll es bis nach 'Pa-

ris!' gekommen sein. Seine Informationen erhielt Tiesmeyer vom verstorbenen Hanker und von Herrn Ter-

veer.

45 Vor ihrem Haus stehen auf dieser Aufnahme von etwa 1911 Mutter Veronika Denker (in derTüröffnung stehend), links Tochter Anna und rechts Tochter Veronika. Aus dem Fenster blickt deren Schwester Johanna in die Kamera des Fotografen. 1889 erwarb die Familie Denker das Anwesen von dem Färber Heinrich Kuipers. Damals begann der Handel mit einer Seilerei, später (wie auf dem Foto zu sehen) konnten im Geschäft zusätzlich Strickwaren, Wolle, Garne, pferdeleinen, Holzschuhe, usw. erworben werden. Die Hausstätte, jetzt Denker, entstand gegen Ende des 16. Iahrhunderts, als es in Emsbüren zu einem regelrechten 'Bauboom' ge-

kommen war, aus derTeilung eines Grundstückes, das vorher, für das Iahr 1573 nachgewiesen, Hermann Duesch (Duitseh) gehörte. Das Ergebnis dieser Teilung sind heute noch die Hausstätten van Lengerich und Denker.

46 Der Dahlhok 1918. Häuserfolge von links: Kuipers, Denker, van lengerich, Terveer (Sievering) und Sager. Rechts ist Haus Fröhlich erkennbar. Der Name 'Dahlhok' muß bereits zu dem Zeitpunkt geläufig gewesen sein, als die Bezeichnung 'Uphok' schon bekannt war, denn beide Namen beziehen sich aufeinander. Denkt man sich beide Straßen als einen Straßenzug, so ist der Uphok der höher gelegene Teil, während der Dahlhok sich im 'Tal' befindet. Im historischen Emsbûren war der Dahlhok die am tiefsten gelegene Straße.

47 So schön sah derVorgä.ngerbau der heutigen Kreissparkasse aus: das alte Haus Schulten/Möller um 1911. Bleibt zu wünschen, daß nicht noch mehr alte, noch erhaltene Gebäude auf nimmer Wiedersehen verschwinden werden. Zu viele ortsbildprägende Häuser sind schon unwiederbringlich verlorengegangen. Auch die Familie Schulten/Möller ist noch im Besitz alter Urkunden, so zum Beispiel der folgenden vom 3. Mai 1 72 1 : Vor dem Notar Gerhard [oseph Hasen und den Zeugen Johanne Linger und Henric Haßken erschienen Johan Schulten, Bürger des freien Wigbolds Emsbüren, und dessen Ehefrau Anna Dreeß

sowie dessen ältester Sohn Johan Berndt. Sie bekannten, van der Jungfer Anna Maria Ruekamp 50 RT geliehen zu haben, um eine Schuld an Schürmann in Rheine und Agnes von Lengerich abzutragen. Bei der Rückzahlung am 19. August 1 72 6 bezeichnet sich Johan Berndt Schulte als Organist.

48 HausHoyerum 1910. 1881 verwirklichre Hermann Hübers den offenbar schon lange gehegten Wunsch nach Errichtung eines neuen Wohn- und Geschäftshauses am Dahlhok. Für Emsbüren war ein solch repräsentatives Gebäude damals sicherlich einzigartig. August Hoyer aus Visbeek heiratete 1904 dessen Tochter Helena Elisabeth und richtere 1907 in dem Anwesen eine Manufakturwarenhandlung ein. DerVerkaufsraum erhielt zur Straße hin zwei Schaufenster und eine Einrichtung mit umlaufenden Regalen sowie einer langen, abgewinkelten Theke. Das wirkte geradezu großstädtisch. Bis zum 18. januar

1993 führte Hoyers Tochter

Franziska die Geschäfte. Nach ihrern Tode wurde das Gebäude an die Gemeinde Emsbüren verkauft. Die Ladeneinrichtung ist nun im Emslandmuseum in Lingen zu bewundern, während das Haus

zum Glück unter Denkmalschutz steht,

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