Erbach in alten Ansichten

Erbach in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Schäfer
Gemeente
:   Erbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3065-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Erbach in alten Ansichten'

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19. Ehemals Schuhlager von Adam Nicklas, Bahnstraße 3, gegründet im Juni 1905. Zu diesem Haus wäre felgendes zu vermerken: Früher war es üblich, daß neben dem Gewerbe (hier Schusterei) Landwirtschaft betrieben wurde. So auch hier. Nun kam felgender Urnstand hinzu. Das Haus war nur 7 Meter breit und hatte auf der Seite zum Nachbar Abbé einen Zugang zu Scheuer und Stall von nur 1,50 Meter Breite. Das bedeutete, daß alle landwirtschaftlichen Produkte hinein-, Mist und Jauche durch diesen schmalen Gang hinaus geschafft werden mußten. Mist oder Heuwagen in zerlegtem Zustand. Eine hochtragende Kuh konnte den schmalen Gang nicht mehr passieren. Das Haus wurde vom Nachbar Ewald im Jahre 1957 käuflich erworben, abgerissen und wieder als Geschäftshaus aufgebaut.

20. Die ehemalige Schlosserei Ewald in der Bahnstraße. Das Haus wurde im Jahr 1957 zu einem Gasthaus umgebaut. Heute befindet sich die 'Schrnuckerstube' darin.

21. Bahnstraße 2, ehemals Schmiede in Händen der alt eingesessenen Familie Rexroth. Der Stammvater der Familie war Wenzelaus Recksroth aus Schmierfiz in Böhmen. Er kam im Dreißigjährigen Krieg als Bediensteter eines Grafen nach Erbach und verheiratete sich hier. Letzter Schmied war Leonhard Rexroth, der den Betrieb im Jahre 1939 aufgab, als er zum Wehrdienst eingezogen wurde. Der Umbau zum Geschäftshaus erfolgte 1958. Die Aufnahme wurde anläßlich des IOOjährigen Wiesenmarktes 1924 gemacht.

22. Das Haus von Mohr in der Bahnstraße, genannt "s Arnmemohrs', Der Name kommt daher, daß in früheren Zeiten aus diesem Haus die Hebamme gestellt wurde. Das Haus ist anläßlich des lOOjährigen Wiesenrnarktes 1924 geschmückt. Der Umbau zum Geschäftshaus erfolgte im Jahre 1964.

Erbach i. O. - Bah straêe

23. Die 'alt Mihlgass' (jetzt Bahnstraße) von oben (Gebrüder Volk) aus gesehen. Links im Vordergrund das Haus der alteingesessenen Töpferfamilie Müller. Im Hintergrund die riesigen Platanen des Marktplatzes. Zeit der Aufnahme um die Jahrhundertwende.

Erbach i. O. - Bahnstraêe

24. Die Bahnstraße um die Jahrhundertwende. Links im Vordergrund die alte Zentscheuer, daneben das Geschäft von Robert Gebhardt und die Wirtschaft von Hegny. Weiter oben der Eingang zum Viehhof. Zeit der Aufnahme um 1910.

25. Bliek in die obere Bahnstraße. Gerade bewegt sich der Festzug des Kriegervereinsfestes vom Bahnhof kommend durch die Straße zum Festplatz. Es ist der 21. August 1905. Links das Haus von Gebriider Volk mit dem alten Brunnen davor, daneben die alte Zentscheuer. Nach Umbau ist heute das Geschaft von Uhrig darin. Im Vordergrund der Hof des Anwesens von Landwirt Hering und rechts das Haus der Familie Heim.

26. Der alte gräfliche Viehhof in der Mühlgasse (jetzt Bahnstraße). Es waren dies Wirtschaftsgebäude des Schlosses und wie dieses im Viereek gebaut und mit einem starken Tor versehen. Sein Ursprung dürfte wohl in das 12. oder 13. Jahrhundert zurückreichen. Er wird anläßlich des Kroatenüberfalles 1622 zum erstenmal urkundlich genannt. Nach einer Beschreibung aus dem Jahre 1839 bestand er aus acht Wirtschafts- und einem Wohngebäude. Das Bild zeigt das Wohngebäude in dem der jeweilige Verwalter und später Förster mit ihren Farnilien wohnten. Der erste uns bekannte Verwalter war ein Schweizer Einwanderer namens Schäfer, der, ob seiner guten Kenntnisse in der Viehzucht, vom Grafen Franz eingesetzt wurde. Alle Gebäude wurden im Zuge der Stadtsanierung 1967 abgerissen.

27. Im Vordergrund wieder das Wohngebäude, anschließend die Gebäude (Scheunen, Stallungen, und so weiter) für die intensive Bewirtschaftung der gräflichen Ländereien. Graf Franz legte großen Wert auf die mustergültige Bewirtschaftung des Gutes, als Anregung für die Landwirte in seiner Grafschaft. Neben der Landwirtschaft wurde im 'Fischhaus' unter Leitung eines Fischmeisters Fischaufzucht betrieben. In großen Steintrögen wurde die Brut aufgezogen und dann in den drei Seen, die hinter dem Viehhof eigens dafür angelegt waren, ausgesetzt. Die Seen wurden vom Rossbächel durchflossen, im Winter geeist und das Eis in einem Keller unter einer Scheune eingelagert. Die Gebäude wurden ebenfalls im Jahre 1967 abgerissen.

28. Das Zeughaus; im Erdgeschoß waren die Kutschen und Jagdwagen untergebracht. In den beiden Stockwerken darüber lagerten die Gebrauchsgegenstände für Fischerei und Jagd. Meterlange Tücher aus Sackleinen waren dort aufgehängt, die bei der Verlappung eines Jagdbogens bei der Treibjagd auf Hochwild benötigt wurden. Der Viehhof war ein idealer Spielplatz für die Kinder der 'Mihlgasse', Frau Hofjager Angele wehrte den Kindern immer im Zeughaus zu spielen, da sie Angst hatte, eines der Kinder könnte sich in den aufgehängten Tüchern verirren und darin ersticken. Das Zeughaus wurde im Jahre 1936 zum Feuerwehrhaus der Stadt Erbach mit Schlauchturm, Wagengarage und Schulungsraum umgebaut. Auch das Zeughaus wurde, wie die übrigen Gebäude des Viehhofes, im Jahre 1967 abgerissen.

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