Engelsdorf in alten Ansichten

Engelsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt und Ursula Ackermann
Gemeente
:   Engelsdorf
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5859-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Engelsdorf in alten Ansichten'

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49. Das Kindergruppenbild zeigt die Streetballer aus dem Wohngebiet Althener Straße, Mölkauer Straße und Feldstraße mit ihren Fans im Jahre 1928. Diszipliniert wie eine richtige Elf stellen sie sich dem Fotografen. Venvegen anzuschauen auch die Kopfbedeckungen der beiden Torhüter. Erinnern sie uns doch sehr stark an den großen Stuhlfauth, dem legendären Torhüter des 1. FC Nürnberg in den zwanziger Jahren.

50. Die Zimmerleute haben auf dem Dachstuhl die Richtkrone gesetzt und sich in luftiger Höhe zum Fotografieren aufgestellt. Einer von ihnen steht frei, ohne sich festzuhalten, neben der Fahne. Das Eckhaus füllte eine Lücke von der Hauptstraße zur Feldstraße. Im Auftrag der Gemeinde Engelsdorf errichtete auch dieses Gebäude Baumeister Günther mit seiner Belegschaft. der mit dem Bauherren, dem Bürgermeister Arthur Winkier , vor dem Rohbau sehr gut zu erkennen ist.

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51. Das um das Jahr 1930 fertiggestellte Eckhaus erhielt einen lindgrünen Abputz und war auch durch seine architektonische Gestaltung ein Blickfang für alle an der Kreuzung vorübergehenden Passanten. Der Laden im Erdgeschoß wurde zur damaligen Zeit von der Familie Reinhold Preil gemietet und ist allen älteren Bürgern, vor allem durch den Verkauf von Schulbedarfsartikeln aller Art, noch gut bekannt. Rechts im Bild steht das Geschäft und Wohnhaus des Tischlermeisters Stickel und seiner Familie. Links neben Stickels Möbelhaus lugt eines der ältesten Häuser von Engelsdorf, das kleine Häuschen Feldstraße Nr. 2, hervor. Auf der linken Seite steht das Wohnhaus der Familie Helmert. Es wurde in den siebziger Jahren abgerissen.

52. Der katholischen Ordensgemeinschaft der Karrnelitinnen und deren Mutterhaus in Sittard (Holland) verdankt Engelsdorf dieses große und modeme Kinderheim. Baumeister Wilhelm Günther konnte ein passendes Grundstück in der Althener Straße anbieten. Er wurde auch mit der Bauausführung betraut. Am 18. Januar 1930 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Viele Handwerker und Bauleute fanden hier zwei Jahre lang Beschäftigung. Bereits im September 1931 war das Haus, das den Namen 'Kinderheim St. Gertrud' bekam, vollendet. Nach der Einweihung am 22. September 1931 zogen die ersten Kinder in ihre neue Heimat ein.

53. Die Frage der Schuld an diesem dramatischen Verkehrsunfall vor über sechzig Jahren liegt auf der Hand. Der Stolz der EngelsdorIer, die Straßenbahn, hatte immer Vorfahrt. Sie befand sich auf dem Wege nach Leipzig und hat den Lieferwagen für 'allerfeinste Tafelbutter Marke Kleeblume' böse zugerichtet. Der Schaffner mit seiner Umhängetasche tauscht sich gerade rnit dem Polizisten Schönherr aus, Der Zusarnmenstoß geschah auf der Kreuzung Schulstraßc, Hauptstraße , Mölkauer Straße.

