Engelsdorf in alten Ansichten

Engelsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt und Ursula Ackermann
Gemeente
:   Engelsdorf
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5859-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Engelsdorf in alten Ansichten'

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19. Herr Günther begarm mit der Errichtung des Doppelhauses in der Mölkauer Straße 16-18 noch im Jahre 1908. Nach Heirat zog er mit seiner Gattin Ida in die erste Etage des Hauses Nr. 16 ein. Der 1912 geborenen Tochter folgten noch zwei Söhne. Rasch vergrößerte sich das Bauunternehmen bis auf 180 Arbeiter und Angestellte. Sein Wirken beschränkte sich nicht nur auf Engelsdorf, sondern er bekam auch bedeutende Aufträge von anderen Gemeinden und der Stadt Leipzig. Die Krönung seiner Tätigkeit war der Bau des Kinderheims St. Gertrud in der Althener Straße. Bilder: Ehepaar Wilhelm und Ida Günther mit Tochter Irmgard 1913 und Wohnhaus Mölkauer Straße 16.

Eisenbahnwerkstätten der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn

20. Auf dieser alten Postkarte aus dem Jahre 1910 ist das gesamte Gebiet der Eisenbahnwerkstätten ersichtlich. Zur Abdeckung des großen Wasserbedarfs wurde der in der Mitte der Abbildung stehende Wasserturm errichtet. Links danebenbefindet sich das Verwaltungsgebäude. Es fiel einem Bombenvolltreffer zum Opfer, wie überhaupt das ganze Werk nach dem Fliegerangriff der Alhierten im April 1945 ein einziger Trümmerhaufen war. Ganz rechts erkennt man einen Teil einer Kleingartenanlage aufEisenbahngelände. Die Gasanstalt und das große Eckhaus mit dem Restaurant 'Zum Guten Tropfen' entstanden wenige Jahre nach der Eröffnung der Werkstätten,

21. An der Werkstättenstraße steht diese eindrucksvolle dreigeschossige Häuserreihe. Auch diese Wohnhäuser baute die Königlich Sächsische Staatseisenbahn für ihre Arbeiter und Angestellten. Wegen ihrer Bauweise aus roten Klinkern heißen sie im Volksmund 'die roten Häuser'. Damals gab es in dieser Siedlung viele Kinder, die einen ziemlich weiten Schulweg hatten. Die beiden letzten Häuser im Hintergrund wurden durch Bombentreffer im April 1945 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die freie Fläche wird jetzt als Parkplatz genutzt.

22. Solche Händler belebten die Straßen in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen. Besonders in Erinnerung blieb die 'Mutter Hennicker' mit ihrem Pferd Hanne. Sie kam mit ihrem Planwagen von Borsdorfund verkaufte ländliche Produkte wie Butter. Quark, Käse und Eier. In einern kleinen Käfig brachte sie auch lebendes Geflügel mit, das sie auf Wunsch an Ort und Stelle schlachtete. Wegen ihres Rheumaleidens war sie beim Besteigen ihres Gefährts immer auf fremde Hilfe angewiesen. Große Jungen waren stets bereit, sie mit einem kräftigen Schub auf ihren Bock zu hieven.

23. Prächtig stehen die neuen Häuser der Lindenstraße im Sonnenschein (oberer Bildteil). Rechts das große Eckhaus ist noch mit Balkonen ausgestattet. die inzwischen längst verschwunden sind. Das Wohnhaus links hat sein schmückendes Türmchen verloren. In der Mitte sehen wir im Vordergrund den sogenannten Gerneindeteich. Auch ihn gibt es nicht mehr. Links das große Gebäude ist die alte Pfarre. Hier hatten über zweihundert Jahre hinweg die Pfarrer von Engelsdorf ihren Wohnsitz. Daneben die Güter der Familien Paul Schumann und Sommerweiß. Unten im Bild sind die Neubauten der Kurzen Straße zu erkennen. Links am Bildrand steht das kleinere Haus mit dem Ladengeschäft der Familie Pötzsch.

24. Der Kommissionsrat Ernst Guhr hat sich um die Entwicklung von Engelsdorfverdient gemacht. Er bewohnte die wohl älteste und größte Villa des Ortes. In Würdigung seiner Verdienste trägt noch heute eine Straße in Engelsdorf seinen Namen. Die Villa wurde später vom evangelischen Kirchenamt übernommen und dient bis heute als Wohn- und Amtssitz des Pfarrers der Kirchgemeinde Engelsdorf-Hirschfeld. Die von der Schule aus aufgenommene Fotografie zeigt rechts die Villa mit dem Fachwerkgiebel und dem Türmchen, in dessen Anschluß der Park verläuft. Rechts unten auf der alten Ansichtskarte ist die neue Schule zu sehen, wie sie nur sieben Jahre bestanden hat. Sie wurde 1906 bezogen und bereits 1913 erweitert.

25. Zur Villa Guhr gehörte ein kleiner Park. Nach dem Ersten Weltkrieg ging er in den Besitz der Gemeinde über. Sie gestaltete ihn in einen Erholungspark um. Es entstanden schön gepflegte Rasenflächen, versehen mit runden Blurnenbeeten, verschlungenen Wegen und Baurngruppen, unter denen Bänke zum Ausruhen für die Bürger von Engelsdorf aufgestellt waren. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Park in Ordnung gehalten. Nach 1945 diente die Anlage dem in der Hauptstraße entstandenen Kindergarten als Spielplatz. Nur die alten Bäume erinnern noch an das einstige Schmuckstück.

26. Dieses schöne, romantische Haus ließ Herr Guhr für seine Bediensteten und seine Pferde bauen. Im hinteren Teil des Gebäudes befanden sich die Stallungen und Remisen. Im oberen Stockwerk wohnten der Kutscher und weiteres Personal. Herr Guhr ließ sich stets durch sein eigenes Pferdegespann fahren. Ernst Guhr verlor sein beträchtliches Vermögen durch die Inflation. Im Jahre 1924 wurde das Gebäude im Auftrag der Gemeinde umgebaut. Es beherbergte danach das Fürsorge- und Steueramt. Heute ist eine Kindertagesstätte der Gemeinde Engelsdorf darin untergebracht.

27. Am 15. Mai 1909 wurde im alten Gasthof zu Paunsdorf die Baugenossenschaft für Eisenbahnbedienstete in Leipzig-Engelsdorf e. G .m. b.H. gegründet. Sie war die erste ihrer Art in Sachsen. Das gesamte Baugeschehen lag in den Handen von Baumeister Günther. Es wurden fünfhundert Wohnungen, meist in den Größen von drei Räumen und Küche, errichtet. In jedem Haus gab es ein Gemeinschaftsbad. Die Mieter wurden durch Erwerb von Pflichtanteilen gleichzeitig Mitglieder der Genossenschaft. Die auf dem Foto abgebildete Häusergruppe in der Hans-Weigel-Straße ist der nördlichste Teil der Baugenossenschaft.

28. Die Querstraße ist die südliche Begrenzung der Baugenossenschaft. Rechts im Bild mündet sie in die Arthur-Winkler-Straße ein. Links stößt man nach der Kurve auf die Wasserturmstraße. Beide Straßen haben eine Besonderheit aufzuweisen: Die Häuser haben alle nur Eingänge von der Hofseite. In die Höfe gelangt man durch mehrere Einfahrten und Durchgänge. Die Wasserturmstraße galt als die sonnigste Straße von Engelsdorf, bevor die Linden fast die Dachfirsten der Häuser erreichten.

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