Eschenburg in alten Ansichten Band 2

Eschenburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Rudolph
Gemeente
:   Eschenburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5633-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eschenburg in alten Ansichten Band 2'

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19. Ursprünglich war 'Peters Haus' in der Gasse in Eiershausen Wohngebäude mit angebauter Scheune. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Friedrich Christ aus Ewersbach Erstbesitzer .später bewohnten Verwandte beide Flügel und benutzten gemeinsam Eingang, Küche und Innentreppe. Auf dem Bild schaut Julius Peter in den zwanziger Jahren aus dem Fenster. unter ihm steht die Jauchepumpe zwischen Stalltür und Plumpsklo. Inzwischen befindet sich der Zugang auf der Rückseite des Hauses, das völlig renoviert und umgebaut wurde.

20. Die einen Kilometer südlich von Simmersbach gelegene Mühle wurde 1654 erbaut und 1747 durch Eintragungen im Mühlbach erstmalig urkundlich erwähnt. Bedingt durch das drei Meter hohe Rad war das Mahlen des Getreides während der Trockenzeit eingeschränkt. Der Zulauf kam vcrwiegend vom Homberg. Um die Jahrhundertwende nahm man das Futterschroten dazu. Ende der dreißiger Jahre neigte der Betrieb zur Stillegung. Doch wie bereits im Ersten Weltkrieg wurde die Mühle auch im Zweiten wieder hochaktuell. Seit den sechziger Jahren dient das Gebäude als Wochenendhaus, und das Mühlrad dreht sich zur Stromerzeugung.

21. Anfang der dreißiger Jahre erhielt das aus dem 18. Jahrhundert stammende Haus 'Zrusemanns' in Simmersbach ein neues Gesicht. Deutlich sind die Inschriften auf den Eichenbalken zu erkennen. Sie befanden sich an vielen Häusern und sagten viel über die Einstellung seiner Bewohner aus. So konnte man lesen: 'Das Geld ist rar, das Holz ist teuer, darum nimmt man jetztund das alte zu dem neue.' -' An Gottes Segen ist alles gelegen.' - 'Was Gott uns bescheret aus der Erden, das soll hier eingesammelt werden.' - 'Soli Deo GloriaGott allein die Ehre.' - Heinrich Geil, später Bürgerrneister, malte als Junge die Inschrift über dem Stall nach: 'Wer im Heu nicht gabelt und im Schnitt nicht zappelt. der muß im Winter gehn'n und fragen, hat jemand Stroh oder Heu feil.'

22. Bis 1917 befand sich in der Simmersbacher Gastwirtschaft HeinzeI an der heutigen Biedenkopfer Straße auch die Poststelle des Dorfes. Später wurde sie in ein anderes Gebäude verlegt, wo sie sich noch heute befindet. Über dem Fahrrad hängt der seinerzeit blau gestrichene Briefkasten, was bestätigt, daß der Begriff von der 'gelben Post' später entstanden ist. Umbauten am Haus erfolgten, nachdem 1953 ein Lkw hineingefahren war und auf der Giebelseite erhebliche Schäden verursachte. Erst vor wenigen Jahren schloß die Metzgerei ihre Pforten, die lange Zeit ebenfalls im Haus betrieben wurde.

23. In der Rother Lindenstraße 5 steht dieses alte Fachwerkhaus, das Schneiders Johannes gehörte. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1900 und zeigte ein für die Aera typisches Bauernhaus. Im Fachwerk sind Blumenmuster zu erkennen und über der Haustür befindet sich ein Kasten, in dern der selbst hergestellte Käse getrocknet wurde. Aus dem Fenster schaut der Besitzer, Philipp Blöcher, heraus. Er war der letzte Waldwärter in Roth, heute vergleichbar mit dem Amt eines Försters.

24. Wie in allen Ortsteilen Eschenburgs sind die alten Hausnamen auch in Roth noch heute gebräuchlich. Das 'Zherte-Haus' zeigt sich hier im Kleid von 1912. Versteekt in dieser Bezeichnung ist das Wort 'Hirte', so wundert es nicht, daß in diesern Haus einer der zwei Kuhhüter des Dorfes wohnte. Zu sehen sind Heinrich Sänger VI. mit Ehefrau Anna und zwei seiner Töchter, außerdem Enkel Alwin Kunz aus Eibelshausen. Wagen und hohes Scheunentor weisen auf den landwirtschaftlichen Betrieb hin.

25. Im Rother Zwerz-Haus befand sich auch die 'Residenz' des Bürgermeisters, Es wurde zwischen 1800 und 1810 erbaut und hier 1912 abgelichtet, Das am Wohnhaus angebrachte amtliche Schild weist darauf hin, daß die erforderliche Arbeit des Ortsoberhauptes in einem kleinen Stübchen geleistet wurde. Johannes Grau war Bürgermeister von 1910 bis 1919. Der Name 'Zwerz' beinhaltet den Wortstarrun 'Wirt' und weist auf eine ehemalige Gaststätte im Haus hin.

26. Die alte Schule im Ortsteil Roth diente von 1853 bis 1929, also 76 Jahre, den Kindern als Lehrstätte. Anschließend wurde der Saal zeitweise als Lager für die Raiffeisen-Genossenschaft genutzt. Das 1912 fotografierte Haus dient nach der Errichtung der neuen Schule heute Wohnzwecken. Sein unteres Stockwerk ist verputzt, ansonsten blieb das Fachwerk erhalten und sichtbar. An der linken Seite wurde eine Garage angebaut.

27. Festliche Einweihung der neu errichteten Rother Schule am 22. September 1929. Die Schüler unterrichtete seinerzeit Lehrer Böge!. Die Aufnahme zeigt das Gebäude im festlichen Girlandenschmuck. Am 28. Juni 1970 hatte diese Unterrichtsstätte ausgedient, heute befindet sich die Gaststätte 'Zur Linde' in dern Gebäude.

28. So sah das 1859 erbaute Back- und Spritzenhans in Roth in den dreißiger Jahren aus, Es wurde wie in allen Ortsteilen 'Backes' genannt und bildete beim Fertigen von Brot und Kuchen einen wichtigen Kommunikations-Mittelpunkt des Dorfes. Anfänglich befand sich im ObergeschoB auch noch ein Schulraum, Im Jahre 1951 wurde das Backes aufgestockt und dient - nachdem auch die Feuerwehr längst ein anderes Domizil hatheute als Wohnhaus. In der Adresse lebt die Tradition fort: Backhausstraße Nr. 9. Der Ofen wurde zwar erneuert, ist aber noch vorhanden, Und die Wasserversorgung war seinerzeit durch eine Schwengelpumpe im kleinen Vcrhof gesichert,

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