Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten

Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1555-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten'

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29. Die Gast- und Landwirtschaft Grundkötter am Bahnhof Tönnishäuschen vor achtzig Jahren. Es war ein schlichtes Bauernhaus mit einer Gaststube. Bei schönem Wetter saß man draußen, auf einer einfachen Holzbank an einem schlichten Brettertisch. Hier kehrte man ein, um seinen Schnaps oder sein Bier zu trinken, zu Essen gab es hier noch nichts. Die Gastwirtschaft war auch zugleich Bahnschalter, denn es konnten dort auch die 'Billetts' für die 'Pengelbahn' gelöst werden. 1908 brannte das Haus ab, es wurde ein neues zweistöckiges Massivhaus errichtet.

Aufnahme: um 1900.

30. Auf unserem Gang durch das Dorf Enniger vor etwa fünfzig Jahren müssen wir feststellen, daß sich die Hauptstraße seit jener Zeit stark verändert hat. Einst standen an ihr die für die Landgemeinden typisohen Ackerbürgerhäuser. Auch das Anwesen Heukmann, heute ein moderner Damen- und Herrensalon, war früher solch ein typisohes Ackerbürgerhaus. Die Haustür mündete direkt in die Küche, links lag die Wohnstube und rechts das große Tor zur Deele. Vor den meisten Häusern stand wie hier ein Holzpfosten, an denen die Pferde angebunden wurden.

Aufnahme: um 1920.

31. Die Hauptstraße hieß früher im Volksmund 'Paderbörnske Straot'. Hier hatten sich einst mehrere Bürger aus dem Paderborner Land niedergelassen. Sie waren anfangs bei den Bauern als Schnitter in der Erntezeit tätig, wurden allmählich jedoch in Enniger heimisch. An dieser Straße liegt auch das Haus Liermann, früher Hohenfeld. Auch dieses Haus ist ein typisches Ackerbürgerhaus. Der Besitzer des Hauses auf dem Foto trägt noch die damals alltägliche Fußbekleidung: Holzschuhe.

Aufnahme: 1920.

32. Die Gastwirtschaft Austermann hat ihr Aussehen vollständig verändert. Vor fünfzig Jahren befand sich in dem Haus neben der Gastwirtschaft noch ein Manufaktur-Waren-Laden. Links sieht man noch die Tenne, auf der sonntags während der Messe die ausgespannten Pferde untergebracht wurden, Auch hier steht an der Straße ein Holzpfosten, an dem die Pferde angezurrt wurden, wenn sie samt Gefährt vor der Gastwirtschaft 'parkten'. Am Hausgiebel sieht man noch den Aufzugsbalken, an dem die Säcke mit Waren aller Art auf den Vorratsspeicher gezogen wurden.

Aufnahme: H. Fendius, Münster, 1920.

33. Bevor das Haus Fleiter an der Hauptstraße Ende des vergangenen Jahrhunderts errichtet wurde, stand an dieser Stelle die 1869/1870 gebaute Synagoge der Ennigeraner Juden. Die Synagoge wurde jedoch seit 1870 nicht mehr benutzt und 1890 abgebrochen. Die Juden, Mitte des vorigen Jahrhunderts immerhin dreiunddreißig Personen, zogen nach einem Mord, der ihnen zugeschrieben wurde, alle von Enniger fort. Das Foto zeigt wiederum ein typisohes Ackerbürgerhaus. Die Personen tragen alle Holzschuhe, auch die Frauen. Das Haus hat sein Aussehen fast ganz verandert, heute ist ein Fachgeschäft der Malerbranche in ihm untergebracht.

Aufnahme: 1920.

34. Das Dorf Enniger ernährte sich über Jahrhunderte aus der Landwirtschaft. Die ansiedelnden Handwerksbetriebe entstanden aus dem Bedarf der Landwirtschaft: Schmied, Stellmacher, Böttcher, Blaufärber, Bäcker, Schreiner und andere. Das Schankgewerbe kam hinzu, das zum großen Teil den Schnaps in eigenen Brennereicn herstellte. Ein Beispiel des Ennigeraner Handwerks stellt das Foto der Huf- und Wagenschmiede Trockel dar. Wie bereits der Name aussagt, wurden nicht nur Pferde beschlagen, sondern auch die kleineren Maschinen und Geräte für die Landwirtschaft hergestellt und repariert. Die Schmiede ist schon lange abgebrochen, eine moderne Großhalle wurde dafür errichtet.

Aufnahme: 1929.

35. Ländliche Hauptstraßen-Idylle in Enniger. Links sehen wir das Haus Schockmann, in dem sich damals die Poststelle befand. Heute ist dort die Zweigstelle der Ämtersparkasse untergebracht. Rechts liegt das Eisenwarengeschäft Trocke!. Die Firma Opel warb in jener Zeit noch nicht nur für Autos, sondern auch für Fahrräder, wie aus dem Reklameschild rechts oben zu ersehen ist. Noch brandet kein Verkehr durch die Straßen, ein Pferdefuhrwerk, ein Fahrradfahrer und einige Fußgänger sind die einzigen 'Verkehrs'-Teilnehmer.

Aufnahme: 1925.

Kircbstrasse

Ennigerlo herstrasse

36. Auch diese Aufnahme zeigt eine verträumte Derfidylle. Die Kinder konnten noch ungehindert auf der Straße spielen. Sie trugen noch allesamt die praktischen 'Holskeri' (Holzschuhe). Die Dorfstraße war mit Kopfsteinen gepflastert. Da war auch noch Platz für einen Garten mit einern Holzlattenzaun (links im Bild). Die Straße wurde inzwischen ausgebaut und der Gemüsegarten mußte einern Parkplatz weichen. Der moderne Autoverkehr forderte seinen Tribut an Gärten und Menschen.

Aufnahme: 1930.

37. Ein wichtiges Handwerk vergangener Jahrzehnte war in diesem Hause untergebracht: hier wurden die für unsere Vorfahren so wichtigen Holzschuhe, die 'Holsken', hergestellt. Auf den vorhergehenden Bildern trugen fast alle Menschen, Kinder und Erwachsene, Holzschuhe. Daher war die Holzschuhmacherei eines der wichtigsten Handwerke, wurde jedoch vielfach nur im Nebenerwerb ausgeübt. In dem hier abgebildeten Haus Beumer an der Kirchstraße befand sich die Holzschuhmacherwerkstatt links vom Eingang. Das Haus wurde 1902 abgerissen und durch einen mehrstöckigen Massivbau ersetzt,

Aufnahrne: um 1900.

38. Dieses alte Fachwerkhaus bewohnte einst die Familie Halbuer. Es wurde 1920 abgebrochen. An seiner Stelle baute Heinrich Fromme seine im weiten Um!and bekannte Pflugschmiede. Hier wurden die weltbekannte 'Fromme'-Pflüge hergestellt. Die Firma konnte im Jahre 1976 auf eine hundertjährige Firmengeschichte zurückblicken. Inzwischen ist auch diese Pflugschmiede abgebrochen, da die Firma an der Kreuzstraße einen modernen Landmaschinenbetrieb errichtete. Unsere Aufnahme zeigt das kleine Häuschen kurz vor dern Abbruch.

Aufnahme: 1919.

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