Essen in alten Ansichten Band 2

Essen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3097-4
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Essen in alten Ansichten Band 2'

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79. An der Ecke der verlängerten Limbecker Straße im Vordergrund und der Rheinischen Straße links, stand das alte Knappschaftsgebäude. Es wurde in den Jahren 1859-1860 errichtet. Als König Wilhelm I. am 1. Oktober 1861 Krupp und Essen besuchte, diente das damals schönste Bauwerk der Stadt, das neue Knappschaftsgebäude, als Mittelpunkt aller festlichen Veranstaltungen; Bürgermeister Lindemann empfing hier den König, Nach der Bergschule waren in dem Gebäude verschiedene andere Schulen untergebracht. 1872 wurde es von der Firma Krupp erworben, die 1899 die Krupp'sche Bücherhalle darin eröffnete. 1928 kam es in den Besitz der Firma Althoff, die es 1929 abreißen ließ, um ihr Warenhaus zu erweitern.

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80. Eine beliebte Scherzkarte aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Sie zeigt, wie es morgens um sechs Uhr an der Altendorfer Straße aussah, wenn der 'Krupp'sche Esel' schrie und bei Krupp die Arbeit begann. Der 'Krupp'sche Esel' war die Fabriksirene, die man in der ganzen Stadt und in Essen-West hören konnte und die jeder Essener kannte. Sie befand sich auf dem Wasserturm an der Sälzerstraße und schickte um sechs Uhr früh, um zwölf Uhr rnittags und um sechs Uhr abends ihren gellenden Ton über Fabrik und Stadt. Ursprünglich soll sie quäkender geklungen haben und daher soll der Ausdruck stammen: 'der Krupp'sche Esel schreit!'

81. Dieses Gebäude an der Altendorfer Straße inmitten der Fabrik war Sitz der Hauptverwaltung der Fried. Krupp AG. Es wurde in den Jahren 1908 bis 1911 gebaut und wegen seines 63 Meter hohen Eckturmes nannte man es auch 'Turrnhaus'. Mit dieser für die damalige Zeit imposanten Höhe war das Gebäude ein Wahrzeichen der Fabrik und auch der Stadt. Es hat viele hohe Persönlichkeiten gesehen, so unter anderen Kaiser Wilhelm Il., als die Firma im Jahre 1912 ihr einhundertjähriges Jubiläum beging. Während des Ersten Weltkrieges standen auf dem Turm auch Flak-Geschütze. Das Turmhaus gibt es nun nicht mehr; es wurde vor kurzem abgerissen.

82. Das Bild zeigt den alten Bahnhof Essen-West, der von 1884 bis 1913 bestand. Die Aufnahme wurde um 1900 von der Lutherkirche aus gemacht. Man sieht den Bahnübergang an der Margaretenstraße, die gerade durch die Kolonie Kronenberg läuft. Es ist die heutige Haedenkampstraße. Der Bahnhof war eigentlich ein Haltepunkt. Um zum anderen Bahnsteig zu kommen, mußte man über die Gleise klettern. Man sieht deutlich, wie an das ursprüngliche Bahnhofsgebäude immer wieder Anbauten gemacht worden sind. Als es nicht mehr ging, errichtete man 1912-1913 weiter westlich das heute noch vorhandene Bahnhofsgebäude und der übergang fiel an dieser Stelle weg.

83. An der Ecke Altendorfer Straße und der heutigen Hirtsieferstraße, die erst seit 1920 besteht, stand die Wirtschaft 'Zum Spitzen'. Urspriinglich in einem kleineren Haus, hatte die Wirtschaft ihren Namen nach ihrem hageren 'spitzen' Besitzer 'Zum spitzen Dierk' oder kurz 'Zum Spitzen'. Hier wurde, wie in vielen anderen Wirtschaften auch, selbst Bier gebraut, namentlich Weizenbier. Deswegen war die Wirtschaft weit und breit beliebt und bekannt. Selbst der alte Krupp soll deswegen hierher gekommen sein. Im Laufe der Zeit wechselten die Besitzer. Die Wirtschaft 'Zum Spitzen' hat ihren Namen behalten und ist heute in einem Neubau.

