Erbach in alten Ansichten

Erbach in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Schäfer
Gemeente
:   Erbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3065-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Erbach in alten Ansichten'

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39. Gräfin Louise zu Erbach-Erbach ließ sich in Kaiserswerth zur Krankenschwester ausbilden. Sie eröffnete im Jahre 1851 das erste Krankenhaus in Erbach und zwar in dem von Joharm Mathäus Kiefer erbauten Haus in der Neckarstraße 11. Im Jahre 1853 wurde in das Tempelhaus im Städtel umgezogen und das Haus an die Familien Schweikert und Kiehl verkauft. Während die Familie Schweikert im Hinterhaus eine Schreinerei betrieb, unterhielt Kiehl im Nebenbau eine Huf- und Beschlagschmiede, Seine Spezialität waren Jagdwagen, die er zusammen mit dem Wagner Löb baute. Unser Bild zeigt die beiden Anwesen in der Neckarstraße um die Jahrhundertwende. Im Jahre 1977 mußten beide Gebäude einern Neubau der Firma Rowenta weichen.

40. Neckarstraße 71: Tuchfabrik, Elektrizitätswerk, Umspannanlage. Am südlichen Ausgang von Erbach liegt die Zweigstelle der HEAG (Hessische Elektrizitäts A.G. Darmstadt). Schon im Jahre 1806 betrieb dort die Firma Stoepel und Mühlberger eine Tuchfabrik. In einer Urkunde aus dieser Zeit werden sie als "Triebwerksbesitzer" bezeichnet, In den Jahren 1902/03 ging der Betrieb an die Stadt Erbach über, Mit Hilfe der vorhandenen Wasserkraft und einer stationären Lokomobil errichtete sie für den Eigenbedarf ein Elektrizitätswerk. 1928 übernahm die HEAG die gesamte Versorgungsanlage. Sie ließ die veralteten Gebäude abbrechen und zum Teil durch neue ersetzen. Unser Bild zeigt den alten Längsbau der früher der Firma Ginsberg. Offenbach und spater der Genossenschaft als Diarnantschleiferei diente. In ihm war die erste Jugendherberge untergebracht und zuletzt war es Büro und Lager der HEAG, die es durch eine neue Lagerhalle ersetzte.

41. Die ehemalige katholische Schule in der Martin-Luther-Straße. Die Genehmigung einer katholischen Schule erfolgte schon im Jahre 1838. Solang keine Schule bestand, wurden die 16 Knaben und 17 Mädchen im Anbau des Pfarrhauses in der Hauptstraße unterrichtet. Da sich die Schülerzahl bis 1874 auf 50 erhöhte, wurde ein Neubau notwendig, der 1891 im damaligen alten Weg errichtet wurde. Nach Auflösung der Schule 1922 fanden die Schüler Aufnahme in der Erbacher Stadtschule. Die Säle der alten Schule wurden den Vereinen und Verbänden zu Verfügung gestellt. Im Juli 1980 wurde der Bau abgebrochen, um einem Einkaufszentrum Platz zu machen. Die Figur des heiligen Joseph an der linken Seite der Schule, steht heute im Vorgarten der katholischen Kirche in der Hauptstraße.

42. Der alte Brunnen in der Worschtgasse (jetzt Lustgartenstraße) (von Karl Holm).

Als Brunnen steh' ich heute da, seit alter Zeit schon, Jahr fûr Jahr. Heut fiihle ich mich ganz verlassen, inmitten dieser alten Gassen!

Wenn ich noch an die Zeiten denk, wo man bei mir das Vieh getränkt und alle hier zusammen kamen, ihr Wasser all' von mir entnahmen und sicb auf den Randstein setzten, Messer, Beile, Sensen wetzten!

An Pfingsten wurde ich geputzt, heut bin verbraucht ich - abgenutzt.

Ich steh' heut da - grad wie ein Trottel, ein Huddelbumber, Lebbedottel, bin mit der Worsehtgass alt und krank,

mer misse weg - des is der Dank.

