Eschenburg in alten Ansichten Band 2

Eschenburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Rudolph
Gemeente
:   Eschenburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5633-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eschenburg in alten Ansichten Band 2'

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9. Wissenbach nach dem Wiederaufbau, aufgenommen vor 1910. Danach wurde der Ort mit Elektrizität versorgt, weil die Hütte in Eibelshausen Energie benötigte. Die Glühbirnen kosteten seinerzeit viel Geld, noch dazu platzten sie oft, weil sie nicht mit der Stromstärke übereinstimmten oder Schwankungen stattfanden. Die Aufnahme entstand von der Eschenburgseite Richtung Bomberg.

10. Bei diesem Bild dürfte es sich um die älteste Aufnahme Eiershausens handeln, es entstand 1895 und zeigt die Dorfmitte mit dern Obersteiger Keller, der 1900 verstarb und viele Jahre auf der Schiefergrube 'Wolfsschlucht' bei Simmersbach tätig gewesen war. Sein Hund 'Camillo' befindet sich wie meistens in seiner Nähe. Der Bliek wird durch das Fachwerk am Haus der Familie Hess gebunden, geht darm rechts über die Schwarzbachstraße und findet einige Wagen, die nahe an Bach und Brunnen standen und dort üblicherweise gewaschen wurden, Deutlich sind die Fahrspuren auf der ungepflasterten Straße in der Ortsmitte zu erkennen.

11. Die 1462 nach dem Heiligen Jodocus benannte Kapelle ist Mittelpunkt der evangelischen Kirchengemeinde und gleichzeitig des Ortsteils Eiershausen. Sie hat sich als Wahrzeichen des Dorfes erhalten. Auf dem Bild ist noch das 'Backes' zu sehen, das zum Bedauern vieler Bürger 1974 abgerissen wurde. Integriert waren seinerzeit die Milchablieferungsstelle und die Obstkelter.

12. Anfang der dreißiger Jahre ist die Eiershäuser Kirche anläßlich des Erntedankfestes geschrnückt, sind die Sprüche links und rechts der Kanzel noch lesbar, die sich heute unter Putz und Farbe versteeken. Am Harmonium saß damals Paul HoJighaus; eine Orgel wurde erst später installiert. Die Küsterin Henriette Heckelmann wachte darüber, daß die Sitzordnung eingehalten wurde: unten ledige und verheiratete Frauen getrennt, alle Männer gehörten auf die Empore.

13. Bis zum 'Pestjahr' 1626 wurden die Verstorbenen aus Eiershausen über den Scheidweg - früher auch 'Dureweg' genannt - durch die Wolfskehl nach Hirzenhain getragen. Erst danach entstand der eigene Friedhof, der unterhalb des jetzigen liegt. Gegenüber dem Müllerhof führte ein Weg zur letzten Ruhestätte, kam man aus dem unteren Dorf, wurde auch die jetzige Gasse benutzt. Sechs Männer trugen den Sarg, bei schlechtem Wetter mußten Ersatzleute gestellt werden. Ab 1938 kam es zum Einsatz eines Leichenwagens, der den Hirschbergweg benutzte. Die Bilder geben einen Einblick in die einzuhaltende Ordnung: vorhandene Kränze kamen vor dem Sarg, hinter dem Pfarrer schritten einzeln die nächsten männlichen Angehörigen, dann, mit Zylinder bedeckt, in Reihen kondulierende Männer. Erst danach kamen die betroffenen Frauen wieder einzeln und schließlich der Rest als Gruppe.

14. Erreicht man von Eibelshausen kommend den Ortseingang Eiershausen, steht rechter Hand in der Schwarzbachstraße das Anwesen Rurnmeni, Es ist seit langem Gaststätte und Keglertreffpunkt. Das Haus wurde von Wilhelm Nickel errichtet. Auf der Aufnahme von 1910 steht 'Boßlersch Haus' noch nicht; das fand später links daneben seinen Platz, Der gesamte Eindruck hat sich zwischenzeitlich stark verändert.

15. Die Aufnahme entstand 1902 nach Fertigstellung des Ziegelanbaues der Gastwinschaft Klingelhöfer in Eiershausen. Aus dem Fenster schauen die Zwillinge Eugen und Ewald Klingelhöfer. Bereits damals befand sich in diesem Gebäude die Post. Am linken Bildrand lugt im Hintergrund das Fachwerkhaus von Schingelse Minehen hervor, noch mit einem Strohdach gedeckt. Ganz aus der Mode gekommen ist ein seinerzeit üblicher Kellerzugang, auf dern Bild als Schräge erkermbar unter dem Fenster des Ziegelbaues.

16. Im 'Arnrne-Haus' des Ortsteils Eiershausen, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde, wirkte von 1923 bis 1968 die Hebamme 'Lenche' Fürschbach. Irmgard Deis war das erste Kind, dem sie half, das Licht der Welt zu sehen. Am Zaun steht 'Boßlersch Heinrich', der Polizeidiener Heinrich Holighaus, im Volksmund 'Poli' genannt, Vater von WaJtraud Schwarz. Wir schreiben das Jahr 1930.

17. Bliek auf den Königshof in Eiershausen um 1930. Die nebeneinander liegenden Eingangstüren weisen deutlich auf den Charakter eines Doppelhauses hin. Links befand sich der Zugang zu 'Gists Lieschens Haus', rechts zu 'Weils Haus', Weils Oma war bekannt für ihre Furchtlosigkeit; sie marschierte noch im Dunkel nach Hirzenhain, um ihren Sohn zu besuchen. Bei manchem ihrer Spaziergänge bot sie trotz ihrer 80 Jahre ihre Mithilfe bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten anderer Dorfbewohner an. Kuhns 'ihr Birbam' (Birnbaum) streckt seine Zweige in die Aufnahme.

18. 'Wickels Häuschen', gegenüber Weils Backstube in Eiershausen dürfte um 1750 erbaut sein. Damals war es das letzte Haus am Dorfrand, errichtet und bewohnt vom Polizeidiener Johannes Wickel. Sein Sohn Johannes nahm am Siebenjährigen Krieg teil, übernahm dann die LehrersteIle in Wissenbach und wanderte letztendlich nach Amerika aus. Seinerzeit befand sich über dem Küchenherd ein Rauchfang, die 'offene Oas', und der Schornstein begarm erst im Dachgeschoß. Auf dem Bild ist noch das Strohdach zu sehen, das Anfang der dreißiger Jahre verändert wurde. Im Vordergrund fließt die Schwarzebach, seit Jahren zugepflastert und nicht mehr zu sehen. Trotz Besitzerwechsels hat sich der Name Wickel über zweihundert Jahre im Volksmund gehalten.

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