Essen-West in alten Ansichten

Essen-West in alten Ansichten

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen-West
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2989-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen-West in alten Ansichten'

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59. Diese Aufnahme, sie entstand um 1910, zeigt Heinrich Lindemann inmitten seiner Familie vor seinem Kotten in der Listerstraße. Den Spitznamen 'Hennemann Daß' soll er erhalten haben, weil am Tage seiner Geburt seinem Vater ein Dachs über den Weg gelaufen sein soll. Als er nach dem Feldzug 1870/71 seine Frau kennenlemte, dauerte es allerdings noch sieben Jahre, ehe die Hochzeit stattfand. Von dieser Hochzeit erzählt man sich, daß sie nicht bei Kaffee und Kuchen stattfand, sondern mit in großen Kesseln gekochtem Reisbrei. Es wurde eifrig geschmaust und gebechert; zehn Tage lang. Und hätte seine Frau 'Arniken' nicht energisch eingegriffen, hätte 'Hennemann Daß' sicherlich noch einige Tage angehängt.

60. In den Jahren 1872/73 wurde von Krupp die Siedlung Schederhof mit 492 Wohnungen erbaut. Die ersten Häuser hatten das auf dem Bild gezeigte Aussehen mit den außen liegenden Treppen zu den oberen Stockwerken. Die Essener meinten spöttisch, daß hier abends die Treppen hochgezogen würden. Dann wurden auch andere Häuser erbaut. Zu der Siedlung gehörten auch ein Marktplatz, eine Parkanlage, Schulen, eine Apotheke und ein Junggesellenheim. Der Zweite Weltkrieg wischte alles hinweg; nur die Schederhofstraße erinnert an die alte Siedlung.

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61. Im Jahre 1894 wurde mit dem Bau der Kruppschen Siedlung Alfredshof in Holsterhausen begonnen. Die Häuser wurden nach Plänen des Regierungsbaumeisters Robert Schmohl im 'CottageStil', im englischen Landhausstil, erbaut. Beim weiteren Ausbau kamen allerdings auch andere Baustile und -formen hinzu. Im sogenannten kleinen Alfredspark stand noch das gepflegte Fachwerkhaus von Kalthoff genannt Klimburg. Die Siedlung lag zwischen der Kepler-, Liebig- und Münchener Straße. Im Krieg wurde die Siedlung fast restlos zerstört.

62. Ein Klassenfoto aus dem Jahre 1919, aufgenommen auf dem Schulhof der katholischen Volksschule an der Bardelebenstraße mit der Lehrerin Fräulein Tennie. Manche Großmutter wird sich hier wiedererkennen und ihre Enkel werden schmunzeln, denn fast jedes der Mädchen trägt noch eine Schleife im Haar. Aber damals gehörten Haarschleifen einfach zum 'angezogen' sein. Das Schulgebäude der Bardelebenschule wurde, wie so vieles, im Zweiten Weltkrieg zerstört und später wieder neu aufgebaut.

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63. Diese Postkarte zeigt die frühere Intzestraße mit der damaligen katholischen Volksschule und der im Jahre 1907 erbauten katholischen Kirche Maria Geburt. Hinter der Kirche kreuzt die Harkortstraße und man sieht die Häuser der unteren Bunsenstraße. Die Bomben des Krieges zerstörten Schule und Kirche. Heute ist die frühere lntzestraße eine namenlose Verbindungsstraße in dem hier befindlichen Gewerbegebiet. Die Kirche Maria Geburt entstand neu nach dem Krieg auf dem Grund des alten Rathauses am Altendorfplatz.

64. Die Gemarkenstraße hat sich im Laufe der Zeit zur Hauptgeschäftsstraße von Holsterhausen entwickelt, in der auch früher Heinrich Kalthoff eine Bäckerei und ein Café betrieb. Daneben gab es aber noch längere Zeit kleinere Häuser zum Teil mit Handwerksbetrieben oder Geschäftchen. In der Gemarkenstraße gab es auch schon Ende der zwanziger Jahre das 'Stammhaus-Kino', in dem die Holsterhauser noch Stummfilme bewunderten.

65. Eine seltene Aufnahme von der Gemarkenstraße aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, Es ist Sonntag und die Leute kommen aus der Kirche. Links steht noch der Hof Kalthoff mit der Grundstücksmauer, hinter dem die Wohnhäuser der Schongauerstraße zu sehen sind. Hier steht seit 1930 das Gemarhaus, An der Stelle des KaJthoffschen Hauses war der Eingang des 'Gemar-Kinos', in dem sichjajetzt ein Supermarkt befindet,

66. Diese Luftaufnahme aus dem Jahre 1926 zeigt die 1890 bis 1892 erbaute katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt in ihrem früheren Aussehen. Der hohe spitze Turmhelm wurde 1940 von einem starken Sturm herabgerissen. Bei der Wiederherstellung der durch Bomben stark zerstörten Kirche erhielt der Turm das heutige kleinere Helmdach. Wie man sieht, waren in den zwanziger Jahren noch etliche Flächen an den Straßen unbebaut. Diese Bebauung erfolgte zum Teil erst beim Wiederaufbau des stark zerstörten Holsterhausens.

67. Diese Luftaufnahme aus dem Jahre 1930 zeigt die evangelische Melanchtonkirche am Holsterhauser Platz im Bau. Sie war die erste 'Stahlkirche' der Welt. Sie stand zunächst auf der großen Deutschen Presseausstellung, der PRESSA, in Düsseldorf als würdiger Rahmen für das evangelische Schrifttum. Sie war ganz aus Stahl, Glas und Kupfer erbaut. Das Kreuz auf der Spitze war des nachts erleuchtet. Die 'Stahlkirche' wurde als erste.Kirche in Essen 1942 durch Bomben zerstört und in dieser Form nicht wieder aufgebaut. 1m Hintergrund erkennt man noch die Ziegelei von Haackshorst.

68. Alte Holsterhauser erinnern sich sicherlich beim Anblick dieses Bildes an die Zeit, als vor rund siebzig Jahren die Essenwagen der Firma Krupp bimmelnd auch durch die Straßen von Holsterhausen fuhren und die 'Henkelmänner' für die bei Krupp beschäftigten Werksangehörigen einsammelten. Der Wagen war beheizt, sodaß das Essen warm an den einzelnen Werkstoren von den Arbeitern in Empfang genommen werden konnte.

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