Erlangen in alten Ansichten Band 1

Erlangen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Fröba
Gemeente
:   Erlangen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3339-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Erlangen in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

59. Die im Stadtosten gelegene Schillerstraße war eine der wichtigsten Straßen im sogenannten Jugendstil. Hier besaßen vornehme Familien ihre Villen. Als um 1902 diese Aufnahme entstand, war noch nicht einmal die Straße gepflastert. Die Häuser lagen weit vom Stadtzentrum entfernt und man mußte schon motorisiert sein oder zumindest über ein Fahrrad verfügen, wollte man schnell einmal in die Stadt, um Einkäufe oder sonstige Erledigungen zu verrichten.

trio nge n. S'-eg.ilz.hoferstrasse.

60. In dem Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg wurde auch die nach Osten aus der Stadt führende Sieglitzhoferstraße, später in Hindenburgstraße umgetauft, mit hochherrschaftlichen Häusern bebaut. Gleich im ersten Haus, an der Ecke zur Palmstraße - die Erlanger sagen Biegelsberg - befand sich die Gastwirtschaft Biegelei sowie eine Lederhandschuhfabrik. Irn vierten Haus (Hindenburgstraße 8) bezog die 1873 neu begründete Augenklinik ihr erstes Quartier.

61. Die Dreifaltigkeitskirche in der Altstadt wurde 1709-1721 von Gottfried von Gedeler erbaut; es ist eine Saalkirche mit Kanzelaltar. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der in die Fassade eingefügte Turm mit geschwungener Haupe. Der aus Muschelkalk von dem Nürnberger Bildhauer Georg Leistner geschaftene Löwe für das Kriegerdenkmal thront erhaben über dem Martin-Luther-Platz,

..-.....:."

c rlançen. .Euitpoidstrosse.

62. Es war eine ruhige Zeit, als es um die Jahrhundertwende auf den Straßen Erlangens noch keine rollenden Blechlawinen gab. Pferde- und Ochsenfuhrwerke beherrschten die Straßenszene. Glücklich schätzte sich damals jener Zeitgenosse, der ein Fahrrad sein Eigen nennen konnte. Hier eine Ansicht der Luitpoldstraße nach Osten zu. Die Brauerei Kitzmann fuhr noch ihr Bier mit dem Pferdefuhrwerk aus.

63. Vorn Kirchturm der evangelisch-reformierten Kirche arn Hugenottenplatz wurde diese inzwischen historisch gewordene Aufnahme geschossen. Die Gebäude in der Bildmitte stehen nämlich längst nicht mehr, Im Vordergrund die Luitpoldschule. Dahinter, gleich an der Universitätsstraße, die links verläuft, stand die Reifbrauerei. Rechts die Untere Karlstraße mit dem Ringel'schen Anwesen. Am 14. März 1911 wurde auf dem freigewordenen Gelände der Grundstein für den Neubau der Universitätsbibliothek gelegt.

64. Unweit des Saumarktes zeigt die Kirchenstraße ein romantisches Gesicht, So waren viele Straßen in der Altstadt gepflastert. Die Altstädter Kirche beherrscht das Panorama. Am Haus Kirchenstraße Nr. 2 hängt das Wappen der seit dem 18. Jahrhundert bestehenden Weinhandlung Kach.

65. Die Neustädter Kirche, 1724 bis 1737 erbaut, vermutlich von dem Erlanger Baumeister Johann Georg Kannhäuser, Die Deckengemälde stammen von den Brüdern Leimberger. Faszinierend ist der im Schiff stehende Kanzelaltar des Bildhauers Martin Mender aus dem Jahr 1744. Die Komposition von Optik und Akustik in der Neustädter Kirche kann als Spitzenleistung des protestantischen Barock gewertet werden. Rechts ein typischer Erlanger Straßendurchblick: Von der Halbmondstraße aus sieht man den mächtigen sechzig Meter hohen Turm der Neustädter Kirche über die Dächer Erlangens hinaufragen.

66. Fast an jeder Straßenecke stand ein Gasthans. Hier sehen wir an der Kreuzug Goethe-/lnnere Bruckerstraße gleich zwei Wirtshäuser, Links das Gasthaus 'Zum goldenen Mond', gegenüber das Gasthaus 'Zum goldenen Rindsfuß' (die Erlanger pflegten 'Rindsviehsla' zu sagen). Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1898, da gab es im Stadtgebiet inzwischen rund einhundert Wirtshäuser.

67. Irn 19. Jahrhundert wurde das Bild Erlangens hauptsächlich von der Universität und seiner Studenten geprägt. Die Herren Studiosus organisierten sich in Verbindungen, Corps und Landsmannschaften, trugen Farben, schlugen Mensuren, feierten gerne, so zum Beispiel ihre Stiftungsfeste. Auf dem Bild sehen wir den Umzug zum 50. Stiftungsfest der 1849 gegründeten Burschenschaft Germania.

68. Das Panorama der Stadt aus dem Jahre 1898 vom Burgberg über die Gärten der Vorstadt Essenbach aus gesehen. Die schon im Laufe des 18. Jahrhunderts kräftig sich entwickelnde Industrie erhält neuen Aufschwung durch den Bau des alten 1844 vollendeten Kanals. Erlangen behielt zunächst seinen Charakter im wesentlichen bei; erst in der Gründerzeit nach dem deutsch-französischen Krieg bahnte sich eine energische Ausdehnung des Stadtgebietes durch die 'wilhelminischen' Viertel vorwiegend im Süden und Osten mit Wachstumsspitzen entlang der Ausfallstraßen an.

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek