Eschweiler in alten Ansichten Band 2

Eschweiler in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Eschweiler Geschichtsverein e.V.
Gemeente
:   Eschweiler
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6572-3
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Eschweiler in alten Ansichten Band 2'

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79 DieAufnahme links zeigt die pfarrkirche St. Barbara um 191 O. Die Kirche wurde 1902103 in der Mitte zwischen den Ortsteilen Pumpe und Stich errichtet und beherrscht mit ihrem hohen Turm die ganze Gegend. Die dreischiffige Kirche mit Querschiff und einem quadratischen Turm an der Nordseite wurde im neu-gotischen Stil erbaut. Im Erdgeschoß des Turmes befindet sich die Sakristei mit einem Deckengewölbe und in der darüber liegenden Etage der Chorraum für den Kirchenchor und die Orgel. - Das rechte Bild zeigt die Gaststätte Vogel, Stich 56. Das Gebäude wurde um 1 840 errichtet. Neben der Gastwirtschaft wurde noch eine Landwirtschaft und später auch noch eine bahnamtliche Rollabfuhr betrieben. Durch die Eingangstür nach rechts gelangte man in die Gaststube

und dahinter in ein kleines Sälchen mit Billardecke. In den dreißiger [ahren wurde das große Tor zugemauert. Von der Gründung 1919 bis zu seiner Auflösung 1936 war die Gaststätte Vereinslokal des

Fußballvereins VFB Bewegung Stich. Der Gastwirt Vogel stellte damals eine hinter dem Anwesen gelegene Wiese als Sportplatz zur Verfügung. Auch heute noch befindet sich in dem Gebäude eine

Kircile

Gaststätte namens' Alt -Stich' . Die Räumlichkeiten wurden jedoch verlegt. Der heutige Eingang befindet sich dort, wo die ehemalige Toreinfahrt war.

Gruß aus Pumpe-Stich b, Esch\1eiler

Restaurant P. Vogel

80 Das Foto zeigt die SüdOst-Seite der St.-Marien-Kirche. Nachdem der Ortsteil Röthgen durch die Industrieansiedlung Mitte des 19. [ahrhunderts immer größer wurde, entschloß sich der am 19.Juni 1892 gegründete Kirchenbau-Verein eine Kapellengemeinde zu errichten. Röthgen gehörte bis zur Selbständigkeit zur Hauptpfarre St. Peter und Paul. Wir können uns heute kaum mehr vorstellen, daß die gläubigen Röthgener zur Erfüllung ihrer religiösen pflichten in Wind und Wetter über unbefestigte Straßen und Wege nach Eschweiler gehen mußten. Deshalb war man glücklich, daß die nach dem Plänen des Baumeisters Rüppel aus Bann errichtete Kirche am 28. Oktober 1906 eingeweiht wurde.

81 Zur Erinnerung an das fünfzigjährige Bestehen der pfarrkirche St. Marien im [ahre 1956 wurde an der Stelle des bisherigen baufälli gen Odilienkapellchens eine Mariensäule errichtet. Um dieser von dem Erkelenzer Künstler Peter Haak geschaffenen Mariensäule einen besonderen Reiz zu verleihen, wurde sie zugleich als Marienbrunnen erbaut. Die feierliche Einweihung fand am 25. März 1957 (MariäVerkündigung) statt. Der Ausbau der Straßenkreuzung Röthgener-, Odilien- und Burgstraße erforderte eine Verlegung des Standortes. Seit 1979 hat sie einen neuen Platz vor der pfarrkirche St. Marien gefunden.

82 Die Postkarte zeigt die Röthgener Straße vor achtzig [ahren. Richtig uralt wirkt die heute moderne Metzgerei, früher ein Porzellan- und Pfeifenladen. Es folgten in der Häuserreihe die Metzgerei Blech, die 'Srorchentante' Morsehel, die Sängerhalle, Café Hoppe, 'Dorfbarbier' Morsehels Jean, Bäckerladen Krauthausen, Schreinerbetrieb Offergeld, 'Zachershof' , Roßschlachterei Felder. An der Stelle der heutigen Spielhalle war die Bierbrauerei Bilden. Auf der gegenüberliegenden Seite, Ecke Talstraße ausgehend, waren Dorstalls 'Würstehen', das 'Halbliter' Lokal Beys, Wirtzchens Flarnenladen, Gemüsegeschäft Goerres, Kohlehandlung Anton Lürken, Holzlager und Mö-

belschreinerei ]. Kleifges, die Gaststätte Stahl, Kolonialwarenhändler Krüger, der Röthgener Hausarzt Dr. [anncs, Milch Schopen, 'Lindenwirt' und Schreinerei Offergeld und gegenüber die Villa Mül-

ler-Minny und das Restaurant und die Matratzenfabrik des Herrn Brück sowie die Restauration des Herrn Mühlens.

