Engelsdorf in alten Ansichten

Engelsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Kurt und Ursula Ackermann
Gemeente
:   Engelsdorf
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5859-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Engelsdorf in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Kaum zu glauben, daß dieses alte Haus eine Gaststätte war. Es stand in der Bahnhofstraße links und kurz vor dem Bahnübergang. Ganz rechts am Rande des Fotos erkennt man den Holzaufbau der Unterführung zu den Bahnsteigen und zur Benutzung für die Fußgänger bei geschlossener Schranke. Noch bevor die Straßenbahn nach Engelsdorf geführt wurde, erfreute sich das Bahnhofsrestaurant eines regen Zuspruchs, weil jeder auf den Zug angewiesen war. Danach verzichtete man auf diese Gastwirtschaft und riß das Haus der Familie Groth Anfang der dreißiger Jahre ab. Es ist jetzt ein freier Platz und gehört zum Schwellenlager der Eisenbahn.

70. Dieser schmucke Kiosk stand Anfang der zwanziger Jahre bis weit in die fünfziger Jahre hinein am Bahnhof Engelsdorf-Ost. Er wurde bewirtschaftet von der damaligen Besitzerin, Frau Freund, die sich wegen ihres netten Wesens im Umgang mit ihrer Kundschaft in ganz Engelsdorf großer Beliebtheit erfreute. Täglich strömten Scharen von Menschen am Kiosk vorüber, die mit dem Zug zu ihrer Arbeitsstätte nach Leipzig fuhren und schnell noch ein paar Tabakwaren. Süßigkeiten und andere Dinge bei ihr kaufen konnten. Heute befindet sich an dieser Stelle und der Umgebung ein Parkplatz.

71. Mitten im Dorf, an der Leipziger Straße gelegen, war der Goldene Stern ein Mittelpunkt von festlichen Zusammenkünften bei kulturellen und gesellschaftlichen Anlässen unserer Bevölkerung. Begründer der Gaststätte war Robert Weise. Sein Nachfolger, AIbin Dietze, bewirtschaftete sie weiter und schuf sich durch aufmerksame Bedienung in sauberen, gut eingerichteten Räumen einen Gästestarnm, der besonders aus den Reihen der damals vielen Vereine hervorging. Im Sommer lud ein schattiger Kaffeegarten zum Verweilen ein und gab auch den vorüberfahrenden Pferdefuhrwerken die Möglichkeit des Ausruhens, was die beiden Futtertröge eindeutig beweisen.

ast hof zum goldener Stern

Inh. ROl). Weise ??

Te efo Borsdorf r. 9

Oruß aus Sommerfeld b. Leipzig

Garte~

72. Unweit der Gaststätte 'Zum Goldenen Stern' - an der Kreuzung Leipziger Straße und Bahnhofstraße - steht ein dreistöckiges Haus, das noch bis Mitte der zwanziger Jahre im Erdgeschoß die alte Post beherbergte. Nach dem Bau der neuen Post in der Bahnhofstraße entstand aus den verwaisten Räumen der alten Post ein Lebensmittelladen, betrieben von Frau Riedeberger. Heute befindet sich eine Blumenverkaufsstelle des Gärtnermeisters Thede drin. Auf dem Bild rechts daneben erkennen wir die in der Leipziger Straße stehende kleine Schule. Viele ältere Sommerfelder Bürger werden sich noch an deren Räumlichkeiten mit ihren eisernen Öfen, aber auch an ihre alten Lehrer Berger, Reich, Raabe, Zarn und Fräulein Streithoff erinnern, unter deren strenger Unterrichtsführung das 'ABC' des SchuJwissens vermittelt wurde. Auf dem unteren Bild blieken wir auf den Bahnübergang in der Bahnhofstraße mit der geöffneten Schranke. Davor steht der kleine Kiosk der Frau Freund.

73. Oben: An der Landstraße in Richtung Leipzig zeigt sich auf dem oberen Bild die lange Fensterreihe einer weiteren Gaststätte unseres Ortes, der 'Albertpark' . Mitte der zwanziger Jahre übernahm Georg Seidel deren Bewirtschaftung, nachdem sein Schwiegervater. Herr Engemann, sich zur Ruhe gesetzt hatte. Mit dem neuen Wirt und seinem besonderen Angebot an Tagesgerichten durch eigene Hausschlachtung erlangte die Gaststätte immer größeren Zulauf. So ward sie bald auch wegen der Möglichkeit auf der Kegelbahn im Hinterhof den Kegelsport zu betreiben - zur Stammgaststätte vieler Angehöriger von Vereinen und Freunden deftiger Speisen.

