Erlangen in alten Ansichten Band 1

Erlangen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Fröba
Gemeente
:   Erlangen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3339-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Erlangen in alten Ansichten Band 1'

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29. Die im Jugendstil 1910-1913 erbaute Universitätsbibliothek steht auf dem Grund der ehemaligen Reifbrauerei und des Ringel'schen Anwesens. Zu den wertvollsten Beständen der Bibliothek gehören etwa 2 000 mittelalterliche Handschriften, die gleiche Zahl von Inkunabeln und eine der kostbarsten Sammlungen von Handzeichnungen in Deutschland. Die berühmtesten Selbstbildnisse Albrecht Dürers und Matthias Grünewalds (1492) sind zwei beredte Zeugnisse für einen unerschöpflichen Reichtum an Kunstwerken, die sich in diesem Haus befinden.

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Erlangen, Zu den Felsenkelle r n.

30. Zu den Felsenkellern (Bayreuther Straße) heißt der Weg, der über die Essenbacherbrücke zum Altstädter Berg hinauf führt. Die Chronik von 1774 berichtet hierüber: Die hiesigen Weinberge sind vor dem Bayreuther Tore, auf den sogenannten Burgberge. welcher der Stadt auf mancherley Weise nutzet. Am Fusse desselben sind dreyzehn schone Felsenkeller, über welchen angenehme Lusthàuser stehen. In diesen Kellem verwahren die hiesigen Bierbräuer ihre Biere, und kann man diesselben von daraus den Sommer hindurch immer frisch haben. Es können ûber 30 000 Eimer dahin gelegt werden. Weit und breit wird man hier zu Lande dergleichen Keller nicht finden. als in Erlangen.

31. Unmittelbar vor der Haustür liegt das 1961 von der Stadt erworbene Schloß Atzelsberg, ein alter romantischer Adelssitz und Zentrum eines Erholungsgebietes. Reizvolle Pilaster flankleren das Portal, zu dem man nur über eine schmale Steinbrücke gelangt. Auf kräftigen Pfeilern ruht die weiße Decke der Eingangshalle, von der sich das Treppenhaus zu den oberen Räumlichkeiten schwingt. Dort ernpfängt den Besucher die wohltuende Atmosphäre längst verklungener Zeiten.

32. Im Schloßgarten steht das 1860-1863 erbaute Anatomiegebäude, in welchem erstmals im Wintersemester 1863/64 Vorlesungen abgehalten wurden. Von 1897 bis 1902 diente das Gebäude vorübergehend als Unterkunft für das Pharmazeutische Institut, des Laboratoriums für angewandte Chemie und der damit verbundenen Nahrungsmitteluntersuchungsanstalt. Im Jahre 1903 ließ sich dort schließlich das Physiologische Institut der Universität nieder.

33. Schnurgerade durchzieht die Nürnbergerstraße das Stadtgebiet in Richtung Süden, Mit der Industrialisierung und der ständig steigenden Bevölkerungszahl entstanden zwischen 1850 und 1900 neue Hauserzeilen entlang dieser Straße. Das Foto macht Erlangens Charakter einer überschaubaren Mittelstadt um die Jahrhundertwende gut sichtbar.

34. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es mindestens zwanzig Brauereien in der Stadt. Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts führte Erlangen gut dreimal soviel Bier aus wie die traditionsreichen Braustätten München, Nürnberg oder Kulmbach. Dem Erlanger Gerstensaft wurde nicht nur in Preußen, Norddeutschland oder Sachsen, sondern sogar in Nordamerika und England gehuldigt. Die Brauerei Kitzmann (1712 gegründet), heute die einzige Privatbrauerei, setzt die historische Brautradition Erlangens fort. Seinen Gerstensaft konnte sich damals jeder Durstige gleich selbst im Straßenausschank der Brauerei mit dem Krug nach Hause holen.

35. Die Straßen der 1686 erbauten Neustadt Christian Erlang ordnete man rechtwinklig um zwei Plätze (Schloß- und Hugenottenplatz) an und bebaute sie mit zweigeschossigen Häusern. Etwas Belebung fand das einheitliche Stadtbild durch die sogenannten Richthäuser, die mit Mansardengiebeln ausgestattet und an den Platzeeken erbaut waren. Auf dem Bild sehen wir ein typisches Richthaus an der Ecke Marktplatzl Hauptstraße (Haus Nr. 33).

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36. Das architektonische Schwergewicht von 'Neu Erlang' lag zunächst bei der calvinistisch strengen Hugenottenkirche (erbaut 1686). Die Eigenart des zentralisierten Saalbaus, 'temple' genannt, kommt im ovalen, von Emporen umzogenen Predigtraum zum Ausdruck. Erst 1736 fügte man einen haupengeschmückten Turm als Stadtwahrzeichen hinzu. In dieser Kirche steht die älteste Barockorgel Nordbayerns. Noch bis zum Sommer 1822 sind in dem französisch-reformierten Gotteshaus die Predigten in französischer Sprache abgehalten worden.

37. Beyde Städte (Altstadt und Neustadt Erlangen) zusammen haben sieben Thore, nämlich das Bayreuther, Steglttzhofer, Buckenhofer, Nûmberger, Brückner, Gerber und Martinsbûhler Thor. Das erste liegt nacn Norden, und ist ehedessen auch das untere, ingleichen, in älteren Zeiten, das Bamberger Thor genennet worden. Die zwey darauffolgenden liegen nach Osten, das vierte nach Süden und die drey letzten nach Westen. Diese ausführliche Beschreibung hat uns der Chronist Johann Pau! Reinhard aus dem 18. Jahrhundert überliefert. Im Bild das Nürnberger Tor, welches am 16. April 1945 beim Einmarsch der amerikanischen Truppen als Verkehrshindernis abgetragen wurde, um bessere Durchfahrtsmöglichkeiten für die Panzer zu schaffen.

38. Noch einmal das 1717-1738 erbaute Nürnberger Tor aus der Nähe mit Bliek in Richtung Hauptstraße. Das Haus, in dem die Volksbank der Bevölkerung jahrelang ihre Schalterdienste anbot, steht längst nicht mehr.

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