Eschweiler in alten Ansichten Band 2

Eschweiler in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Eschweiler Geschichtsverein e.V.
Gemeente
:   Eschweiler
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6572-3
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eschweiler in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

1979 gab ein Mitarbeiterteam des Eschweiler Geschichtsvereins den Bildband 'Eschweiler in alten Ansichten' heraus. Dieser Band fand in der Eschweiler Bevölkerung so großes Interesse, daß sieben Nachdrucke erfolgen konnten. Zum 25jährigen Bestehen des Eschweiler Geschichtsvereins (April 1999) wurde nun das Angebot aufgenommen, einen zweiten Band 'Eschweiler in altenAnsichten' herauszugeben. Es war ein Glücksfall, daß wir Kontakt zu Herrn Franz Hirtz bekamen, der uns eineAuswahl seiner Postkartensammlung mit über 300 Exemplaren aus dem heutigen Stadtgebiet zur Verfügung stellte. Aus Weisweiler stammend und heimatverbunden, ist er ein begeisterter Sammler von alten Postkarten. Wir fühlen uns ihm dankbar verbunden. Die Fülle alter Ansichten veranlaßte uns, die Bildauswahl dieses Bandes auf das Eschweiler Stadtgebiet vor der kommunalen Neugliederung

1972 zu begrenzen. Dazu gehören: Stadtmitte mit Röthgen, Röhe, Pumpe-Stich, Bergrath, Bohl, Volkenrath, Hastenrath, Scherpenseel und Nothberg. Am 1. Oktober 1932 war das alte Stadtgebiet um die letzten fünf Orte erweitert worden. In der Einleitung des ersten Bildbandes haben wir die Entwicklung unserer Stadt kurz geschildert. Die Karten stammen aus mehreren Iahrzehnten, angefangen von den ersten 'Correspondenzblättern' 1870 eingeführt bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die zur Vereinfachung des brieflichen Verkehrs 1865 von Generalpostmeister Heinrich von Stephan entworfene offene Karte war

bis 1907 auf derVorderseite mit der Mitteilung vom Absender zu beschreiben. Solche Karten findet man auch in diesem Buch. Ab 1907 erhielt die Postkarte ihr bis heute gültiges Aussehen: Das Adressenfeld auf der rechten Seite und die linke Hälfte für Mitteilungen, die Vorderseite ganzflächig für das Bild. Die meisten der Karten sind der Zeit nach 1907 zuzuordnen. Die Laufzeit der Postkarten läßt eine genaue Datierung der ersten Herausgabe nicht zu. Nach den Gründerjahren 1871-1873 veränderte sich das Stadtbild von Eschweiler durch den Ausbau der Neustadt auf dem rechten Ufer der Inde. Hier entstanden in den folgenden Jahrzehnten repräsentative Geschäfts- und Wohnhäuser, während der alte Kern um den Markt, die pfarrkirche St. Peter und Paul und entlang der Dürener Straße sich nur wenig veränderte. Die größte Veränderung der Innenstadt, vor allem entlang der Inde, geschah dann in den sechziger [ahren im Zuge der Inderegulierung und durch den Ausbau der Indestraße. Alte Straßen wie Mühlenstraße, Knickertsberg, Judenstraße und Bachstraße verschwanden, bis auf wenige Reste der Mühlenstraße. Auch die nördliche Seite der Uferstraße wurde abgerissen. Es ist daher eine wertvolle Dokumentation, die alten Ansichten aufPostkarten gerade aus diesem Viertel zu veröffentlichen. Mit den Bildern aus den übrigen Stadtteilen werden ebenfalls nicht nur Erinnerungen der älteren Mitbürger geweckt, sondern den Jüngeren in Bild und Wort heimatgeschichtliches Wissen über Eschweiler vermittelt.

Danken möchte ich allen, die mitgewirkt haben, an erster Stelle Franz Hirtz. Bei der Beschreibung undVertextung arbeiteten mit:

Adam Elsen, Armin Gille, Maria-Luise Herrmann, Günter ]acquorie, Simon Küpper, Hermann-]osefRuland und Engelbert Zander. Die Reproduktionen fertigte Leo Braun, dem wir auch Ideen und Impulse verdanken. Dem Arbeitskreis 1 'Geschichtsquellen und Veröffentlichungen' im Geschichtsverein gebührt Dank für die

Bildauswahl und Zusammenstellung. Ich wünsche unserem Bildband eine große Beachtung, eine gute Aufnahme in unserer Eschweiler Bevölkerung und den gleichen Erfolg des ersten Bildbandes 'Eschweiler in alten Ansichten' .

Simon Küpper,vorsitzender

Plün'uus dern Buch :

Eine Sladtverändert sich. 1989. Palaslverlag,

Ge z erchne t im Oez.1988 ~ ?????????

durch: Leo Braun 0,2 0,4 0,6 n.a 1,1Jkm

1 Die beiden ersten Postkarten sind gezeichnet und wurden vom Schreiber noch auf der Vorderseite beschriftet. Sie zeigen ein Bild der Stadt vor dem Ersten Weltkrieg in der rechten oberen Ecke und jeweils mehrere Zeichnungen mit Abbildungen die für die Stadt damals typisch waren. Auf der Totale erkennen wir die katholische pfarrkirche

St. Peter und Paul und rechts davor die evangelische Dreieinigkeitskirche. Auf der linken Seite ragt derTurm des St.-Antonius-Hospitals, ehemals die Eschweiler Burg, 1845 wieder aufgebaut, aus dem Häusermeer. Vorne ist die Trasse der Talbahn zu erkennen. Die vier kleinen Bilder zeigen für die Stadt charakteristische Bauwerke: die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul von der Marktseite, die evangeli-

sche Kirche mit Gemeindehaus von Norden, ein Blick in die Rosenallee und das St.Antonius-Hospital mit Zugang von der Englerthstraße und altem Rundturm der früheren Burganlage.

