Eschenburg in alten Ansichten Band 2

Eschenburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Rudolph
Gemeente
:   Eschenburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5633-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eschenburg in alten Ansichten Band 2'

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69. Der Polizeidiener Wilhelm Kunz mit Fahrrad und Schelle bei der Ausübung seines Dienstes in Eibelshausen vor dem Backhaus. Die linke Tür führt ins Rathaus. Jahrzehntelang verlas Wilhelm Kunz im Ort die amtlichen Bekanntmachungen.

70. Wilhelm Hansmann stammte aus Steinbrücken und ließ sich nach Eheschließung mit Karoline Müller in Eibelshausen nieder. Am Ende des Ersten Weltkrieges wurden ihm der linke Mittel- und Ringfinger weggeschossen, so konnte er nicht mehr zur Hütte gehen, sondern fand Anstellung als Postbote. Mit dem Rad war er bei Wind und Wetter unterwegs, um in Simmersbach, Eiershausen und Roth zuzustellen. Der aktive Pfeifenraucher rief seine störrische Kuh 'Dromedar'. Als sie wieder einmal durchgebrannt war, brachte sie sogar den Zug kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof zum Stehen. War er als junger Mann durch seine rauhe Art bekannt, so änderte sich das mit dem Älterwerden. Er fand seine geistliche Heimat bei der Freien Evangelischen Gemeinde und befaßte sich sogar mit dem Aufschreiben religiöser Geschichten.

71. Kar! Peter in den dreißiger Jahren am Steinbruch Ortsausgang Eiershausen Richtung Hirzenhain. Die Kühe auf dem Bild befinden sich im Einzelgespann, das Doppeljoch wurde zuletzt von Konrads um 1895 benutzt. Der Maulkorb war erforderlich, um die Tiere bei Acker- oder Transportarbeiten vom Futterrupfen abzuhalten. Auf dem Wagen befinden sich Reiser, wie sie beim Brotbacken benötigt werden, darunter dikkeres Brennholz für den Haushalt. Das Material aus dem Steinbruch wurde rnit Loren transportiert und in die Brecheranlage oder Mühle gekippt, wo es grob oder fein zermahlen herauskam. Die Zapfstellen für die unterschiedlichen Lademöglichkeiten sind deutlich erkennbar und heute noch vorhanden. Zur Zeit wird der Steinbruch ais Deponie genutzt und allmählich zugeschüttet.

72. Heinrich Holighaus war in der dreißiger Jahren Fuhrmann bei der Firma Holighaus in Eiershausen. Er rückte Stämme im Wald, schleppte sie ab, führte Holztransporte durch und brachte Feuerholz in die Haushalte. 'Schäfers Heinrich' und sein Pferd 'Hans' waren unzerstrennlich. Noch dazu gehörte Luis Rein als Begleiter. In Erinnerung geblieben ist ein Unfall, bei dem Stärnme nach vorn rutschten und das Pferd schwer verletzten. Über zwanzig Jahre gehörte der Fuhrmann Heinrich zum Ortsbild.

73. Wilhelmine Müller aus Eiershausen steht hier 1920 vor ihrer Haustüre, von jedermann 'Schingelse Minchen' genannt. Sie war als liebe, hilfsbereite Frau und gute Nachbarin geschätzt, hatte es aber nicht gern, wenn über die Gastwirtschaft gesproehen wurde, die ihre Familie zeitweilig betrieb. Die Dorfbewohner ließen sich von ihr Wunden verbinden und behandeln, ihre grünen und braunen Pflaster sowie anderen Hausmittel waren gefragt. Die Kinder gingen gern zu ihr unter dem Vorwand, einen Schluck Wasser zu trinken, weil sie ausgesprochen kinderlieb war. Wenn der 'Wiet', ein Alteisenhändler , in den Ort kam, stand er vor ihrem Haus und bot Porzellanwaren zum Tausch an.

s.

74_ Anfang der dreißiger Jahre sitzt rechts auf der Bank Ludwig Baum, genannt 'der alte Schäfer', der 36 Jahre lang in Eiershausen die Schafe hütete und im Winter Hausschlachtungen durchführte. Er verlor im August 1914 seinen Sohn durch Blitzschlag, als sie nebeneinander auf dem Molkeborn standen. Neben ihm - die Arme verschränkt - Wilhelm Schwarz, genannt 'Schwarze Opa', der Vater des Hauptlehrers LR. AIfred Schwarz. Seine Kenntnisse als Sanitäter während des Ersten Weltkrieges wurden von manchem Dorfbewohner in Anspruch genommen.

75. Eiershausens Dorfschullehrer Friedrich Jeppe erteilte von 1903 bis 1907 in der alten und von 1907 bis 1923 in der jetzigen Schule den U nterricht. Er wird als streng, aber gerecht geschildert. Als überzeugter Christ spielte er sonntäglich die Orgel. Auch außerhalb der Schule fühlte er sich für die junge Generation verantwortlich. Allabendlich spazierte er - angetan mit großem Hut und Cape - durchs Dorf und sorgte dafür, daß Jungen und Mädchen im Sommer um 20.00 Uhr und im Winter beim Anzünden der ersten Lichter zu Hause waren. Traf er danach noch Schützlinge an, gab es am nächsten Tag Strafarbeiten.

76. Der ledige August Baum aus Eiershausen, genannt 'Schäfer-Petter', war Kriegsteilnehmer 1870/71 und trug danach bei jeder Gelegenheit seine Orden. Erwar starker Priemer, auch rutschte ihm schon mal ein Fluch heraus. Mit 83Jahren verstarb er 1929. Eine kurze Zeit war er als Nachtwächter tätig. Eines Nachts rutschte er auf dem Grundstück von Göst's Hugo aus und fiel in den Mist. Als die Frauen in der Küche lachten, drohte er damit, es ihnen heimzuzahlen. Doch sein Blasen verlief um 23 und 24 Uhr ganz normal. Erst kurz danach steckte er sein Horn durch die zweigeteilte Haustür und blies nochmals zwölfmal zur Mitternacht, so daß alles dröhnte und sich auch die anderen Dorfbewohner wunderten.

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