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54. Christoph Arnold, Bauer und Astronom, geboren am 17. Dezember 1650 in Sommerfeld. Er widmete sich neben seinen Pflichten in der Landwirtschaft auch den Naturwissenschaften, vor allem der Astronomie. Unterstützt wurde er dabei vom Leipziger Astronom Prof. Gottfried Kisch. Er vermittelte ihm die Grundlagen und unterwies ihn in der Anwendung der astronomischen Instrumente (Fernrohr unter anderem). Mit Hilfe dieser Geräte, die er sich selbst beschaffte und auf dem Dachboden seines Hauses, dem jetzigen Hugo Hahn'schen Gut in Sommerfeld, aufstellte, gelang es ihm nach langjährigen Beobachtungen, zwei Kometen zu entdecken und am 31. Oktober 1690 den Vorübergang des Merkur vor der Sonne zu erkennen. Seine Entdeckungen und Resultate hat Amold in einigen seiner Schriften niedergelegt. Dafür wurde er vom Rat der Stadt Leipzig hoch geehrt. Sein Geburtsort brachte an seinem Haus eine Erinnerungstafel an und gab der Straße und einem zentralen Platz seinen Namen. Sein Grabstein mit lateinischer Inschrift befindet sich heute noch in der Sommerfelder Kirche. Christoph Amold wurde nur 45 Jahre alt. Er verstarb am 15. April 1695 auf seinem Gut in Sommerfeld. Die 300. Wiederkehr seines Todestages im Jahr 1995 wird Anlaß sein, seine wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiete der Astronomie zu würdigen.

55. Aus dem Jahre 1840stammt die alte Darstellung der Kirche zu Sommerfeld. An ihrer Stelle wurde 1859 ein einfacher Neubau errichtet. N ach einem nochmaligen Aus- und Umbau kann Sommerfeld mit dieser schönen Kirche aufwarten. Der schlanke Turm mit seinem Pyramidendach war schon von weitem zu erkennen. Vor der Kirche steht das Gemeindeamt. Vorher war es die Schule. Im Vordergrund postieren sich der Gemeindevorsteher mit seinen Bediensteten. Sichtbar ist noch ein kleines Waagehäuschen und links vorn das Spritzenhaus, in dem die alte Heronsballspritze untergebracht war.

56. Im Jahre 1901 wurde die bis dahin schlicht und schmucklos erbaute Kirche unter der Bauleitung des bekannten Architekten Julius Zeittig erneuert und das Innere prächtig ausgestaltet. Der Maler Richard Schulz hat den Altarraum und den Triumphbogen geschaffen. Die bereits vorhandene Holzdecke erhielt einen stilgerechten Anstrich. Die Glasmalereien der Altarfenster stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar. Beide Fenster sind Stiftungen Sommerfelder Bürger. Das Bild über dem Altar stammt von Prof. Winterstein. Eine Leipziger Firma baute eine Niederdruck-Dampfheizung ein. Die Orgel wurde restauriert, und zur Beleuchtung bei Abendgottesdiensten fand Spiritusglühlicht Verwendung.

57. Am 20. Oktober 1943 wurde die Kirche durch Brandbomben während eines Luftangriffes der Alliierten vollständig zerstört. Der Turm brannte wie eine riesige Fackel, und nach kurzer Zeit stürzten die Glocken herab. Die Menschen waren in tiefster Seele erschüttert, hatten jedoch mit ihren eigenen brennenden Höfen zu tun. Die vollen Scheunen schwelten tagelang. Das Vieh, auf die Straße und in die Gärten getrieben, schrie wegen der Brandwunden. Durch die verheerende Wucht einer Luftmine waren auch etliche Tote zu beklagen. Nach dem Wiederaufbau im Jahre 1953 stellt sich das Innere der Kirche in dieserschlichten Form dar. Die gesamte künstlerische Ausstattung, Kanzel, Altar, Orgel und Empore waren den Flammen zum Opfer gefallen.

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58. An der großen Kreuzung der Bahnhofstraße, Waidstraße und Arnoldstraße befand sich hinter dem Eckhaus des Herrn Pille am Arnoldplatz das letzte Strohdach-Wohnhaus in Sommerfeld. Idyllisch anzusehen die Giebelfront mit dem Satteldach, der dieken Strohauflage und dem kleinen Fensterchen. Bis weit in die fünfziger Jahre hinein war das Haus noch mit Stroh bedeckt. Danach wurde es rekonstruiert und erhielt ein Ziegeldach. Es ist heute noch bewohnt.

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