Essen in alten Ansichten Band 2

Essen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3097-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen in alten Ansichten Band 2'

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59. Am 25. November 1929, kurz vor zehn Uhr vormittags, erschütterte eine heftige Explosion den Weberplatz. Es gab vier Tote, einundzwanzig Schwerverletzte und sieben Leichtverletzte. Die Druckwelle war so stark, daß, wie eine Zeitung schrieb, einem Mann in seiner Wohnung in der Kirchstraße die Kaffeetasse vom Mund weggerissen und gegen die Wand geschleudert wurde. Man sprach von einer Gasexplosion, aber die genaue Ursache wurde nie geklärt.

60. Das ist eine Luftaufnahme von der nördlichen Innenstadt aus dem Jahre 1929. Sie zeigt den dreieckigen Platz des Pferdemarktes mit einem Teil der Rottstraße. Das kleine vorspringende Haus ist die bekannte Wirtschaft Strickling. Rechts liegt die Kastanienallee und ganz links verläuft die Viehofer Straße. Rechts im Vordergrund ist die Gertrudiskirche zu erkennen. Sie steht heute noch; alle anderen Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg vernichtet.

61. Auch diese Luftaufnahme stammt aus dem Jahre 1929. Hier ist der Kopstadtplatz mit seinen dichtgedrängten Marktständen. Rechts erkennt man das 'Colosseum' mit dem schräg dahinter liegendem Saalgebäude. Gegenüber steht das Haus von Betten-Pröbsting. dazwischen führt die Straße zum Gänsemarkt. Rechts unten ist die Rundung des Gebäudes von Overbeek & Weller zu erkennen. Heute sieht der Platz ganz anders aus.

62. So sah der Kopstadtp1atz um 1895 aus. Noch steht die Kapelle des Heiligen GeistHospitals, die 1896 abgerissen wurde. Rechts daneben ist noch der alte Kornspeicher. Das Kriegerdenkmal wurde im Jahre 1891 errichtet. Links, gegenüber der Kapelle, ist die Ecke des Geschäftes von Küllenberg zu erkennen. Um diese Zeit machte der Kopstadtp1atz noch einen kleinstädtischen Eindruck. Einige Jahre später hatte er aber bereits ein ganz anderes Aussehen, bis der Zweite Weltkrieg auch ihn nicht verschonte.

63. Das Foto zeigt die Nordostecke des Kopstadtplatzes vor dem ersten Weltkrieg. Der Bliek geht geradeaus in die Rottstraße. Das Eckhaus links, in dem seit 1877 Schiesen & Flothmann war, stammte aus der Zeit um 1700. Das hohe Haus rechts war das 'Reichshallentheater' mit dem 'Wiener Café' von Ernst Nordmeyer. Es war Essens erstes Varieté-Theater. Das schieferbedeekte zweistöckige Haus vor dem Theater war die Wirtschaft von Hallmann, die zum Flachsmarkt hin einen Tanzsaal besaß. Heute ist hier das Bekleidungshaus Overbeck.

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64. Am 2. September 1877 besuchte Kaiser Wilheim 1. die Stadt Essen. Ihm zu Ehren wurde auch auf der Limbecker Straße dieser Bogen errichtet, der oben mit einer Fahne geschmückt ist, die das Essener Stadtwappen zeigt. Die Inschrift nimmt Bezug auf den 'Sedantag'. Am 2. September 1870 schrieb der Kaiser nach der Einnahme von Sedan: 'Welch eine Wendung durch Gottes Fügung!' Rechts ist das damalige Gebäude der Hirsch-Apotheke von Grevel. Jetzt steht hier das Bettenhaus Pröbsting. Hinter dem Bogen sieht man ander Einmündung der Lindenallee die Kolonialwarenhandlung Schlöttel. Vor dem Zweiten Weltkrieg war hier Peek & Cloppenburg und heute ist hier das Teppichhaus Kibek.

65. Das ist die Limbecker Straße aus der gleichen Zeit. Im Hintergrund ist der Turm der Marktkirche sichtbar. Rechts ist wieder die Ecke der damaligen Hirsch-Apotheke mit dem Vorgarten zu sehen. Hier war später Hanisch und ist heute Pröbsting. Links vor dem dunklen Haus mündet die Kastanienallee. Davor war an Stelle dieser Häuser urn 1930 das Hutgeschäft der Geschwister Gutmann. Heute erhebt sich hier der Bau von Scheepers. Vor einhundert Jahren machte die heute weitbekannte 'Limbecker' einen recht kleinstädtischen Eindruck. Erst langsam verlagerte sich das Hauptgeschäftsleben von der Viehofer- und Rottstraße zur Kettwiger-, Burg- und Limbecker Straße.

66. Wo sich jetzt die Schaufensterreihe von Cramer & Meermann an der 'Limbecker' befindet, standen um die Jahrhundertwende diese Häuser. Hier war auch das Restaurant 'Zur Stadt Berlin' von Gustav Rösler, ein bekanntes und für damalige Verhältnisse recht ansehnliches Haus. Vorher war es das Restaurant 'Germania' von Lohberg, in dem am 17. Oktober 1896 die ersten Aufführungen eines neuen Weltwunders, der 'lebenden, sich fortbewegenden Photographien' , also des Films, in Essen stattfanden.

67. Das Bild, das um die Jahrhundertwende entstanden ist, zeigt den damals prächtigen Bau der Firma Theodor Althoff an der Ecke Limbecker Straße und III. Hagen. 1912 verlegte die Firma ihr Geschäft in einen Neubau am Limbecker Platz. In diesem Haus hier war später das Schuhgeschäft Samson. Der Zweite Weltkrieg zerstörte auch dieses Haus. Heute ist hier in einem neuen Haus das Schuhgeschäft von Grüterich. Im lIl. Hagen sieht man noch die Einmündung der Brandstraße und hinten rechts das frühere Amtsgericht.

68. Das war die andere Seite des Baukomplexes Ecke Kibbelstraße und 111. Hagen in den achtziger Jahren. So sah es eigentlich in der ganzen Stadt aus. Kleine alte Häuser wechselten mit Neubauten. Neben kleinen Geschäften gab es Handwerksbetriebe und Wirtschaften. Es war eine Stadt im Aufbruch zur Großstadt. Im Hintergrund ist die Limbecker Straße und man blickt auf das Haus von Bremer mit der bekannten Brauerei und Gaststätte 'Bremerhafen', die noch in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bestand. Eingänge waren an der Limbecker Straße und am Gänsemarkt.

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