Essen in alten Ansichten Band 2

Essen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3097-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen in alten Ansichten Band 2'

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89. Diese Gruppe mit dem Kreuz und dem Denkmal des Heiligen Nepomuk stand an der Ecke Karnaper Straße und Lohwiese in Karnap. Das Nepomuk-Standbild wurde im Jahre 1739 errichtet und stand ursprünglich an der Emscher. Dieser Heilige ist bekanntlich der Schutzpatron gegen Wassernot und Überschwemmungen. Früher trat in jedem Frühjahr die Emscher über die Ufer. Die letzte große Überschwemmung war im Februar 1909. Das Wasser überschwemmte kilometerweit bis Karnap-Mitte das Land. Ein Karnaper Einwohner ist damals ertrunken. Das Nepornuk-Standbild kam später zur Sankt-Marienkirche, wo es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Damit ist auch diese kleine Besonderheit Karnaps verschwunden.

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90. Am 14. April 1907 bekam Katernberg ein Gymnasium, das zunächst in der Marienschule und 1908 in der neuerbauten Luisenschu1e eine provisorische Unterkunft fand. Ostern 1909 zog es mit ihrem Leiter DI. Heinrich in das hier gezeigte neue Gebäude in der Kantstraße. Hier wohnten auch die meisten Lehrer; deshalb wurde sie im Volksmund auch 'Paukerburg' genannt. Nach der Eingemeindung von Katernberg nach Essen im Jahre 1929 wurde das Gymnasium am 1. April 1934 aufgelöst. In dem Gebäude, das im Zweiten Weltkrieg zur Hälfte zerstört und später im neuen Stil wieder aufgebaut wurde, sind heute eine Gemeinschafts-Grundschule sowie eine Sonderschule.

91. Am 29. Juni 1903 gründeten sechs Katernberger den Kavallerie-Verein 'Fürst Blücher', bei dem vaterländisches und kameradschaftliches Bekenntnis über Partei und Konfession stehen sollte. Einer der Gründer war Bürgermeister Meyer; auch Hubert Escher, Inhaber des Vereinslokals 'Zur Almhütte' zählte dazu. Erster Vorsitzender war lange Jahre Fritz Hüttemann, Diese Aufnahme wurde zum zehnjährigen Bestehen des Vereins am 1. Juni 1913 gemacht. Vereine jeder Forrn spielten früher eine größere Rolle und waren notwendiger als heute. Sie dienten mit ihren Vereinsabenden, ihren Feiern und Festlichkeiten dem Zusammenhalt der Bewohner in den Orten und Stadtteilen.

92. Ein altes Bild von der Gaststätte 'Iländer' an der Hallostraße in Stoppenberg. Sie wurde auch 'alte Mairie' genannt, weil das Gebäude von 1802 bis 1811 als erstes Rathaus der Bürgermeisterei Stoppenberg diente. Hier in der Gaststätte verkehrte vor der Jahrhundertwende auch der 'Trampel-Klub' oder 'Klub der Rothäute', ein wanderfreudiger Herrenklub, dem so angesehene Bürger wie Krupp, Waldthausen, Knaudt, Landrat von Hövel und andere angehörten. Bei 'Iländer' tranken sie Tee oder Kaffee und jeder hatte seine eigene Tasse. Die Seniortasse hatte die Aufschrift: 'Sei stets fidel, du rote Haut, so lang man Mokkas Trank hier braut.' Im Zweiten Weltkrieg wurde die Gaststätte zerstört.

93. Das ist die Windmühle in Schonnebeck, auch Berkenkamps Mühle genannt, die auf der Anhöhe an der Bonifaciusstraße stand und weithin sichtbar war. 1872 wurde sie erbaut und 1899 von Stattmann übernommen, der 1911 das noch stehende Wohnhaus erbaute. Später ging sie in den Besitz der Essener Steinkohlenbergwerke AG über. 1959 wurde sie renoviert, aber vor einige Jahren abgerissen. Rund einhundert Jahre war sie das Wahrzeichen von Schonnebeck. Heute erinnern nur die Straßennamen 'Berkenkampmühle' und in der Nähe der 'Mühlenkamp' an die letzte Windmühle Essens.

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94. Wenden wir uns nun wieder dem Südwestteil des Stadtgebietes zu. Die Postkarte aus dem Jahre 1907 zeigt das 1901 an der Ecke Margaretenstraße und Kerckhoffstraße in Frohnhausen errichtete Kaiserliche Postamt Essen-West. Über der linken Dachecke ragt der Turm der Lutherkirche empor. Geradeaus blickt man, am Ende der Margaretenstraße, auf den damals noch vorhandenen Eisenbahnübergang. Dahinter ging es in die Haedenkampstraße, die durch die Kolonie Kronenberg führte.

95. Ein Bild vom Frohnhauser Platz aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Ein Markthändler hat ein Schild gemalt, das auf einer Schubkarre befestigt ist: 'Erreicht ist es, was wir gewollt. Der Stadt wird unser Dank gezollt.' Im Jahre 1901 kam die bis dahin selbständige Gemeinde Altendorf mit Frohnhausen nach Essen. Das Bild muß demnach einige Jahre später entstanden sein, als die Stadt Essen auf dem Frohnhauser Platz einen Wochenmarkt einrichtete.

96. Im sogenannten Alfredspark, einer Krupp'schen Siedlung in Holsterhausen zwischen der Kruppstraße und der Münchener Straße, hatte sich dieses Fachwerkhaus aus dem Jahre 1766 inmitten der Häuser des Alfredshofes lange gehalten. Es war der Hof Kalthoff, genannt Klimburg. Neben der Borgsmühle im Mühlbachtal war er der letzte Bauernhof von Holsterhausen. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs vernichteten diesen Zeugen der früheren Bauerschaft.

97. Ein Bild von der Krupp'schen Wohnsiedlung Friedrichshof in Holsterhausen, die im bereich der Lord-, Kaupen- und Kahrstraße lag. Es waren umbaute Höfe, die mit Tordurchgängen verbunden waren. Eine Krupp'sche Konsumanstalt und ein Badehaus waren auch vorhanden. Daneben lag an der Kaupenstraße die bekannte Gaststätte 'Kaupenhöhe'. Diese Aufnahme entstand im Jahre 1906. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs ließen vom Friedrichshof nur einige wenige Häuser an der Kaupenstraße übrig.

98. Das war der Gemarkenplatz vor dem Bau des Gemar-Hauses in den zwanziger Jahren. Rechts blickt man in die Gemarkenstraße. Das zweistöckige helle Haus links war die bekannte Wirtschaft 'J oseph von Trostorff", eine Gaststätte, in der auch die Pohlbürger von Holsterhausen verkehrten. Dazu gehörte früher auch ein großer Garten. Die 'Milchbauern', die damals noch Milch in die Häuser brachten, kehrten hier gern nach ihrer Tour ein. Vor dem Hause warteten dann geduldig ihre Pferde mit den Wagen. Es ist oft vorgekommen, daß die Fahrer dann auf dem Nachhauseweg auf dem Bock schliefen. Aber das machte nichts; die Pferde kannten alleine ihren Weg nach Haarzopf oder nach Kettwig.

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