Erlangen in alten Ansichten Band 1

Erlangen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Fröba
Gemeente
:   Erlangen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3339-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Erlangen in alten Ansichten Band 1'

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79. In dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts und am Beginn unseres Jahrhunderts entstanden im Stadtbereich zahlreiche Universitätsbauten, Institute und Kliniken. Dadurch erhielt Erlangen ein völlig neues Gesicht. Das Pathologische Institut, das seit 1903 der Lehre und Forschung auf medizinischem Gebiet dient, steht an der Stelle der abgebrochenen, 1854 erbauten Entbindungsanstalt in der Krankenhausstraße.

80. Mit den Wachstumsphasen der Stadt wurden um 1930 neue Straßen angelegt, bestehende modernisiert oder verbreitert, Ein regelmäßiger Omnibus-Linienverkehr mit dem zwanzig Kilometer entfernten Nürnberg wurde am 23. November 1925 aufgenommen. Die Busse der Städtischen Werke Nürnberg verkehrten halbstündlich vom Hugenottenplatz und nahmen ihre Route über die Äußere Bruckerstraße (Bild) nach Bruck und Eltersdorf in Richtung Noris. Rechts steht das Gebäude der Erlanger Stadtwerke. In der Bildmitte die Eisenbahnunterführung der Bahnlinie München-Berlin.

Gruss ..

81. So sah das damals aus, unser Altstadtviertel an der Schwabach, verträumt-romantisch, ja geradezu ein ländliches Idyll bot sich um 1880 dem Besucher, wenn er die Stadt von Norden kommend betrat. Das Haus neben der Straße gehörte im 18. Jahrhundert der Stadtfischerfamilie Rudel, die an den nach ihnen benannten Rudelsweihern hinter dem Burgberg Fischzucht betrieben. Der Flußlauf der Schwabach war um diese Zeit noch nicht reguliert. Bei starken Regenfällen gab es oft Hochwasser, was zur Folge hatte, daß die Bewohner des Ortsteiles Essenbach die Altstadt nicht betreten konnten. So war es zum Beispiel am 10. August 1870, als das Wasser 130 Zentimeter über der Straße stand und den dort wohnenden Menschen sogar durch die Fenster lief.

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82. Als am 7. Dezember 1835 die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth eröffnet worden war und die Industrie in diesen beiden Städten dadurch einen neuen Auftrieb erhielt, wollte man sich natürlich auch in Erlangen dem technischen Fortschritt anpassen. Es war der 25. August 1844, wo unter dem allgemeinen Jubel der Bevölkerung die feierliche Eröffnung der weiteren Strecke von Fürth nach Erlangen und Bamberg stattfand. Auf dem Bild kommt gerade eine Dampflokomotive aus dem Burgbergtunnel.

83. Im Jahre 1888 im Bild festgehalten: Der Bahnhof von der Innenseite. Geduldig warten die Fahrgäste auf das Dampfroß am Bahnsteig eins, das sie in annähernd einer Stunde Fahrzeit nach Bamberg bringen wird. Die Züge fuhren im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts lediglich dreimal am Tag. Schwarzfahren war fast unrnöglich. Der Bahnsteig konnte erst kurz vor Abfahrt eines Zuges betreten werden. Die Waggons waren in drei Klassen geteilt. In der ersten Kategorie saßen nur Reisende mit dieken Portemonnaie. Der Mittelschicht, den Beamten, Angestellten oder Studenten blieb die zweite Klasse vorbehalten und in der dritten Klasse, das waren gelegentlich unbeheizte Wagen mit schlichten Holzbänken, mußten einfache Leute wie Arbeiter oder Tagelöhner Platz nehmen.

84. Die Wasserräder (Schöpfräder) geben dem Regnitztal zwischen Erlangen und Baiersdorf ein besonderes Gepräge. In Ihrer Anwendung zur Bewässerung der Wiesen stammen sie bereits aus der Zeit der Kreuzzüge. Der Stadtchronist schreibt 1774 darüber, das sich ... in hiesiger Gegend 24 Räder bewegen, an denen Eimer befestigt sind, das Wasser aus dem Fluße schopfen und damit einige Hundert Morgen Landes wässem. Das Wasser ergießt sich aus den Eimem in die hölzerne Rinne, aus welcher es in die Wiesen fließet und die Besitzer das Jahr dreymal mähen können.

85. Mit der Gründung des Rudervereins Erlangen wurde am 13. Juni 1911 eine Gemeinschaft geschaffen, um der Erlanger BevölkerungGelegenheit zum Bootsfahren zu geben. Im August des gleichen Jahres trat der junge Club mit einem nächtlichen Progapandarudern auf der Regnitz erstmals an die Öffentlichkeit. Die mit Lampions geschmückten Boote fuhren unter den Klängen einer Musikkapelle Reigen, bengalisches Feuer und ein Feuerwerk brannten ab. Auf die Ankündigung in den Tageszeitungen hin hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden, so daß der Verein bis Ende 1920 rund 200 Mitglieder zählte, Schon 1912 herrschte auf der Regnitz und dem Ludwig-Donau-Main-Kanal ein reges Ruderleben. Das erste Bootshaus lag damals noch an der Dechsendorfer Brücke.

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86. Einstmals war die Bruckerstraße beiderseits mit Alleebäumen bestanden und überquerte in Höhe der Baumwollspinnerei den Röthelheimbach, der bis zur Eingemeindung des Marktes Bruck im Jahre 1924 in die Stadt Erlangen die Grenze zwischen den beiden Kommunen bildete. Die Peter-und-PaulsKirche geht auf das 10./11. Jahrhundert zurück; sie war sicherlich eine Wehrkirche. Davon zeugen der Turm mit den sogenannten 'Pfefferbüchsen' und die Friedhofsmauer. Der Hauptaltar wurde von einem Meister Jorg aus Nürnberg um 1500 gefertigt, Die Brucker Einwohner haben den Scherznamen 'Gaßhenker', ein Ausdruck, über dessen Herkunft bisher keine Legende bekannt geworden ist,

87. Das waren halt noch Zeiten, als auf der Bergkirchweih 1910 ein Liter Bier mit Musik 30 Pfennig kostete! Zu allen Zeiten war und ist die 'Berchkerwa' ein gern besuchtes Volksfest, In einem Zeitungsartikel vom Jahre 1921 wird berichtet: Die Bergkirchweih zog bei strahlendem Wetter wieder viele Auswärtige an. Die Eisenbahn beförderte an den drei Pfingsttagen 20687 Personen zum Fest und 24151 wieder zurück. Die Zahl der Festbesucher mit Kraftwagen, Fahrrädern, Stellwägen und zu Fuß erreichte nach dem Polizeibericht mindestens die gleiche Höhe. Die Polizei- oder Sperrstunde war vor etwa einhundert Jahren abends um neun Uhr und bald danach verließen auch die letzten Züge Erlangen. Die Nachtschwärmerei war damals noch nicht Mode.

88. Äcker, Wiesen und Weiden prägten um das Jahr 1930 das Bild des Brucker Angers zwischen Erlangen und Bruck, Nur aus der Ferne grüßt links ein Fabrikgebäude. Rechts steht ein Sch1eusenwärterhaus der Kanalschleuse 85. Im Vordergrund das ausgetrocknete Kanalbett des Ludwig-DonauMain-Kanals. Hier fuhren einst bis zu 100 Tonnen schwere Lastkähne, die von Pferden auf den daneben befindlichen Treidelpfaden gezogen wurden.

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