Eningen unter Achalm in alten Ansichten

Eningen unter Achalm in alten Ansichten

Auteur
:   Reinhold Rall
Gemeente
:   Eningen unter Achalm
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3447-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eningen unter Achalm in alten Ansichten'

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69. In dem 1908 erstellten Zweigwerk der Firma Büsing & Co. fanden seither viele Eninger Frauen Arbeit und Brot. Auf diesem Foto aus dem Jahre 1912 präsentierte sich die fast ausschließlich weibliche Belegschaft dem Fotografen. Nur Buchhalter Blankenhorn (im dunklen Anzug),Meister Bizer (stehend, mit Arbeitskittel) und Karl Beek (am Spulkarren sitzend) repräsentierten das 'starke Geschlecht'. An solchen Spulkarren wurden auch noch im Industriebetrieb die Abfàlle zur Wiederverwendung aufbereitet. Fast alle dieser damals meist noch jungen Damen haben inzwischen das Zeitliche gesegnet. Der Verfasserkonnte im Winter 1978 noch zwei von ihnen als Hochbetagte ausfindig machen und interviewen.

70. Schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wurden in Reutlingen Strickwaren für Handelszwecke hergestellt. Ehe man die Strickmaschine kannte, wurden die 'Reutlinger Artikel', worunter man gestrickte Kinderjäckchen, Häubchen, Mützchen, Röckchen und so weiter verstand, ganz von Hand gefertigt und zu einem beachtlichen Teil von den Eninger Krämern auf ihrem Landhandel abgesetzt. Die im Jahr 1865 in Reutlingen gegründete Strickwarenfabrik Büsing & Co. erstellte im Jahr 1908 in Eningen am Bahnhof ein Zweigwerk. Die Aufnahme aus dem Jahr 1912 vermittelt einen Einblick in den damaligen Fabriksaal, der noch nicht die heutigen Ausmaße hatte,

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71. Dieses Bild stellt den rechten Teil einer dreiteiligen Panorarnaaufnahme Eningens aus den Vorfrühlingstagen des Jahres 1912 dar. 1908 hatte die Reutlinger Strickwarenfabrik Büsing & Co. ihr Zweigwerk beim Bahnhof erstellt. Ebenfalls 1908 war das mehrstöckige Gebäude Wengenstraße 13 in Reutlingen unter den Linden wegen Verbreiterung der Bahnlinie Plochingen-Tübingen abgebrochen und hier wieder aufgebaut worden. Im Bahnhof dampft noch die Lokomotive. Wenige Wochen später, am 24. Juli 1912, wurde das 'Büschelesbähnle' elektrifizicrt. Im Rauch der Lokomotive erkennt man noch den Brückenbogen der Leinsbachbrücke, Die Passauer'sche Hammerschmiede war aber bereits 1905 abgebrochen worden. Rechts vorne wird eben die Schillerstraße gebaut.

72. Der Mittelteil der Panoramaaufnahme von 1912 zeigt ganz rechts hinter der Güterhalle des Bahnhofs den Garten des Hotels "Iraube-Post' mit dem Pavillon, der später zu einer Kegelbahn erweitert wurde. Ganz links erkennt man den noch unverputzten Neubau des Konditors Hermann Leuze aus dem Jahr 1911 an der Eugenstraße, der darin ein Café eröffnete. Die Eugenstraße erhielt ihren Namen zu Ehren des Fabrikanten Eugen Burkhardt, der 1906 eine Villa erstellt hatte, von welcher aus diese Aufnahme gemacht wurde. Die noch jungen Bäume im Park sind heute zu mächtigen Baurnriesen herangewachsen.

73. Der linke Bildteil der Panoramaaufnahme von 1912 zeigt den Bereich der heutigen Bahnhofstraße. Unten führt der Parkweg zur Villa Burkhardt herauf, von wo aus diese Aufnahme entstand. Von der Leinsbachbrücke in der Wengenstraße kommend führte ein Fußweg dem Leinsbach entlang durch den 'hinteren Grund' geradewegs dem Sulzwiesenweg zu. Links ist der Bliek noch frei zum Spital aus dem Jahr 1848. Die Schillerschule (erbaut 1914/1915) und der Gemeindebauhof (erbaut ab 1926) fehlen noch. Rechts im Bild kommt der Kirschengartlesweg zwischen den Häusern der Burgstraße hervor und fûhrt dem Bahnhof zu,

74. Als es die Schillerstraße in ihrer heutigen Länge bis zur Hausnummer 100 noch nicht gab, stand die 1905 durch die Turngemeinde Eningen erstellte Turnhalle beim Bahnhof noch im Grünen (links). Der Bauplatz für die Turnhalle war vom Besitzer der Achalmbrauerei, Viktor Auer, dem Verein unentgeltlich überlassen worden. Der Eisgalgen der Achalmbrauerei ist ganz rechts noch sichtbar. An ihm wurde im Winter das Eis für die Kühlung des Bieres gewonnen. Das Haus Beek, Wengenstraße 18, das sich halb hinter der Turnhalle versteekt, stand vor 1907 in Reutlingen am Panoramaweg, wurde dort abgebrochen und in Eningen wieder aufgebaut.

75. Ein stark verändertes Gesicht zeigt heute dieses Haus in der Burgstraße. Hatte es einst den für Eningens Wohngebäude so typischen Treppenaufgang an der Außenfront mit der gewundenen Säule, so ist es geradezu unscheinbar und unauffällig geworden. Es ist das Haus 330, heute Burgstraße 24, und gehörte dem Buchdrucker Julius Köpke (1860-1932). Er selbst ist auf dem Bild nicht zu sehen, aber seine 1894 geborene Tochter Mina (stehend in der Mitte). Die auf dem Hoeker sitzende ältere Dame dürfte wohl deren Mutter, Frau Frida Köpke (1861-1943), sein. Dieses Foto von 1909 steht außerhalb unseres Spazierganges durch das alte Eningen zwischen 1886 und 1925. Es steht mit Absicht fast arn Schluß. In ihm entstand nähmlich eine ganze Reihe der in diesem Band gezeigten Bilder, womit posthum noch Dank und Anerkennung gesagt sei,

76. Am Zustandekommen dieses kleinen Bildbandes dürfte diese Maschine nicht ganz unbeteiligt sein. Sie stand im Druckereilokal des Buchdruckers Julius Köpke in der Burgstraße 24. Köpke druckte nicht nur das Eninger Wochenblatt, sondern verlegte auch zahlreiche Ansichtskarten, die wohl auch darauf entstanden sein dürften. Im alten Feuerversicherungsbuch wird sie 1903 wie folgt beschrieben: Eine Schnelldruckpresse, gebraucht gekauft, von der Maschinenfabrik Augsburg, 0,89/0,63er Satzgroße, mit Eisenbahnbewegung, 5 000 kg Eisen, Anschlag samt Deckenvorgelege 1 825 Mark. So hat sich dieser längst verschrottete Druckveteran bereits vor über siebzig Jahren Verdienste um diesen Bildband erworben,

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