Erp in alten Ansichten Band 2

Erp in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Rainer Strätz
Gemeente
:   Erp
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6292-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Erp in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Heimatgeschichte ist eine besonders naheliegende und deshalb reizvolle Geschichte.Viele Interessierte bemühen sich, Erinnerungsstücke an die lokale Geschichte (Fotos, Geschichten, Zeitungsausschnitte und andere Berichte) zu erhalten, zu sammeln, zu ordnen und auch zu veröffentlichen. Für die im Ort verwurzelten Bûrgerinnen und Bürger bedeutet dies eine Beschäftigung rnit der eigenen Vergangenheit, dem zugezogenen Neubürger gibt es eine Verbindung zum neuen Wohnort.

In Erp hat es schon seit längerem heimatgeschichtliche Aktivitäten gegeben. Treibende Kraft war und ist Margret [ûssen, die örtliche Vorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung. Für ihre Verdienste um die Rheinische Landeskunde wurde ihr im Iahr 1995 der 'Rheinlandtaler' überreicht, eine sehr selten vergebene Auszeiclmung des Landschafisverbandes Rheinland. Seit 1991 bildete der' Arbeitskreis Erper Dorfgeschichte' unter der Leitung des Hûrther Stadtarchivars Dr. Manfred Faust einen organisatorischen Rahmen, gemeinsam getragen von der Volkshochschule und der Katholischen Landvolkbewegung.

Erstes Arbeitsergebnis war der Bildband 'Erp in alten Ansichten'. An einem Wochenende im November 1992 wurde er im Rahmen einer Ausstellung von insgesamt 170 historischen Fotos im Erper Schützenhaus pràsennert '. Das Echo war überwältigend: Mehr als achthundort Besucherinnen und Besucher kamen - nicht nur aus dem Dorf selbst, sondern auch von außerhalb - urn sich anhand der Bilder an ihre Kindheit und Jugend zu erinnern, Bekannte wiederzusehen (auf den Bildern oder leibhaftig) und Erinnerungen auszutauschen, Vor jedem ausgestellten Foto wurden lebhafte Gespräche geführt, Besucherinnen und Besucher machten sich gegenseitig aufBilder aufmerksam, auf denen Verwandte oder sie selbst zu sehen waren. Besonders unerwartet war, daß die Ausstellung auch von jüngeren Jahrgängen besucht wurde. Innerhalb von wenigen Wochen war die erste Auflage von 'Erp in alten

Ansichten' vergriffen. Eine zweite, überarbeiteteAuflage entstand, in der aufgrund von Hinweisen mancher AusteIlungsbesucher bzw. Leser einige Namenslisten vervollständigt oder korrigiert werden konnten. Das nächste Produkt des Arbeitskreises war der Textband 'Erinnerungen an das alte Erp', der nach zweieinhalbjährigen Vorarbeiten am 24. November 1995 im Jugendheim präsentiert werden konnte-. Dreißig Autorinnen undAutoren trugen Erinnerungen an ihre Kindheit, Schulzeit und Jugend in Erp, an Handel und Handwerk im Dorf an die Landwirtschaft, Familien, Vereine und an ihre Erlebnisse im Krieg zusammen. Fünf von ihnen trugen an diesem Abend ihre Texte - ganz oder auszugsweise - vor, und nach jedem gab es Kommentare oder Ergänzungen aus dem zahlreich erschienenen Publikum. Auch die - diesmal kleinere - Fotoausstellung in den oberen Räumen des Jugendheims war wieder gut besucht. Mehr als dreihundertTextbände wurden an diesem Wochenende gekauft, und manche, die eigentlich nur einen Bliek harten hineinwerfen wollen, 'lasen sich fest' , vertieften sich an Ort und Stelle in die eine oder andere Geschichte und vergaßen eine Zeitlang die Welt um sich herum.

Heimatgeschichte ist interessant, und so ist zu hoffen, daB auch der zweite Bildband der Reihe 'Erp in alten Ansichten' seinen Leserkreis findet. Er enthält weitere. bisher unveröffentlichte Bilder aus dem Fotoarchiv des Arbeitskreises.

1. Rainer Strätz (Bearb.): Erp in alten Ansichten. Zaltbommel (NL), 1992

2. Arbeitskreis Erper Dorfgeschichte (Hrsg.): Erinnerunqen an das alte ErpErper Bürgerinnen und Bürger berichten. Erftstadt-Erp, 1995

1 Köln-Luxemburgische Provinzialstraße

Bliek aus der Einmündung der Wahlengasse in Richtung Markt (um 1930).

Auf der rechten Straßenseite sind vorn Mauer und Einfahrt der Getreidehandlung Breidenbenden zu sehen, dahinter die Hàuser Münsch und Hütten, das Wachhäuschen und die Kirche. Auf der linken Straßenseite von vorn das Haus Jean Berk (heute Abels), dahinter Haus Schwister (heute Simons), Haus Faßben-

der (heute Leschnig) und - hinter der Einmündung der Rathausstraße - der Hundertshof (Familie Leser; vgl. dazu Bild 13 in Band 1), dahinter die Gebäude des Schleidenhofes mit dem charakteristischen Turm an der Einfahrt.

(Wem die handschriftlichen Grüße auf der Ansichtskarte galten und wer sie schickte, war nicht mehr festzustellen.)