2 Die hübsche Postkarte, vor fast hundert [ahren als Gruß aus Eschweiler geschrieben, zeigt in der rechten oberen Ecke den Blick auf die Stadt von Süden. Die prachtvolle Fassade der Schützenhalle an der Marienstraße ziert die linke obere Ecke. Die Schützenhalle, auf deren Zinnen die preußische Fahne weht, war das größte und beliebteste Hotel-Restaurant mit großem Festsaal. Die vier anderen Zeichnungen künden von der großen Bedeutung Eschweilers als Bergbau- und Industriestandort. Die Grube Eschweiler Reserve, die letzte Steinkohlenzeche einer langen Bergbautradition an der Inde, mußte 1944 kriegsbedingt schließen. Die Concordia-Hütte produzierte auf dem Ichenberg seit 1855

Roheisen. Die Stillegung erfolgte 1940. Die Gesellschaft 'Phónix' auf dem gegenüberliegenden Gelände an der Bahnstrecke Aachen -Köln stellte ihre Produktion 1908

ein.

3 Auch die Postkarte vom Verlag Camel Herzog stammt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Sie zeigt unter dem Panorama der Stadt die Gotteshäuser der drei Religionsgemeinschaften, die katholische pfarrkirche St. Peter und Paul, die evangelische Kirche und die Synagoge an der Moltkestraße, die 1938 dem Naziterror zum Opfer fiel.

Seit 1858 wurde von der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in der ehemaligen Burg das St.-Antonius-Hospital eingerichtet. Da derTurm der katholischen pfarrkirche noch die barocke Haube als Dachabschluß trägt, stammt das Bild aus der Zeit vor 1905.

4 Ein Blick in die Dürener Straße nach Osten in Richtung pfarrkirche St. Peter und Paul. Die alten Häuser in diesem Bereich der oberen Dürener Straße konnten weitgehend erhalten werden. Das 1822 erbaute alte Rathaus wurde zur Gaststätte des Hotels de Ville umgebaut, das auf der linken Seite hinter dem ehemaligen Rathaus gegenüber der Grabenstraße als Neubau errichtet wurde. An der Mauer vor dem Alten Rathaus wartete man auf die Straßenbahn, die seit 1898 hier eine Haltestelle hatte.

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5 Ein Blick über die Dächer der Innenstadt mit den beiden pfarrkirchen. Die evangelische Kirche an der ver-

längerten Neustraße, heute Moltkestraße, wurde 1892 eingeweiht. Der Blick auf Eschweiler im Grünen geht

nach Norden über die Kaiserstraße hinweg.

6 Die mit Eichenlaub dekorierte Karte stammt aus der Zeit des Ersten Weltkriegs (1914-1918). Das vierteilige Bild im stilisierten W zeigt die Westseite des Marktes mit der Michaelsstatue, das neue Reichspostamt, 1915 erbaut an der Rosenallee; den Neubau des Realgymnasiums an der Peter-Paul-Straße, 1912 eingeweiht; und einen Blick in die Rosenallee Richtung Talbahnhof. Der Kartenspruch mit dem Eisernen Kreuz drückt die Hoffnung auf eine gesunde Heimkehr aus dem Krieg aus, wie es in einem bekannten Soldatenlied heißt.

7 Ein schönes, farbiges Gemälde von Adam Bachmann (1886-1971), seit 1912 Kunstlehrer am Städtischen Gymnasium, der viele Bilder gezeichnet und gemalt hat. Im Kriegswinter 1940 ist das Stadtzentrum an Dürener Straße und Schnellengasse tief verschneit. Hinter den verschachtelten Häusern ragt der Turm der St.-Peter-und-PaulKirche hoch in den Winterhimmel. Am linken Rand ist das pfarrhaus noch gut zu erkennen. Ein pferdefuhrwerk und schlittenfahrende Kinder waren damals noch alltäglich auf den winterlichen Straßen, während zwei Motorräder Vorboten des motorisierten Straßenverkehrs sind.

8 Ein Blick aufMarkt und pfarrkirche St. Peter und Paul nach der Erweiterung der ursprünglich gotischen Hallenkirche. Der schlechte Bauzustand der alten Kirche nach dem Brand von 1678 und die im 19. [ahrhundert rasch wachsende Gemeinde machten eine Erweiterung in mehreren Bauabschnitten erforderlich. 1880 wurde ein neues großes Querschiff angefügt. 1904 wurde das alte Langschiff abgerissen und durch ein neues ersetzt. 1906 schließlich wurden die beiden oberen Turmstockwerke und die barocke Turmhaube durch zwei neue Stockwerke mit hohem Turmhelm ersetzt. DerTurm hatte die beachtliche Höhe von 75 Metern.

Eschweiler

Markt und Kath, Pfarrkirche

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