Erlangen in alten Ansichten Band 1

Erlangen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Fröba
Gemeente
:   Erlangen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3339-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Erlangen in alten Ansichten Band 1'

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49. Anstelle des abgebrochenen Altenstein'schen Palais wird 1843/44 das Bahnhofsgebäude erstellt. Schon am 1. Oktober 1844 rollte der erste Zug aus Nürnberg kommend in Erlangen ein. Der Jubel der Bevölkerung war groß. Das Eisenbahntunnel,das durch den Burgberg führt und 340 Meter lang ist stellt die Verbindung nach Barnberg her. Es ist dat älteste Tunnel Bayerns, erbaut 1841-1844.

50. Um die Jahrhundertwende herrschte auf dem Erlanger Bahnhof ein reger Güterverkehr, wie dieses Bild zu erkennen gibt. Die Züge befuhren die Strecken nach Herzogenaurach, Neunkirchen, Nürnberg und Barnberg manchmal so langsam, daß man während der Fahrt sogar auf- und abspringen konnte.

Erlangen - Iiaupisttosse

51. Wax das eine gemütliche Zeit! Man konnte noch ohne Hast und Eile durch die Stadt spazieren. Das Foto präsentiert die Hauptstraße in ihrer fast vollen Länge. Rechts, das Haus mit den beiden Sehornsteinen ist die Henniger Reifbrauerei (gegründet 1690), Erlangens größte Braustätte mit dem 861 Metern langen Felsenkelier am Burgberg. Im Hintergrund ragt die Silhouette der Neustädter und der evangelisch-reformierten Kirche in den Himmel.

52. Am 27. September 1871 starb in Erlangen ein Mann, der Vorbild für seine Mitmenschen war. Gemeint ist Professor Dr. med. Jakob Herz, Jude, und seit 11. April1867 Ehrenbürger der Stadt Elangen. Wodurch oder womit hat sich Herz verdient gemacht? Ganz einfach! Herz war ein Fanatiker der Wohltätigkeit. Mittellose und Kranke behandelte der große Kliniker nicht nur umsonst, schrieb überhaupt keine Rechnung, sondern trug ihnen sogar noch Lebensmittel, Wein und Kleider ins Haus, gab ihnen Geld. Er selber lebte völlig anspruchslos. Bei seiner ständig offenen Hand geriet Professor Herz bald in finanzielle Schwierigkeiten, so daß er immer etwas im Leihhaus versetzen mußte. Seine geliebte Taschenuhr konnte er allerdings nicht mehr auslösen, Mit den Worten 'Das Leben verfliegt, Gott sei Dank', gab dieser feinf1ihlige Mensch im Alter von nur 55 Jahren seinen Geist auf.

53. Die Stadt Erlangen widmete ihrem verdienstvollen Mitbürger Jakob Herz (geb. 1816 in Bayreuth), Professor für Anatomie und Chirurgie an der hiesigen Universität, ein von Caspar von Zumbusch entworfenes Denkmal am Luitpoldplatz (rechts im Bild), das von den Nationalsozialisten am 15. September 1933 zerstört wurde, In der Bildmitte erhebt sich stolz der Turm der evangelisch-lutherischen Neustädter Kirche. Links noch einmal die Luitpoldschule.

54. Ach ja, so sah die Paulistraße anno 1913 aus! Vorne am Eek steht das Bezirksamt, In der Mitte sehen wir noch die alte 1738 errichtete Schmiede kurz vor ihrem Abbruch und im dritten Haus befindet sich eine Lohnkutscherei mit Gastwirtschaft, wo man -Fuhrwerke oder schmucke Chaisen mieten konnte.

55. Fast wie ein Fürstenschloß sieht für den Betrachter die in den Jahren 1890-1893 erbaute Augenklinik der A1ma mater Erlangensis aus. Die Anfänge der Ophthalmologie gehen an der Universität bis ins Jahr 1827 zurück, wo vom 'chirurgischen und Augenkranken-Clinicum' die Rede ist. 1874 wurde mit Professor Julius von Michel der erste Ordinarius für Augenheilkunde nach Erlangen berufen.

56. In unmittelbarer Nähe der Augenklinik steht die Frauenklinik (Universitätsstraße 21-23). Vorne der 1876/77 erbaute Schröder'sche Bau, benannt nach Karl Schröder, seit 1870 Chef der Frauenklinik. Ein weiterer Bau, der Geßner'sche Bau, wurde 1901 bis 1902 errichtet. AdolfGeßner wirkte von 1897 bis 1903 an der Klinik und war seit 1901 deren Direktor.

57. Und schon wieder feierte man in der Hugenottenstadt! Hier die akademische Feier am 9. Mai 1905 auf dem Schloßplatz zu Friedrich Schillers 100. Todestag, Studenten führen aus diesem Anlaß im Theater 'Wilhelm Tell' auf. Umgeben von einer Menschenschar, thront hoch erhaben auf dem Postament der Gründer der Universität (1743), MarkgrafFriedrich von Bayreuth, der in erster Ehe mit Wilhelmine, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, verehelicht war.

58. Zum Erholen und Spazierengehen wurde im vorigen Jahrhundert die 'Rivièra' angelegt, deren Weg von Föhrenbäumen und Eichenlaub gesäumt wird. Ruhebänke wurden aufgestellt, neue Grünflächen angelegt und der Fußweg befestigt. Den Ausbau der Anlage haben wir dem Erlanger Bürstenfabrikanten Emil Kränzlein (geb. 1850, gest, 1936) zu verdanken, der dies durch eine großzügige Spende ermöglichte. Kränzlein, auch 'Königlich-Bayerischer Geheimer Kommerzienrat', leitete von 1903 bis 1924 die Geschicke des Industrie- und Handelsgremiums Erlangen.

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