Esting in alten Ansichten

Esting in alten Ansichten

Auteur
:   Christine Müller
Gemeente
:   Esting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5659-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Esting in alten Ansichten'

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9. Das neben der SchloßkapeJle gelegene Wohnhaus der Beneficiaten wurde 1738 erbaut. Von 1810 bis 1835 hielt der jeweilige Beneficiat hier auch Schulunterricht. Auf dem um 1930 entstandenen Foto sieht man den schönen Bau im Fronleichnamsschmuck. Die vielen Fahrräder zeigen an, daß der darnalige Beneficiat, Vitus Hartig, gerade seine Sprechstunde als Heilpraktiker abhielt. Leider hat das Haus bei seiner Renovierung 1990 seine Ausstrahlung verloren.

10. Der Pfarrgarten als Schafweide. das war um 1930 nichts Ungewöhnliches in Esting, Der damalige Pfarrherr, Prälat Virus M. Hartig, war nicht nur Seelsorger und Heilpraktiker, er hatte auch einen ganzen Tierpark auf dem Anwesen angesiedelt. Von 1914 bis 1936 wirkte der etwas ungewöhnliche Pfarrer in Esting. Dann siedelte er als Heilpraktiker in den Nachbarort Olching über. Seit 1%2 ruht er auf dem O!chinger Friedhof. Die Estinger aber erzählen heute noch Anekdoten über ihn. Auf dem Foto steht Hartig irn Hintergrund, vorne kniet Anna Schmid.

11. Mitten im alten Dorfkern Estings steht der romanische Bau der St-Stephanus-Kirche. Das circa 800 Jahre alte Gebäude ist nicht nur eines der ältesten Kirchen im Landkreis, sondern wohl auch die einzige, die noch ein Beinhäuschen besitzt. Das Begräbnisrecht Esting wird bereits 1315 in der sogenannten Konradinischen Matrikel des Bistums Freising erwähnt. Trotz des hohen Alters war St. Stephanus nur vierzehn Jahre Pfarrkirche. Seit undenklichen Zeiten war sie, wie Olching, eine Filialkirche der Pfarrei Emmering. Erst 1967 wurde St. Stephanus selbständig, aber nach dem Bau der neuen Kirche St. Elisabeth 1981, wieder zurückgestuft.

12. Die Aufnahme um 1930 zeigt den Eingangsbereich der alten Dorfkirche. Die Chorturmanlage mit dem einschiffigen Langhaus wurde 1939 gründlich renoviert. Damals kamen Fragmente eines Wandgemäldes aus der Renaissancezeit zum Vorschein. 1880 bekam die Kirche eine neue Orgel aus Emmering, 1896 zwei neue Glocken und 1912 elektrische Beleuchtung. Auch der Friedhof wurde mehrmals erweitert. 1950 wurde um die Friedhofsmauer wegen der stets darüber fliegenden Hühner ein Eisengitter angebracht. 1980 war die letzte große Renovierung. Jetzt stünde wieder eine Friedhofserweiterung an.

13. Früher vielleicht ein schönes Kirchlein, jetzt 'stillos', steht in der statistischen Beschreibung des Erzbistums Freising von 1874. Gemeint war damit die Innenausstattung der St.-Stephanus- Kirche. Heute erfährt diese Einrichtung wieder eine höhere Wertschätzung. Blickfang ist die vor dem Triumphbogen hängende Maria im Rosenkranz, mit dem Jesuskind, daß einen Apfel hält. Die Figur ist farbig gefaßt und circa um 1500 entstanden. Aus der gleichen Zeit stammen die ebenfalls bemalten Holzfiguren der Heiligen Katharina und der Heiligen Barbara, die den Hauptaltar flankieren. Auf dem Bild rechts unten, leider verdeckt, steht ein Relief der Heiligen Sippe aus dem 16. Jahrhundert. Davor zwei Stifterfiguren von 1749. Sie sind ein interessantes Beispiel für die Mode der damaligen Zeit.

14. Ein Kommunikantenbild, wie es für Esting typisch ist, Aufgereiht wie an einer Schnur stellten sich die Kinder hinter der Kirche dem Fotografen. Dieses Motiv gibt es in mehrfachen Jahrgängen. Auf dem Bild sehen wir den Geburtsjahrgang 1931, von links: Georg Elsberger , Richard Maier, Wildmooser, Rudolf Kerscher, Hans Schuster, Siegfried Helfer, unbekannt, Rosa Diller, Irmgard Mayer, unbekannt, Leni Feiersinger, Anton Frimm, Fritz Gleißner, Joh. Reil, Georg Reisch! und Joh. Reitinger. Pfarrer Alois Bendert Ieierte mit Ihnen das erste Meßopfer.

15. Noch im vorigen Jahrhundert ist diese Aufnahme entstanden. Sie zeigt das Ehepaar Lorenz und Rosina Wind in städtischer Kleidung, wie sie bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auch auf dem Lande üblich war. Lorenz Wind war von 1854 bis 1866 Bürgermeister in Esting, seine Ehefrau Rosina, geborene Erhard, stammte aus Wall bei Miesbach. Wind war der siebte Gemeindevorsteher, seit 1808 die alte Dorfgmain aufgehoben und durch die neue Staatsreform ersetzt wurde.

16. Das Foto entstand vermutlich im Jahre 1912. Damals feierten Veronika und Andreas Widmann goldene Hochzeit und aus diesem Anlaß wurde wohl ein Erinnerungsbild beim Fotografen bestellt. Der Vater des 1833 geborenen Andreas Widmann hatte 1829 Theresia Lachermeier aus Emmering geheiratet. Sie war damals schon Besitzerin des Anwesens in Esting. Heute wird der Hof bereits in der fünften, ja fast sechsten Generation von der Familie bewirtschaftet. Der Hof gehört zu dem knappen Dutzend Betriebe in Esting, die noch Landwirtschaft betreiben.

17. Unser Dorf war logischerweise nicht gerade gesegnet mit Künstlern, da es weitab von der Großstadt lag. Außer den Malern Adam Weber, Max Hänger, Max Kreitmeier und Gustav Kutruff, suchte in seinen späten Jahren auch Ludwig Reisberger die damalige Einsamkeit Estings. Reisberger war Dekerationsmaler und Redakteur der Malerzeitschrift 'Die Mappe'. 1855 im oberbayerischen Markt Isen geboren, verbrachte er ein sehr hartes Leben, über das er in seinem 1928 erschienenen Buch 'Erinnerungen eines alten Malers' erzählt. Mit dem 01chinger Maler Karl Sonner verband ihn eine lange Freundschaft. Sonner verewigte ihn auf den Schloßkapellenfresken als Mann mit langem, weißem Bart. 1931 starb Ludwig Reisberger in Esting.

LCDWIG REISBERGER I:.vI JAHRE 1896 im Alter von 41 Jahren

18. Diese handgemalte Karte ist der Beweis, daß Ludwig Reisberger bereits 1900 in Esting wohnte. Die Karte ist an ihn adressiert und stellt sein Domizil in Esting dar. Die alten Estinger schwärmen heute noch von der Gartenanlage die das Reisberger Haus umgab. 1907 erfolgte ein Anbau an das Häuschen. Durch Modernisierung ist es heute stark verändert. Reisberger erhielt 1903 das Estinger Bürgerrecht und wurde 1925 zum Ehrenbürger von Esting ernannt.

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