2 Gruß aus Erp

Links die Kirche, davor das Kriegerdenkmal (vgl. dazu Bild 1 in Band 1).

Rechts oben ein Bliek in die Finkengasse, die heutige Steinfelder Straße: Rechts vorn die Bäckerei und das Kolonialwarengeschäft vonArnold und Elisabeth Ismar, dahinter die Metzgerei und Hausschlachterei Max Weher. Links vorn Haus Harneeher (heute Engelbert Schnitzler).

Rechts unten ein Blick in die Lindengasse, die heutige Abt-Horehern-Straße: Auf der linken Straßenseite der Bottenbroich-Hof (Hof Fuhs), ganz links das Haupthaus, dahinter die Stütze der Hofmauer. Auf der rechten Straßenseite von vorn nach hinten:

Haus Spölgen, der Hof Mathias Happe und Haus Hilger.

Der Bottenbreieh-Hof Hof Happe und Haus Hilger mußten später wegen Gebäudeschäden, die durch Grundwasserabsenkun gen im Zusammenhang mit den Braunkohle- Tieftagebauen auftraten, abgebrochen werden. Der Sprung ging vom Spielberg über die Neugasse und die Abt-Horchem-Straße bis hin zur heutigen Umgehungsstraße (B265).

Die Gebäude des ehemaligen Klosters Bottenbroich östlich von Kerpen, dem der Erper Hof'ursprûnglich gehörte, fielen übrigens ebenfalls dem Braunkohleabbau zum Opfer: Im [ahr 195 1 wurden die frühere Klosterkirche, die noch existierenden Klostergebäude und der Ort abgerissen, um einem Tagebau Platz zu machen.

3 Haus Kottäus

Das Haus befand sich in der Hochstraße Nr. 59 (etwa 1910). Von links nach rechts: Wilhelm Happe, Fräulein Feldgen und Cäcilia Kottäus.

Vor dem Haus sind verschiedene landwirtschaftliche Geräte zu sehen: Ganz links eine hölzeme Egge, deren Zähne aus hartem Eichenholz gefertigt waren, die jedes [ahr neu geschärft wurden. Daneben ein Karrenpf1ug ('Hundspf1ug' genannt), ganz rechts ein Dreischar, ein Kultiviergerät (Grubber).

Das abgebildete Fachwerkhaus ist erst vor wenigen [ahren abgerissen worden, um einem Neubau Platz zu machen.

Die nördlich der Erpa gelegene Parallelstraße zu Luxemburger Straße und Wahlengasse heißt zwar offiziell 'Hochstraße', die Erper aber nennen sie 'Hongkstroß', also 'Hundstraße' . Damit

haben sie - historisch gesehen - recht: Auf einem im [ahr 1 81 0 angefertigten Dorfplan trug die Straße die Bezeichnung 'Auf der Hundstraße' . Die Bezeichnung hat allerdings nichts mit dem Haustier zu tun, vermutet WeIter, sondern hat wahrscheinlich einen anderen Ursprung *.

Eine weitere Orientierungshilfe für Zugezogene: Wenn Sie zur 'oberen Hochstraße' geschickt werden, müssen Sie, von der Rathausstraße kommend, nach links einbiegen. Die 'untere Hochstraße' ist derTeil zwischen Rathaus- und Flußstraße.

* V gl. Hans Weiter: Brp - ein alter Dorfplan erzählt. In: Heimatblätter des Kreises Euskirchen, 1955, S. 78.

4 Haus Franz Happe

Witwe Mathias Happe und Helene Happe; der Name des Kindes ist unbekannt. Das Haus (Aufnahme um 1910) stand in der oberen Hochstraße neben der alten Post (s. Bild 18 in Band 1). Ein Regenwasserfaß unter dem Ablaufrohr der Dachrinne ist auf vielen alten Fotos zu sehen. Auch die Regenwassernutzung gehört also zu den angeblich neuen Dingen, die in Wirklichkeit schon früher praktiziert wurden und nur vorübergehend in Vergessenheit geraten sind.

Wenn es allerdings zu viel regnete, dann wurden die damals ungepflasterten Straßen schnell morastig. denn nur ein Teil des Wassers lief in die Kieselsteingossen an den Straßenrändern. Schmutzige Schuhe waren dann unvermeidlich.

Das war besonders peinlich, wenn zum Beispiel ein Besuch bei Verwandten in Köln anstand, denn die Großstädter hatten dann wieder Gelegenheit, über die 'ungepflegten' Dorfbewohner die Nase zu rümpfen.

5 Haus Hofsfunmer in der Hochstraße

Von links nach rechts: Ein Verwandter der Familie Hofsfunmer ausVals (Belgien), Helene Hofsümmer (1901-1970), ihre Eltern Katharina Hofsfunmer (geborene Schnitzler) und Everhard Hofsümmer sowie deren Sohn Heinrich Hofsümmer. In der Türöffnung Großvater Christian Schnitzler (1839-1929), daneben die Söhne Franz und Reiner Hofsfunmer, Tochter Gudula Hofsümmer, Sohn Everhard Hofsümmer - und Hund Pluto.

Das Haus (Aufnahme etwa 1925) stand in der oberen Hochstraße an der Einmündung des Erntewegs (vgl. Bild 12). Inzwischen ist es abgerissen worden, an seiner Stelle steht [etzt ein Neubau.

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