Der Brunnen wurde beim Abbruch der Häuser in der Lustgartenstraße demontiert und harrt seit dieser Zeit im Städtischen Bauhof auf seine Wiederaufstellung.

43. Im Bild sehen wir das ehemalige Haus der Metzgerei Küchler in der Hauptstraße 1. Rechts im Bild das Erbacher Brauhaus und im Hintergrund das evangelische Pfarrhaus. Links die Mümlingbrücke mit der Schräge zum Wasser, die dazu diente, die Pferde zur Tränke ftihren zu können. Um die Durchfahrt der Hauptstraße an dieser Stelle zu erweitern, wurde es abgerissen, etwas versetzt und in Fachwerk wieder aufgebaut. Der jetzige Besitzer Steibert betreibt darin ein Spielwarengeschäft.

44. Oben: Bliek von der Schloßbrücke auf die Abzweigung, links die Haupt- und rechts die Jahnstraße. In der Bildmitte das 1759 erbaute und im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gasthaus 'Zum Adler' das von der Familie Lambert betrieben wurde. Daneben das Haus von Friseur Schmidt. Beide Häuser wurden abgebrochen um der Errichtung des Treppenweges Platz zu machen. Links im Bild das ehemalige Haus der Metzgerei Küchler, das jetzt von der Familie Steibert in Fachwerk umgebaut wurde.

Unten: Unser Bild zeigt den ehemaligen Engpaß am Anfang der Hauptstraße von der Stadtmitte aus. Links die Häuser von Gernüse-Müller, das Haus von Hans Völker, der Andenken, Papier- und Schreibwaren vertrieb, und das Haus der ehemaligen Sattlerei Planz, in dem jahrelang der Fotograf Rudolffs sein Domizil aufgeschlagen hatte. Alle Häuser fielen 1967 der Stadtkernsanierung zum Opfer. Rechts im Bild sind noch Mauerreste des damals berelts abgerissenen Gasthauses 'Zum Adler' mit dem anschließenden evangelischen Pfarrhaus zu sehen.

45. Das im Jahre 1871/72 erbaute evangelische Pfarrhaus in der Hauptstraße. Es wurde in 95 Jahren von 14 Pfarrern bewohnt und wurde im November 1967 abgerissen, da es dem Verkehr weichen mußte.

46. Links im Bilde das etwa 1786 (nach Morneweg) von Hofapotheker Wider gebaute Haus. Lange Jahre betrieb er darin seine Apotheke bis es 1872 in das Eigentum der Eheleute Gg. Wilhelm Volk überging. Im Jahre 1900 übernahm es Joh. Gg. Volk, der eine mechanische Werkstätte darin einrichtete. Rechts im Bild das wahrscheinlich ebenso alte Haus von Gottwald, später Planz, Das darin betriebene Handwerk war Sattlerei und Polsterei und konnte im Jahre 1952 sein 225jähriges Bestehen feiern. Beide Häuser mußten der Verkehrsplanung weichen und wurden 1967 abgerissen.

47. Nachdem durch Kriegseinwirkung das Gemeindehaus in der Jahnstraße verlustig ging, mußte man für einen Ersatz sorgen, Im Jahre 1949 baute man die hinter dem evangelischen Pfarrhaus liegende Scheuer ("s Heubödel') dazu urn. Es wurde, wie das Pfarrhaus, im Jahre 1967 abgerissen. Das Bild ist eine Reproduktion eines Gemäldes von Baurat Kessel.

48. Vom 'Pfarrgässel' schreibt Archivrat Morneweg in seinem Führer durch Erbach: Ein uraltes malerisches Haus im Vordergrund, in der Nähe der Hauptstrasse, ist das sagenumwobene Pfeifershaus, in welchem, wie die Erbacher wähnen, einst Luther und Gustav Adolf gewohnt haben sollen. Man erzählt sich noch, daß die Soldaten Gustav Adolfs sehr anspruchslos gewesen seien und auf Stroh geschlafen hätten. Das Haus wurde von der Familie Schuck erworben, in den zwanziger Jahren abgerissen und als Geschäftshaus neu aufgebaut.

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