Emsbüren in alten Ansichten

Emsbüren in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Schmitz
Gemeente
:   Emsbüren
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6180-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Emsbüren in alten Ansichten'

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49 Ein bellebres Ansichtskartenmotiv war auch immer schon dieses: die Bahnhofstraße mit Bliek auf die Kirche (hier 1 914). Rechts das Kaiserliche Postamt, ganz links Haus Hoyer und vor der Kirche die Schmiede Holterhus (Blaam) und die Gasrwirtschaft Egbring (vorher Hettermann und Witte) . Gerade noch erkennt man die katholische Volksschule am Kirchplatz von deren Rückseite. Den Mittelpunkt stellt wieder die St.-Andreas-Kirche dar. Statt des ersten von Ludgerus gestifteten, wohl nur leicht gebauten Kirchleins soll zu Ende des 10. oder zu Anfang des 11. [ahrhunderts eine geräumige romanische Kirche erbaut sein. Von Anfang an

war sie dem Apostel Andreas geweiht. Im Laufe der Iahrhunderte und durch mehrere Umbauten, vor allem im vorigen [ahrhundert, entstand die Kirche in ihrer heutigen Form.

Emsbüren

Babnbofstraße

Postarnt

50 In den Alben Dr. med, Bernhard Lohmanns fand sich auch diese Fotografie, die die Bahnhofstraße um 1915 zeigt. Links steht das Haus Evering, in der Mitte wieder die St-Andreas-Kirche, daneben die alte Post aus dem jahre 1907 und rechts davon das Anwesen Nadorff (jetzt Sabel). Zwischen den Grundstücken der Häuser Evering und Hoyer befindet sich die zu dieser Zeit noch unbebaute 'Caffiers Maate'. Heute sind hier zum Beispiel das Geschäftshaus Menke, die Markt-Apotheke, Geschäftshaus Simon, Geschäftshaus Fangmeyer, die Volksbank, das Gemeindehaus und das neue Postgebäude zu finden.

51 Im Iahr 1858 gründete der Bauer Bernhard Gerhard Staelberg in Ahlde eine Ziegelei, denn immer mehr wurde damals der Mauerstein bei Bauarbeiten der Lehmbauweise vorgezogen, die jahrhundertelang für das Ausfüllen der Fachwerkwände benutzt worden war. Zunächst arbeitete Staelbergs Ziegelei noch im sogenannten Feldbrand, das heißt, die Steine wurden in der Nähe der 'Lehmkuhle' auf dem freien Feld geformt, aufgeschichtet, ringsum mit Sand und Sudden verpackt und dann gebrannt. Im Iahre 1884 errichtete Staelberg im Tal vor dem Sunderhügel den ersten Ringofen. Hieraus entwiekeite sich binnen kurzer Zeit der

Fabrikkomplex, wie er auf dem Foto abgebildet ist, Knapp einhundert [ahre belieferte die Ahlder Ziegelei die Baustellen mit Steinen. Zu Beginn der siebziger Iahre wurde zunächst der Schornstein

gesprengt und dann die Anlage abgetragen.

.5 2 Als im Iahre 192 0 wegen wachsender Kinderzahl in Ahlde eine zweiklassige Schule gebaut werden sollte, kaufte Familie Oortmann das alte Schulhaus und baute es um. Auf diesem Foto aus der Zeit um 1 91 5 ist das alte AWder Schulgebäude von 1831 abgebildet. In der Mitte steht, sich an den Baum lehnend, Lehrer Heinrich Düttmann. Er war van 1913 bis 1921 Lehrer an der Ahlder Schule.

1832 bereiste der Erzpriester und geistliche Schulinspektor Homann aus Lingen neunzehn Schulen in den Kirchspielen Schepsdorf, Emsbüren und Salzbergen. Er berichtete über Ahlde: 'Die Schule ist im

Iahre 1831 neu gebaut und zwar massiv, dabey ist auch ein Stübchen angebracht, in welchem sich der Lehrer vorbereiten kann. Er wohnt 14 Stunde von der Schule bey einem Bauern ... Sonst ist sie

geräumig und helle, liegt rnitten in der Bauerey sehr passend ... '

53 Jäger aus dem Ortsteil Ah1de nach einerTreibjagd im Iahre 1924. Nach dem Ersten Weltkrieg war es um die Iagdreviere meist nicht gut bestellt: Viele Iäger und wenig Wild! Viele Gemeinden verpachteten Mitte der zwanziger Iahre ihre Jagden für damals ansehnliche Beträge an Auswärtige, in den dreißiger [ahren setzte aber wieder eine umgekehrte Entwicklung ein, und eine Reihe von Jagden kam wieder in einheimische Hände, Nach dern Zweiten Weltkrieg und den anschließenden Besatzungen waren die Jagden wieder auf dem Tiefpunkt angelangt. Das Bundesjagdgesetz von 1952 brachte wieder eine Wende, und dank eifriger und ver-

breiteter Hegebemühungen gab es bald wieder angemessene Wildbestände. In fast allen Jagdbezirken unseres Raumes bestanden oder erfolgten die Verpachtungen an Jagdgenassen, und so ist es auch bis

heute verblieben, womit eine weitgehende Identität von Grundeigentum und Iagdnutzung gewährleistet ist.

