Essen in alten Ansichten Band 2

Essen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3097-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen in alten Ansichten Band 2'

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49. Auch diese Aufnahme entstand im Jahre 1906 und zeigt die Ostseite der Viehofer Straße. Das Haus mit der Fahne war die bekannte Gaststätte 'Zum Erzherzog Kar!'. Es soll die älteste Wirtschaft in Essen gewesen sein und war das Geburtshaus des Heirnatforsehers Franz Arens. Nach dessen Vater, der auch Franz hieß, ist eine Straße in Essen benannt. Um 1906 stand der Wirt Stucke hinter dern Tresen. Zuletzt führte Josef Luttmann die Wirtschaft. Die 'Veihwerstroote' war früher die Hauptgeschäftsstraße in Essen. Später verlagerte sich das Geschäftsleben zur Kettwiger- und Limbecker Straße.

50. Die Aufnahme aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeigt das Nordende der Viehofer Straße. Links lag die bekannte Gaststätte 'Zurn Wacholderhäuschen', daneben das Restaurant von Carl Pichler. An der gegenüberliegenden Ecke, rechts am Eingang zur Kastanienallee, war die Wirtschaft 'Zur Kanone' von Julius Fischer, die wegen ihrer lauten Blasmusik bekannt war. Hier fanden auch damals die ersten Damenringkämpfe statt. Auch diese Häuser wurden, wie so viele, im Zweiten Weltkrieg zerstört.

51. Das ist die der Wirtschaft von 'Kanonenfischer' gegenüberliegende Ecke an der Nordseite der Kastanienallee um 1900. Die Straßenbahnschienen führen links zum Pferdemarkt. Im Hintergrund ragt die Gertrudiskirche empor. Auch in diesen Häusern befanden sich die damals typischen kleinen Geschäfte und Geschäftchen. Über dem winzigen Laden in der Enge zwischen den Häusern steht auf einem Schild: 'Echt türkische Zuckerwaaren - Eigene Fabrikation - Ch. Thomas aus Constantinopel.'

52. Der Viehoferplatz um 1926. Die beiden zweistöckigen Häuser im Hintergrund rechts vor der Gertrudiskirche hatten den Zweiten Weltkrieg überlebt, In ihnen waren das Pastorat und die Samen- und Zoohandlung Schmidt. Sie fielen nach dem Kriege der Spitzhacke zum Opfer, denn durch die Zunahme des Verkehrs mußte der Platz völlig umgestaltet werden. Er hat heute ein ganz anderes Gesicht.

53. Der Bahnhof Essen-Nord wurde im Jahre 1866 errichtet und brachte damals dem Viertel am Viehoferplatz und nördlich davon neues Leben. Im Laufe der Zeit verlor der Bahnhof allerdings seine Bedeutung und dient heute nur noch als Güterbahnhof. Der Platz davor heißt seit 1922 'Rheinischer Platz', da der Bahnhof ursprünglich 'Rheinischer Bahnhof' hieß. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1905.

Nordbahnhof

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54. Diese Aufnahme entstand im Jahre 1917 an dem Straßenbahndepot an der Grillostraße. Es war Krieg, die Männer waren als Soldaten eingezogen und die Frauen übernahmen vielfach deren Tätigkeiten, auch als Straßenbahnfahrerinnen und Schaffnerinnen. Übrigens fuhr der Essener nicht mit der Straßenbahn, sondern er fuhr mit der 'Elektrischen", wobei das 'E' am Anfang des Wortes nur kurz anklang. Alte Essener sagen auch heute noch so.

55. Der Laubenhof war eine Arbeiterkolonie, die von der Firma Krupp während des Ersten Weltkrieges im Nordviertel errichtet worden war. Um drei Hofräume herum waren Notwohnungen mit Laubengängen gebaut worden, die die Bezeichnungen Laubenhof I, II und III hatten. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Laubenhofgelände ein Gewerbegebiet und von der Kolonie ist nichts mehr zu sehen. Nur eine Straßenbezeichnung erinnert noch daran.

56. Der Pferdemarkt von der Rottstraße her gesehen. Rechts ist die Ecke der Wirtschaft Strickling und links sind die zwei kleinen Häuser der Gaststätte 'Zur Hauptwache' . Im Hintergrund sind die Türme der Gertrudiskirche. Vom Pferdemarkt wurde früher manche Anekdote erzählt, so auch diese: Eines Nachts erklang eine geisterhafte Stimme von einem Dach. Man glaubte, ein Schlafwandler sei in Gefahr: Polizei und Feuerwehr riickten an und Polizeiinspektor Dähne rief hinauf: 'Er dal Komm er sofort herunter oder ich komme hinaufl' Als Antwort kam nur die geisterhafte Stimme. Ein Feuerwehrmann kletterte hinauf und steilte [est, daß ein Betrunkener aus einer Dachluke in die Nacht hinaus rief. Unter dem Gelächter der Versammelten zogen sich Feuerwehr und Polizei eilig zurück.

57. In diesem kleinen Haus an der Ecke Kirchstraße und I. Weberstraße gründete FranzWilhelm Böhmer im Jahre 1855 ein Kolonialwarengeschäft und verkaufte daneben auch Schuhe. Dann verlegte er sich nur auf den Schuhverkauf. Ein hoher Berg Ware lag auf der Erde und die Kunden suchten sich das Passende heraus. Später hingen die Schuhpaare an einer Eisenstange. Der Sohn Hermann Böhmer war der erste in Essen, der sonntags sein Geschäft schloß. 1917 war das Schuhgeschäft in der Limbecker Straße, wo es 1943 vollständig ven Bomben zerstört wurde. Heute ist die Firma in der Kettwiger Straße. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1885. Auch hier ließ der Zweite Weltkrieg nur Trümmer zurück und diese Ecke gegenüber der evangelischen Kreuzeskirche hatte sich schon vorher und auch nachher völlig gewandelt.

58. Das Bild zeigt die Westseite des Weberplatzes mit den Häusern der Il. Weberstraße, der heutigen Gerswidastraße. Es wurde im Jahre 1905 gemacht. Nicht nur Händler hatten ihre Stände, sondern auch Bauern und Kötter kamen mit Kisten und Körben und boten ihre Erzeugnisse an. Hier herrschte immer reges Leben und Treiben, Der tägliche Markt auf dem Weberplatz hat bis heute seine Anziehungskraft nicht verloren.

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