Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten

Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1555-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ennigerloh, Enniger, Ostenfelde und Westkirchen in alten Ansichten'

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39. Das Kolonialwaren-Geschäft Heinrich Struck war einst ein schmuckes Fachwerkhaus. Interessant und auffallend ist die gradlinige Gliederung der Fachwerkbalken. Die auf dem Foto abgebildeten Personen tragen, ebenso wie die auf den vorhergehenden, alle Holzschuhe. Die Straßenpflasterung aus Kopfsteinen ist hier deutlich zu erkennen. Das Haus hat sein Aussehen völlig verändert: heute steht hier ein mehrfach umgebautes, mehrstöckiges Gebäude, in dem sich im Erdgeschoß ein Kunstgewerbe-Geschäft befindet.

Aufnahme: 1928.

40. Die alte Voßbachmühle gehörte einst zum Haus Enniger. Der heutige Besitzer ist der Müller Paul Bruland. Trotz ihres recht wechselvollen Schicksals hat die Mühle bis auf geringe Ausnahmen ihr altes Aussehen bewahrt. Doch ist es fraglich, wie lange die Mühle noch an dieser Stelle stehen wird: dieses für das Dorfbild Enniger so typische Bauwerk wurde im Dorfsanierungsplan als nicht erhaltenswert eingestuft. Damit scheint das Schicksal der Mühle besiegelt zu sein, ein Schicksal, das heute leider zu viele alte Gebäude bei den 'Sanierungen' trifft.

Aufnahme: 1920.

41. Am zweiten Mittwoch eines jeden Jahres findet der Enniger Markt statt. Stets loekt dieser ländliche Markttag viele Hunderte von Besuchern nach Enniger. Der frühere Viehmarkt, besonders der Pferdernarkt, wurde durch den Besuch der Zigeuner belebt, die dem Jahrmarkttrubel eine besondere Note gaben. Anstatt des Pferdeauftriebs werden heute Traktoren und andere technische Geräte angeboten. Der bis 1595 zurückzuverfolgende Markt war stets ein Spiegelbild seiner Zeit, stets war er dem Wandel der Zeiten unterworfen. Unser Bild zeigt Zigeunerwagen vor vierzig Jahren auf dem Enniger Markt.

Aufnahme: um 1930.

42. Das Dörfchen Ostenfelde aus der Vogelperspektive vor etwa fünfzig Jahren: die Landschaft ist noch nicht durch Neubauten zersiedelt, viel Grün beherrscht das gesamte Bild. Links unten im Vordergrund steht noch das alte Pastoratsgebäude (vergleiche auch Nummer 46) inmitten des Pastoratsgartens. Deutlich zu erkennen ist links der von hohen Bäumen bestandene Margaretenplatz, der ehemalige Mittelpunkt des Dorfes. Die neue Pfarrkirche (vergleiche auch Nummer 45) im Vordergrund wird im Westen von Bäumen umsäumt.

Aufnahme: Atelier Rosenstengel, Warendorf, um 1930.

43. Südöstlich des Dorfes liegen heute noch die Trümmer der Nienburg. Die Burg wird im Jahre 1343 erstmals genannt. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer mehrmals bis der letzte Besitzer, Johann Gerhard von Droste, im Jahre 1675 gewaltsam von der Burg geführt und die Burg zerstört wurde. 1697 karn die Ruine an von Nagel auf Schloß Vornholz. Die über dreihundertjährige Burgruine liegt heute versteekt in einern Wald, die der Sage nach vorn Teufel im Teufelspütt bewacht wird. Auf dem Foto sind noch die Reste eines alten Wehrturmes zu erkennen.

Aufnahme: um 1930.

44. Eine der ältesten Burganlagen des Kreises Warendorf ist Schloß Vomholz. Sie wird 1172 erstmals urkundlich erwähnt, Erste Besitzer waren die Herren von Ostenfelde. 1656 kam die Burg an Dietrich Hermann von Nagel. Die Burg wird von zwei Gräften umgeben, Das abgebildete Herrenhaus wurde 1666 erbaut und trägt über dem barockverzierten Eingang die Wappen der Erbauer Dietrich Hermann von Nagel und Magdalena von Schilder. Der schlichte Bau mit dem abgewalmten Dach hat sein Aussehen seit unserer Aufnahme aus dem Jahre 1928 kaum verändert.

Aufnahme: Landesdenkmalamt Münster, 1928.

45. Die Vorgängerin der heutigen Kirche stand mitten im Dorf am Margaretenplatz, wo heute ein Margaretenbild den Platz schmückt. Die neue Pfarrkirche, ein neugotischer Hallenbau aus Ziegelsteinen, wurde in den Jahren 1860/1861 unter Pfarrer Andreas Altkappenberg nach den Plänen des Architekten von Manger aus Oelde gebaut. Die alte Kirche bot nicht mehr genügend Platz. Aus den Steinen der abgebrochenen alten Kirche wurden 1862 die Kapellen auf dem Dromberg und Schürenbrink gebaut. Viele Ausstattungsstücke wurden aus der alten in die neue Kirche übernommen: das Kreuzigungsgemälde, der Taufstein des 15. Jahrhunderts und einige andere Holzbildnisse und wertvolle Altargeräte,

Aufnahme: um 1930.

46. Westlich der neuen Pfarrkirche lag die alte Pastorat Ostenfeldes: ein altes, wunderschönes Fachwerkhaus lag inmitten eines alten Pfarrgartens. Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1928 zeigt das Haus in seinem vollen Glanz. Die Größe des Hauses weist darauf hin, daß früher die Pastöre ihr eigenes Vieh hielten und mit Pferd und Kutsche ihre Pfarrkinder besuchten. Daher war der hintere Teil des Hauses der pfarrherrlichen Landwirtschaft vorbehalten. Das Haus wurde leider am 20. Mai 1969 abgebrochen.

Aufnahme: Landesdenkmalamt Münster, 1928.

47. Mit der folgenden Aufnahme wollen wir einen Bliek in das Dorf vor etwa fünfzig Jahren werfen. Die hier abgebildete Straße ist die nach Oelde, die erst in den Jahren 1869 bis 1871 richtig ausgebaut wurde. Vor uns liegt ein verträumtes Sträßchen, gepflastert mit Kopfsteinen. Die einzigen Verkehrsteilnehmer sind ein Auto und eine stehende Fahrradfahrerin. Die kleinen Kötterhäuschen säumen links und rechts die Straße - insgesamt ein Bild ländlicher Idylle, die bereits wenige Jahre nach Anfertigung unserer Aufnahme vorüber war. Heute flutet über diese Straße lärmender Autoverkehr.

Aufnahme: um 1930.

48. Diese Dorfansicht aus dem Jahre 1930 zeigt ebenfalls ein ländlich verträumtes Dörfchen. Die Landwirtschaft prägte früher fast ausschließlich auch das Aussehen des Dorfes. Die Milchkanne unten rechts deutet deutlich darauf hin. Links ist das ehemalige Armenhaus zu sehen. Das erste Armenhaus wurde 1673 im unteren Teil des von Dietrich Hermann von Nagel gestifteten Schulgebäudes untergebracht. 1812 wurde Kikebuschs Kotten das neue Armenhaus. Auch diese stille Straße ist Vergangenheit. Durch die engen Gassen zwängt sich heute der Straßenverkehr, müssen Einbahnstraßen die Verkehrsflut regeln.

Aufnahme: um 1930.

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