54 Eine Woche vor der Hochzeit wurde der 'Hochtietsnöger' ausgesandt, ein Sohn oder Knecht des Hauses oder auch der Heuermann oder der Nachbar. Die Braut mußte Hut, Stock und das Zweirad schmücken. Vom Hut flattern lange, bunte Seidenbänder. Nach strengerVorschrift geht die Einladung vor sich unter dem Vortrag eines Reims. Folgende Sätze gehören zu seinem eisernen Bestande: 'Hier setz ich meinen Stab, draufhäng ich meinen Hut mld schöpf ein wenig frohen Mut. Abgesandt bin ich von Bräutigam und Braut, und sollet Ihr sie nicht kennen, so will ich sie Euch nennen: N.N. Eingeladen sind alle hier: Eltern und Kinder,

Knechte und Mägde sind nicht minder. Ihr wollt Löffel, Messer und Gabel nicht vergessen, damit wir können alle zusammen was essen: Auf dem Foto ist der Hochtietsnöger gerade aufHofTebbel,

Berge, angekommen (um 1940).

55 Da im Iahre 1977 die alten Figuren des sogenannten Iudenkasten in Berge gestohlen wurden, entschloß man sich zur Neuerrichtung einer Klause in der Nähe des alten Standortes. Dargestellt war und ist die Geißelung Christi. Wie es zu der Bezeichnung 'judenkasten' kam, ist unklar, Vielleicht wurden die dargestellten Soldaten fûr [uden gehalten. Bin besonderes Brauchtum stellt das '[udenverklappen' dar: Emsbürener Jungen ziehen mit Klappern an den Kartagen aufbestimmten Wegen durch das Dorf Dieser frühmorgendliche Weg führte sie auch zum [udenkasten, wo sie besonders laut

Iärmen und klappern. Dafür steht der Ausdruck 'Judenverkloppen' , der aber weniger ein Ausdruck des religiösen Antisemitismus ist als ein alter Brauch zur Abwehr böser Geister, wie er in germani-

schen Zeiten gehandhabt wurde. Auf dem Bild steht der alte Iudenkasten.

56 Eine alte Ansichtskarte aus EIbergen nach 1918. Vor vielen jahrhunderten haben sich die Elberger eine kleine Kirche gebaut. Sie hat den Titel 'Decollatio St. Johannes Baptistae' - Enthauptung Johamles des Täufers. Wann die Kirche gebaut wurde, läßt sich nicht mehr feststellen. Das erste Mal wird sie in einem Ablaßbrief des Papstes Benedikt XII. aus demjahre

1 338 erwähnt. Vor dem Westgiebel erhebt sich ein Turm auf quadratischem Grundriß aus Ziegeln mit Eckverzahnungen in Sandstein. Er ist gegen 1 740 vom General Schorlemmer errichtet. Unten links die alte Friedhofslinde

und rechts das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

57 Das Innere der Kirche St. [ohannes in EIbergen urn 1900. Im Iahre 1915 wird beim Bildhauer Lukas Memken aus Osnabrück ein neuer Altar in Auftrag gegeben. In der Chronik heißt es; 'Um dem Platzmangel abzuhelfen, wurde aufVorschlag des Pastors der alte Holz-BarrockAltar, der früher Seitenaltar in Emsbüren gewesen sein soll, der Gemeinde Estringen geschenkt, wo er jetzt eine Zierde der restaurierten Kapelle bildet.' Der alte Barockaltar ist auf dieser Fotografie zu erkennen. Der neue Altar ist ein neugotischer Flügelaltar, gesufter von einer Familie aus der Gemeinde. Im Iahre 1916 wurde er konsekriert und birgt die Reliquien des heili-

gen Mauritius und seiner Gefährten. Bei der feierlichen Konsekration waren zehn Geistliche anwesend.

58 Die Gastwirtschaft Klüsener in EIbergen in den dreißiger [ahren. Bereits vor der Jahrhundertwende besaß sie einen Festsaal und eine Kegelbahn. Sie war auch keine geringe Schenkwirtschaft mehr, sondern diente vielen Gästen und Durchreisenden als Gastwirtschaft. Die meisten größeren Feiern der Elberger wurden hier abgehalten, so auch die Elberger Kirmes. Noch heute befindet sich das Gebäude der Gastwirtschaft Klusener am jahrhundertealten Standort und ist schon seit über 220 [ahren im Familienbesitz. Wegen des langen Küsterdienstes in dieser Familie ist sie aber bei den Alteinge-

sessenen noch immer unter dem Namen 'Kosters' bekannt.

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