84. Der Essener Mühlenbach, der in Bredeney entspringt und in Vogelheim in die Berne mündet, trieb früher auf seinem langen Lauf eine ganze Reihe Mühlen, so auch die Bückmanns-Mühle in Schönebeck. Im Vordergrund steht das Mühlenhäuschen mit einem schönen Fachwerkmuster. Wie an den meisten Höfen, stand auch hier ein Spruch über dem Eingang: 'Wen der Herr nicht das Haus baut: so arbeiten umsonst die da bauen: wen der Herr die stadt nicht Behütet: so wachtet der wächter umsonst.' Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Mühle abgerissen. Das Hofgebäude im Hintergrund brannte im Zweiten Weltkrieg ab.

85. Das ist das früher sehr bekannte 'Bedingrader Kapellchen' an der Lohstraße, gegenüber der Einmündung der Straße Auf dem Eichholz. Vorher stand es an der Frintroper Straße gegenüber dem Wasserturm. Hier war immer die Mittagspause der ganztägigen Borbecker Prozession. Wegen Baufälligkeit wurde es abgebrochen und 1912 hier an der Lohstraße neu aufgebaut. Das Grundstück hatte Hermann Becker der Pfarrgemeinde geschenkt. Hier diente es als Segensstation bei der Fronleichnamsprozession. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört. Rechts im Hintergrund ist der Paus-Hof zu sehen, der erst vor einigen Jahren abgerissen wurde.

86. Das Bild zeigt den Borbecker Platz mit einem Fest des Theatervereins am Anfang der zwanziger Jahre. Die Aufnahme wurde vom Dionysius-Kirchplatz aus gemacht. Im Hintergrund ist die Borbecker Straße mit den damaligen Geschäftshäusern wie das Kaufhaus Gustav Ruben oder Gebrüder Loewenstein. Hier stehen heute moderne Geschäftshäuser wie unter anderen Corso oder Loosen. Hier liegt nach wie vor der Mittelpunkt von Borbeck, das auf eine elfhundert Jahre alte Geschichte zurückblicken kann.

Essen, Ruhr

E,senhülle Phöni~ Bergeborbeck.

87. Zwischen der Bottroper- und der Haus-Berge-Straße in Bergeborbeck stand früher die Eisenhütte Phönix, die im Jahre 1926 stillgelegt und später abgebrochen wurde. Während der Nazizeit entstand hier in den dreißiger Jahren das sogenannte Gaufe1d. Heute steht hier eine große Tennishalle. An die Phönix-Hütte erinnert nur noch die alte Schlackenhalde an der Bottroper Straße, die man gärtnerisch gestaltet und von deren Erhebung man einen wunderbaren Bliek auf das Emschertal und das nördliche Industriegebiet hat.

88. Ein Bild von dem Bahnhof Altenessen aus den neunziger Jahren. Die Köln-Mindener Eisenbahnstrecke wurde am 15. Mai 1847 feierlich als erste Eisenbahn im Ruhrgebiet eröffnet. Damals hatten die Lokomotiven noch Namen und die beiden Lokomotiven, die den ersten Zug zogen, hießen 'Dortmund' und 'Hamm' . Essen selbst erhielt erst 1862 seinen Bahnhof. Vorher mußten die Reisenden immer den weiten Weg nach Altenessen machen. Sie taten dies zumeist mit Kutschen privater Unternehmen, wie zum Beispiel die von van Eupen oder Berghaus. Daneben fuhr auch noch die Postkutsche. In den folgenden Jahrzehnten überzog sich das Industriegebiet mit einem dichten Eisenbahnnetz.

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