Unten: Am südlichen Ende des Dorfes, in Richtung Wurzen, entstand im Jahre 1912 die moderne Gast- und Vergnügungsstätte 'Fortuna-Palast'. Besitzer war der Gastronom Hermann Böhme, der zuvor den Böhmerwald und das Kino betrieb. Im gesamten Ensemble befand sich ein großer Saal mit einer Bühne, ein geräumiger Gastraurn, ein kleiner Veranstaltungsraum und ein Kaffee, das sich im Sommer zu einem Freisitz zum anschließenden Garten hin erweitern ließ. In den oberen Räumen gab es einige Fremdenzimmer. Ende der zwanziger Jahre übernahm die Bewirtschaftung des Hauses Herr Max Schweitzer. Mit seinem Namen verknüpfen sich noch heute viele schöne Erinnerungen an festliche Veranstaltungen der Vereine und an die wöchentlichen an jedem Freitag stattfindenden Tanzveranstaltungen. Besonders beliebt war der 'Lohntütenball'. Im Jahre 1943 wurde der Fortuna-Palast durch den Bornbenangriff auf Sommerfeld zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Engelsdorf ? Ost b. le:pzig.

Etabl. Fortuna - Palast. Btjitzer: Hermann S6hme. Fernspr. 61285

74. Im Sommer eines jeden Jahres trat auch der ATV Sommerfeld e. V. 1893 vor die Öffentlichkeit, um in einem Schauturnen darzustellen, was jeder Einzelne in seiner Riege sich in den wöchentlichen Übungsstunden an turnerischem Können erworben hatte. Gegenwärtig turnen gerade die zwei Männerriegen an den Barren, während sich die Frauen in der alten Turnhalle auf ihren Auftritt vorbereiten. Mit welch bescheidenen Mitteln die Vereine damals auskommen mußten, beweist, daß die Turnhalle vorher eine Scheune war. Sie diente auch dem SchuIturnen für die Sommerfelder Schüler und wurde im Winter durch einen großen eisernen Ofen beheizt.

75. Kurz vor der Zusammenlegung der beiden Orte Engelsdorf und Sommerfeld stellt sich der Gemeindevorstand von Sommerfeld, Herr Strödel, mit seinem Stellvertreter, Alfred Dietze , und seinen Beamten und Amtsgehilfen noch einmal der Öffentlichkeit. Links und rechts der Gruppe stehen die beiden Ortspolizisten von Sommerfeld, Kurt Füssel und Max Dittmann. Durch ihre ständigen Streifengänge trugen sie im wesentlichen dazu bei, die Ordnung und Sicherheit auf dem Territorium der Gemeinde zu gewährleisten. An der gemeinschaftlichen Sitzung der Gemeinderäte von Engelsdorf und Sommerfeld am 19. April 1923 in der Schulaula nahmen aus Anlaß der Vereinigung ihrer beiden Orte vom Gemeinderat Sommerfeld unter anderen die Herren Strödel, Gitter, Kirsten, Menzel, Schumann, Bach und Jäger teil. Sie stimmten dem Vereinigungsvorschlag am Ende knapp mit 8:7 Stimmen zu. Der Gemeinderat von Engelsdorf, unter Vorsitz des Herrn Bürgermeister Winkier , war einstimmig dafür. Der feierliche Zusammenschluß beider Gemeinden zu einem Ort Engelsdorf wurde noch in dieser Sitzung auf den 1. Juli 1923 festgelegt.

76. Mitten auf dem Dorfanger von Sommerfeld, flankiert von schmucken Bauernhäusern, entstand in der Amtszeit des Bürgermeisters Arthur WinkIer Ende der zwanziger Jahre einer der schönsten Plätze im gesamten Umkreis von Leipzig. Eindrucksvoll zeigt sich hier der Mittelteil der Anlage in seiner ganzen Schönheit. Vorn erkennt man den großen Findling, den man bei der Ausschachtung fand und an diese geschmückte Stelle plazierte. Von hier richtet sich der Bliek zur Kirche über die steile Fontaine des Springbrunnens hinweg, die an Festtagen von Scheinwerfern abends noch bunt angestrahlt wurde. Im Winter diente der Teich bei Frost den Kindern und der Jugend zum Schlittschuhlaufen. Herr Nier, ein Rentner und alter Aktiver des ATV Sommerfeld, hielt die Eisfläche ständig in Ordnung. Im Jahre 1943 wurde die Anlage bei einem Bombenangriff teilweise zerstört und nach dem Krieg der Teich mit Trümmern und Asche zugeschüttet.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek