Emsbüren in alten Ansichten

Emsbüren in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Schmitz
Gemeente
:   Emsbüren
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6180-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Emsbüren in alten Ansichten'

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59 In den fünfziger [ahren entstand diese Ansichtskarte aus Engden. Neben drei Landschaftsmotiven befmdet sich auf ihr eine Abbildung der St.-Antonius-Kirche. Der Ort Engden wird erstmals im Iahre 1267 als 'Engene' erwähnt. Er gehörte mit dem benachbarten Drievorden zur Urpfarrei Schüttorf. Im Iahre 1544 ging die Grafschaft Bentheim zum lutherischen Glauben über. Engden und Drievorden blieben katholisch und gehörten seitdem zur Urpfarrei Emsbüren. Die Antoniuskapelle, bis ins 15. Iahrhundert nachweisbar, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, jedoch bald wieder aufgebaut und 1824 durch eine neue Kapelle ersetzt, Der Bau-

meister A. Steenweg aus Bentheim erbaute in den [ahren 1899 bis 1901 die jetzige Kirche im neuromanischen Stil. Heute gehört Engden zum Dekanat Bentheim.

60 Im Iahre 1929 wurde diese Ansichtskarte aus Engden auf den Weg geschickt. Sie zeigt das Innere der Kirche damals. 1899 mußte die alte Antoniuskapelle, 1824 erbaut, dem Neubau der Kirche weichen.Am 25.August 1911 wurde die Kuratie Engden vom Dekanat Lingen an das Dekanat Bentheim überwiesen. Von Ostern 1 91 5 bis zum Oktober 1926 wirkte Lehrer Heinrich Rahe aus Osnabrück segensreich in Engden. Neben seiner Chorleitertätigkeit setzte er auch seine künstlerische Begabung bei der Ausgestaltung der Kirche und der Einstudierung von Theaterstükken, wie zum Beispiel des Mysterienspiels '[ederrnann', ein.

61 Die alte Schule in Helschen im jahre 1912. Im Vordergrund stehen Lehrer Walther und die Schulkinder. Durch die Strebsamkeit des Vorstehers Colon Wilbers und durch den Einfluß des Lehrers Honnigfort wurde 1861 ein neues Schulgebäude errichtet. Lehrer Honnigfort, der 43 jahre in HeIschen wirkte, beschreibt das neue Schulhaus in genauen Einzelheiten. Das Schulzimmer hat sogar einen Lehnstuhl und vier 'Rohleaux' (Rollos) vor den Fenstern und besitzt Karten von (dem damaligen Königreich) Hannover, von Palästina, von Deutschland und Europa.

Und der Abort ist aus Ziegelsteinen erbaut. Diese Schule blieb bis in die fünfziger jahre

erhalten, wurde dann abgerissen. Das Grundstück der alten Schule in HeIschen liegt heute auf dem Gelände des Hofes Theodor Bünker.

62 Einer Ansichtskarte, die 1912 nach Den Haag in Holland verschickt wurde, ist diese Aufnahme entnomrnen. Sie liefert eine Ansicht der Schenkwirtschaft und Kolomalwarenhandlung Bernhard Nurmann (heute Gastwirtschaft Kiey) an der Hesselter Schleuse. Rechts steht ein Herr mit seinem Fahrrad. Damals mußten auch Radfahrer einen eigenen Fûhrerschein besitzen.Aus dem 'Auszug aus den Vorschriften betreffend den Radfahrverkehr' lautet zum Beispiel der §2: 'Iedes Fahrrad muß versehen sein: 1. mit einer sicher wirkenden Hemmvorrichrung: 2. mit einer helltönenden Glocke zum Abgeben von Warnungszeichen; 3. während der Dunkel-

heit und bei starkern Nebel mit einer hellbrennenden Laterne mit farblosen Gläsern, welche den Lichtschein nach vorn auf die Fahrbahn wirft,'

63 Die gleiche Postkarte von 1912 trägt auch dieses Bild von der Hesselter Schleuse. Stolz präsentieren sich die Männer auf dem Schiff. Nach vielen Vorstellungen und anhaltenden Bemühungen der märkischen Industriebarone wurde am 27. Mai 1883 der Bau des Dortmund-Ems-Kanals genehmigt. Bei Hesselte wurden beim Ausgraben des Kanalbettes einige Hünengräber zerstört. Die dabei aufgefundenen Urnen und Steinwaffen gelangten in den Besitz des Regierungsbaumeisters Furthmüller und des Arztes Dr. Conrads.

64 Noch einmal eine schöne Ansichtskarte des Verlages von Fritz Hüsig in Lingen (vgl. Abb. 1). Sie trägt den Poststempel vom 28. [anuar 1899. Der GasthofLietmeyer (oben rechts), der sich 'Zum goldenen Stern' nannte, ist derVorgängerbau der heutigen Gastwirtschaft Breloh in Leschede. Der Gasthof van Wüllen (später Bitter) diente früher als Absteigequartier an der Kreuzung der Fernstraßen von Holland über Emsbüren nach Osten und von Münster über Emsbüren nach Norden. Lange war die Familie Hettermann der Betreiber des Gasthofes. 1912 schreibt Ioseph Tiesmeyer: 'Past täglich war auf dieser Heerstraße zwischen Ems- und Münsterland

Fremdenverkehr. Wollte der 1833 verstorbene Pfarrer Baalmann von Emsbüren (dort Pfarrer von 1 783 bis 1833) aus seiner emsländisehen Heimat (Düthe, Kirchspiel Lathen) oder von sei-

nem geliebten Münster etwas gewahr werden, so besuchte er den Gasthof Hettermann zu Lesehede, wo ihm ständige Auskunft zu Gebote stand:

65 Auf dem Lescheder Hórtel stand bis zum jahr 1 906 diese Wassermühle, die sich im Kirchenbesitz befand, die sogenannte Sandmühle. Sie wurde vom Wasser eines großen Kolk.s angetrieben, der von der 'Möllenbecke' gespeist wurde. Dieser Bach hatte seinen Ursprung in verschiedenen Sumpfquellen in der Nähe des Bauernhofes Wellen, Berge ('Wellen' bedeutet Quelle). Allerdings führte der Bach dem Kolk nur so wenigWasser zu, daß die Mühle jeweils nur einen halben Tag arbeiten konnte. Dann war derTeich leergelaufen und mußte erst wieder aufgestaut werden. Nachdem die

Mühle 1906 abgebrochen worden war, trocknete der See aus. Ältere Leute erinnern sich noch daran, daß das alte Mühlenrad lange auf dem Hof Sand lag. Heute weist nur noch der Bach, der zwischen

den Höfen Sand und Beekmann verläuft, auf die alte Lescheder Wassermühle hin.

66 Die Mühle (rechts) rnit Sägemühle (links) Rothkötter im Ortsteil Leschede in einer Ansicht aus dem [ahre 1914. Bis vor einigen [ahren war der rechte Gebäudeteilnoch im Originalzustand erhalten, wurde dann jedoch durch einen Brand zerstört. Durch das große Tor der Sägemühle wurden die Baumstämme zum Sägegatter gebracht, von denen einige hier, fertig zugeschnitten, zu erkennen sind. Neben der Mühle (ganz rechts) ist ein Pferdefuhrwerk sichtbar. Vielleicht brachte gerade jemand sein Korn zum Mahlen, denn an dieser Stelle wurden die Säcke ab- und aufgeladen. Sehr gut zeigt

diese Fotografie, wie schlecht die Wege in der damaligen Zeit waren.

67 Schräg gegenüber der Mühle/Sägemühle Rothkötter steht auch heute noch das Gebäude der ehemaligen 'Pension Kötting- Tegeder' , wie sie auf einer Postkarte um 1910 bezeichnet wird. [etzt sind in dem GebäudeAsylanten untergebracht. 'Zur Pumpe' hieß die Wirtschaft noch bis vor wenigen [ahren. 1908 wurde der Kaufmann Bernhard Tegeder als erster Geschäftsführer der Viehverwertungs-Genossenschaft Ernsbüren bestellt. Von seinem Haus aus erfolgten bis zur Auflösung der Genossenschaft die Anlieferung und Verladung des Viehs per Bahn oder später auch per Lkw Bernhard Tegeder starb

1 9 1 O. Ein kleiner Schuppen links neben dem Hauptge-

bäude zeugte bis vor kurzem noch von der Raiffeisen- Viehverwertung. Hier war die Verladestation.

68 In dem heutigen Hauptgebäude derWarengenossenschaft an der Bahnhofstraße in Leschede war bis zum [ahr 1 973 die Molkerei beheimatet. Ihre Gründung geht auf das [ahr 1886 zurück, als am 3a.Juni 37 Landwirte mit ihren Unterschriften unter die Statuten das neue Unternehmen aus derTaufe hoben. Dem ersten Vorstand gehörten die Bauern Schnelling, Welling und Klüsener an. Als Betriebsgebäude erwarben Vorstand und Aufsichtsrat des neugegründeten Unternehmens eine ehemalige Margarinefabrik von den damaligen Besitzern Lietmeyer, Klüsener und von Graes. Die Erstausrûstung wurde von der Maschinenfabrik Lefeldt & Lentsch in

Bremen geliefert und kostere 4233,50 Reichsmark.Auf diesem Bild ist das erste Gebäude der Molkerei in Leschede dargestellt.

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