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83 Gaslaternen, Pferdefuhrwerke sowie die hohen Masten der Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof kennzeichnen diese um 191 0 entstandene Postkarte. Das spärliche Blumenbeet auf dem großen Vorplatz war der einzige Grünschmuck. Zum Schutz vor Zerstörung war es mit einer Eisenrohreinfassung versehen. Im Hintergrund erkennen wir die Häuser des ehemaligen Hotels Brungs/ Kaldenbach, des ehemaligen Hotels Stürz und des ehemaligen Wohnhauses der Familie F. A. Neuman. Nach der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes im [ahre 1989 wurde er nach unserer englischen Partnerstadt in Reigateund Bandstead-Platz umbenannt. Heute erinnert nur

noch ein Gedenkstein an die von franzözischen Soldaten im Juni 1921 erschossenen Eschweiler Bürger Jakob Schmitz und den ihm zu Hilfe eilenden Polizeimeister Karl Schmitz.

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84 Die Eisenbahnstrecke Aaehen-Köln sollte ursprünglich nördlich von Eschweiler über die 'Komm' gelegt und der Bahnhof nahe der ]ülicher Straße zwischen Eschweiler und Dürwiß gebaut werden. Aber der Interessen einiger Landwirte wegen, deren Ländereien an der Strecke lagen und die den Wert ihres Landes erhöhen wollten, wurde die jetzige Strecke gebaut. Die amtliche Eröffnung der Strecke Köln-Aachen war am 1. September 1 841. Gemäß Geschäftsbericht der Rheinischen - Eisen bahn -Gesellschaft hatte die Station bereits 1856 ein Empfangsgebäude. Am 30.Aprill908wurdenach erforderlichen Umbauarbeiten das Bahnhofsgebäude -

siehe Foto - offiziell abgenommen. Mit einem Festakt am 18. Mai 1966 wurde der elektrische Zugbetrieb auf der Strecke Köln-Aachen-Belgien eröffnet.

... ~

85 Im Schatten der Röthgener Burg - daher auch der Name - erblickte die Burgbrauerei des Xaver Abel 'das Licht der Welt'. Sein Nachfolger wurde 1913 -192 9 Ernst Hegenscheidt. Bei ihm gelangte immer ein hochfeines Bockbier zum Ausschank. Ab 191 8 vertrieb er Faßbier der Wicküler-Brauerei. Später wurde der Biergroßhandel von ]osefKrieger übernommen. Die Gaststätte wechselte mehrmals den Besitzer. Namen wie Seeger, Hackl und Knuppertz sind den Röthgenern noch gut in Erinnerung. Unvergessen aber bleibt Hermann Schramm, dessen Frau bis 1966 die 'Gute Stube' Röthgens mit großem Erfolg weiterführte. Heute befindet

sich in der ehemaligen Burgbrauerei an der Ecke Bourscheidtstraße / Burgfeld ein Versicherungsbüro.

Burllbrillrei Ernst Hegenscheidt.

Telephon 264.

86 Wehmütig erinnern wir uns noch an den Sportplatz Talstraße. Unzertrennlich verbunden mit dieser Sportstätte ist die Restauration des Franz Schleip, die am 5. Juni 1905 eröffnet wurde. Ein festliches Ereignis für den gesamten Sport war die Inbetriebnahme des Sportplatzes im Iahre 1922 durch den Bürgermeister Dr. Kalvelage. Von jetzt an nannte man das Restaurant 'Zurn Sportplatz'. Neben dem Fußballsport wurden in diesem Haus der Humor, die Sangeskunst, das kulturelle Leben, sowie derTaubensport gepflegt. 1928 übertrug

Franz Schleip seinem Sohn Paul die Restauration, die er bis 1956 führte. Die Gaststätte war Eschweilers namhaftestes Sportlokal. Nationale und internationale Spieler waren hier zu Gast. Heute erinnert nichts mehr an diese bedeutende Sportstätte, es sei

denn, daß dort, wo das HochhausTaeter steht, bei vielen Eschweiler Bürgern die Erinnerung geweckt wird. Nach vollständiger Renovierung im [ahre 1998 nennt sich das Restaurant 'Alt Röthgen'.

87 Die Röthgener Burg ist bis zum heutigen Tag nicht nur das Wahrzeichen, sondern auch das Schmuckstück des Ortes Röthgen. Die Burg wurde erstmals 1348 urkundlich erwähnt. Die letzte adelige Familie war die der von Bourscheidt, die die Burg bis 1950 besaß. 1951 gelangte sie in den Besitz der damaligen Firma 'Biag Zukunft' . Bedingt durch den Braunkohlenabbau und den damit verbundenen Verlust der ländereien ging die Burg an die jetzigen Besitzer Familie Kugel über. Daß die Burg sich in gut erhaltenem Zustand befindet, ist ein Verdienst des verstorbenen Seniorchefs Peter Kugel, der in Zusammenarbeit mit dem Landeskonservator unschätzbares Kulturgut restaurierte.

88 Es liegt die Vermutung nahe, daß die Aufnahme Mitte der zwanziger [ahre von dem 'Röthgener Dom' aus ' geschossen' wurde. Bis zurTalstraße hin kann man eine spärliche Bebauung feststellen. Im vorderen Bereich erkennen wir den 'Luna Park' auf dem die 'Hohensteiner' Fußball spielten und die St.Rochus-Sch ützen bruderschaft manches Schützenfest feierte. Außerdem fanden hier viele Leichtathletik - Veranstaltungen des Turnerbundes Röthgen-Nord, des Vorgängers der ESG, statt. Heute ist das gesamte Gebiet dicht bebaut.

Eschweiler Totalansicht

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