Essen-West in alten Ansichten

Essen-West in alten Ansichten

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen-West
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2989-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen-West in alten Ansichten'

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49. Was wäre das Ruhrgebiet ohne Taubenvereine, die es früher mehr gab als heute. Die Aufnahme aus dem Jahre 1926 zeigt die Mitglieder des Frohnhauser Taubenzuchtvereins 'Siegespalme' vor der Abfahrt zu einer gemeinsamen Tagesfahrt mit einern Kleinbus in der Gervinusstraße an der Ecke der K uglerstraße.

50. Der Klimburg-Hof in Holsterhausen stand zwischen der heutigen Martin-Luther-Straße, Münchener Straße, Liebigstraße und Am Alfredspark. Er bildete mit einigen anderen Höfen den Kern dieser Bauerschaft. Das Haus wurde 1766 erbaut. 1838 heiratete ein Kalthoff ein, der in der Folge 'Kalthoff genannt Klimburg' genannt wurde. Da das Gebäude mitten in der späteren Kruppschen Siedlung Alfredshof lag, hat es mit am längsten überlebt. 1m Zweiten Weltkrieg wurde es allerdings durch Bomben zerstört. Die Aufnahme entstand etwa um 1900.

51. Holsterhausen besaß auch eine Windmühle, die in dem westlichen Winkel der heutigen Kaulbachstraße und Hohe Warte stand. Sie wurde 1871 von einem Hülsing erbaut, ging um 1880 in den Besitz von Bögel über und kam um 1890 in die Hand seines Schwagers Wilhelrn Brahmkamp genannt Langenkamp. 1899 wurde die Mühle stillgelegt; die Konkurrenz der Dampfmühlen war zu groß geworden. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg rückte der Steiger Hermann Schulte, der inzwischen das Müllerhaus bewohnte, dem dieken Turm in seiner freien Zeit mit Hacke und Brecheisen zu Leibe und trug ihn ab,

52. Ungefähr im Zug der heutigen Kaulbachstraße lag der Rand des 1835 gerodeten Frohnhauser Holzes. Hier stand der größte Teil der Holsterhauser Kotten, die sich noch lange erhalten hatten, wie hier der Kotten Winkelmann genannt Büschken. Heute steht an seiner Stelle eine Tankstelle im Winkel der Rembrandt- und Kaulbachstraße am Holsterhauser Platz,

53. Auch der Gebrande-Kotten, hier ein Bild aus dem Jahre 1910, gehörte zu den Kotten an der Buschkante. Er stand etwa dort, wo sich heute die Gaststätte 'Pumpernickel' in der Kaulbachstraße befindet. Man kann es sich kaum vorstellen, wenn man die stark befahrene vierspurige Straße mit den durchgehenden Häuserzeilen sieht.

54. Diese alte Aufnahme aus dem Jahre 1878 zeigt die alte Holsterhauser Familie von Josef Kalthoff, der die Wirtschaft 'Josef Kalthoff' führte, Die Gäste nannten ihn 'Juwit', und so hieß er auch in ganz Holsterhausen, Er braute mit peinlicher Sorgfalt sein Bier selber, wie überliefert ist. Der Junge auf seinem Knie ist Heinrich, der spater in der Gemarkenstraße eine Bäckerei und ein Café betrieb.

55. Die Wirtschaft von Josef Kalthoff lag am Ende der Gemarkenstraße in dem Winkel Lehnbach-, Rembrandt- und Janssenstraße. Um 1900 kam die Bezeichnung 'Zum Starnmhaus' auf und so hieß sie, bis sie im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Hier tagte der Verein 'Buschkante' und hier wurden viele Feste gefeiert, wie das 'Jagdfest' oder das 'Bohnenfest'. Bei den alten Holsterhausern ist diese Wirtschaft unvergessen. Heute befindet sich hier eine Sparkasse.

56. Die Wirtschaft von Heinrich von der Stein stand an der Ecke Gemarken- und Rembrandtstraße. Heute ist an dieser Stelle eine Tankstelle. 'Hennerk von der Steen', auch 'den Grooten' genannt, war wohl einer der beliebtesten Wirte Holsterhausens. Er und sein Bäckergeselle besaßen jeder ein Glasauge, und er ruhte nicht eher, bis er ein einäugiges Pferd aufgetrieben hatte, dem er ebenfalls ein Glasauge einsetzen ließ. Dieses Dreigespann der Glasaugenbesitzer war die Sehenswürdigkeit Holsterhausens. Von der Steins Spezialität war ein 'Paedsbittern', der nach seiner Aussage 'fö Rüddeln un fö Bukpiene, fö Lüse un fö Häuhnerogen, fö en Schnuppen un fö de Loperie, fö Päde un fö Käuhe' zu gebrauchen war.

57. Dieses Bild entstand um die Jahrhundertwende mitten in Holsterhausen. Es zeigt die Gattenwirtschaft des Restaurants von Heinrich von der Stein, das eigentlich 'Zum deutschen Kaiser' hieß, aber selten so von den Einheimischen genannt wurde. Die Gartenwirtschaft lag hinter dem Haus und man glaubt es gerne, wenn man in einem Werbeinserat aus dem Jahre 1896 liest: ?... Gartenwirtschaft mit schattigen Anlagen. Beliebter Ausflugsort von Essen und Umgebung .. .' Mit etwas Wehmut wird wohl mancher alte Holsterhauser daran zurückdenken, denn heute gibt es in Holsterhausen so etwas nicht mehr. 1943 wurde die Gaststätte durch Bomben zerstört.

58. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1925 und zeigt den Holsterhauser Karnevalsverein 'Die Buschkänter'. Es waren fast alles 'Pohlbürger', eingesessene Familien, zumeist Handwerker und im ganzen Stadtteil bekannt, Einige Mitglieder seien hier genannt: unten an der Pauke kniet der Bäckermeister W. Schnell. Links über ihm sitzt mit Mütze der Schmied Heinrich Steinfort. Ganz rechts sitzt der Polstermeister Wilhelm Schichte!. In der Mitte sitzt die 'Dicke Lisa', und links neben ihr, mit der hohen Mütze, ist 'Hennernann Daß', Heinrich Lindemann, der zu den bekarmtesten Holsterhauser Originalen gehörte. Es war ein fideles Völkchen, das mit seinem Humor und seinem Spaß Anlaß zu allerlei Anekdoten gab, die heute noch erzählt werden.

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