Esting in alten Ansichten

Esting in alten Ansichten

Auteur
:   Christine Müller
Gemeente
:   Esting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5659-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Esting in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Ein weiterer Ehrenbürger war Fritz Endres. Er erlangte diese Würde 1956 für die Erstellung einer Ortschronik, die er in geradezu pionierhafter Weise ausführte. 1935 von der 'Siedlungsgemeinschaft Neuesting' damit beauftragt, erforschte der Arbeitersekretär Endres die damals noch unbekannten Quellen zur Geschichte Estings. Durch die Kriegsereignisse konnte das Ergebnis mit dem Titel 'Dorfchronik Esting' erst 1956, kurz vor seinem Tod, erscheinen. Verdient gemacht hat sich Endres auch durch seinen Vorsitz in der Siedlungsgemeinschaft Neuesting von 1938 bis 1952. Außerdem war er Ortswaisenrat der Gemeinde und sechzig Jahre lang Sozialdemokrat. Am 31. Juli 1956 ist er 86jährig in Neuesting gestorben und in Gernlinden begraben worden.

20. Die vermutlich 1927 entstandene Fotografie zeigt Nikolaus Hagn mit der Schützenkette des Estinger Schützenvereins 'Amperlust'. Außerdem trägt er das SchützenEhrenzeichen, das Kronprinz Rupprecht anläßlich der Fahnenweihe des Vereins 1927 gestiftet hatte. Nikolaus Hagn war Gründungsmitglied des Schützenvereins 'Amperlust' und von Beruf Maurer. Der stets bescheidene, tüchtige Handwerker zog 1907 nach Esting. 21 Jahre später begründete er mit seinem Sohn Franz, die allseits bekannte Bauschreinerei Hagn. Einige Einfamilienhäuser in Esting zeugen noch von seinem unverkennbaren Baustil. Nikolaus Hagn verstarb 1952 im Alter von 77 Jahren in Esting.

Jiaup!.sfraße

Schloss

21. In den dreißiger Jahren, als diese Karte entstand, hatte Esting gerade siebenhundert Einwohner, wobei bestimmt der größte Teil auf den Ortsteil Neuesting fiel. Das Dorf war noch volkommen bäuerlich geprägt. Die Straßen waren noch ohne Belag, wie man auf dem Bild links oben erkennen kann. In der Bildmitte steht noch das alte Feuerwehrgerätehaus und links daneben das Anwesen von Fanny Jais, die bis 1970 einen Kramerladen betrieb. Links unten ist die Stephanuskirche von der Rückseite zu sehen. Rechts oben die noch frisch bemalte Schloßkapelle und rechts unten das alte Schulhaus.

22. Der erste Schulunterricht in Esting wurde im Benefiziatenhaus neben der Schloßkapelle gehalten. 1810 wurde dem Benefiziaten Adam Kröner die 'Verbindlichkeit' zum Unterricht auferlegt. Dafür bekam er von den Gemeinden Esting und Olehing vier Klafter Brennholz zur Beheizung des Schulzirnmers. Die Olchinger Schüler gingen auch nach Esting, da Olching erst 1835 ein eigenes Schulhaus bekam. Seit 1802 bestand in Bayern für die Kindervom 6. bis 12. Lebensjahr und ab 1803 auch für die Feiertagsschule der Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr Schulpflicht. Das Schulzimmer im Benefiziatenhaus hatte eine wunderschöne Stuckdecke und wurde nach Auflösung des Schulunterrichts in diesem Haus, ab 1835 noch lange von den Feiertagsschülern genutzt.

23. Die Schule anno 1914 bedeutete 47 Kinder in einem Raurn, aufgeteilt in drei Lehrstufen, zu unterrichten. Eine enorme Leistung, die ein Lehrer erbringen rnußte, aber auch von den Schülern war besonders viel Disziplin und Aufmerksamkeit gefordert. Auf dem obigen Bild sind die Geburtsjahrgänge 1905-1907 abgebildet. Mit dabei ist Pfarrer Vitus Hartig als Religionslehrer. Er muß damals erst kurz nach Esting versetzt worden sein. Hauptschullehrer war Josef Döbl, er unterrichtete von 1903 bis 1928, dann starb er an Typhus wegen verunreinigtem Trinkwasser im Schulhans. Ihm ist eine Gedenktafel an der Kirche St. Stephanus gewidmet.

24. Ab 1908 wurde eine Hilfslehrstelle eingerichtet, denn der schnell wachsende Ortsteil Neuesting ließ auch die Klassenzahl steigen. Die erste Hilfslehrkraft war Theresia Imler. Abgelöst wurde sie 1920 von Fräulein Dettleffen (Vorname leider unbekannt), die bis 1932 in Esting unterrichtete. Das 1923 entstandene Foto zeigt Fräulein Dettleffen mit den Erstklaßkindern. In der Bildmitte steht Claus Graf von BuIlion im Matrosenanzug. Er war der Sohn des Schloßherrn Gottfried von Bullion.

25. Ein Klassenbild ohne Lehrer, vermutlich aus dem Jahr 1933. Zu dieser Zeit bastelten die Neuestinger eifrig an den Plänen für ein Schulhaus in Neuesting. Es sind noch Pläne des Emmeringer Architekten Scheidnervorhanden, die einen Erdgeschoßbau mit Walmdach und Dachgauben zeigen. Es wäre ein kleines Schulhaus geworden, aber die Kinder in Neuesting wären froh gewesen, den langen Schulweg nach Esting abkürzen zu können. Der Verein 'Interessengerneinschaft Neu-Esting' wollte auf eigene Kosten den Bau errichten lassen, aber ein Kostenvoranschlag von fast 39 000 RM überstieg auch ihre große Opferbereitschaft. Mit staatlichen Zuschüssen war damals nicht zu rechnen, Der beginnende Krieg ließ alle Pläne in Vergessenheit geraten.

26. Mädchen links, Buben rechts, im Tausendjährigen Reich gab es eine Sitzordnung, Auch ein neues Unterrichtsfach, nämlich Rassenkunde, wurde eingeführt. Diverse Anschaffungen, wie Fahnen und Portraits von Hitler und Hindenburg. waren notwendig geworden. Nach dem Tod von Josef Döbl 1928, wurde Alfred Pngratz Hauptlehrer. Die zweite Lehrerstelle wurde mit Fräulein Barbara Schanze besetzt. Sie unterrichtete von 1933 bis 1954 in Esting. Auf dem Klassenbild ist sie im Hintergrund links zu sehen.

27. Außer den im Ort geborenen oder zugezogenen Kindern, gingen auch noch fremde Kinder in Esting zur Schule. Dazu gehörten die sogenannten Kostkinder . Ihre Zahl war durchaus nicht klein und deshalb erwähnenswert. Viele Gütler und Siedlerfamilien nahmen Kinder aus der Stadt in Pflege, denn das Kostgeld dafür war eine willkommene Nebeneinnahme. Die Familien hatten meist selbst eine große Kinderschar zu versorgen, so daß ein bis zwei Mäuler mehr nicht ins Gewicht fielen. Die Kostkinder wurden wie die eigenen behandelt und die Kontakte wurden meistens ein Leben lang aufrechterhalten. Auf dem Foto sehen wir Gretl Scheubel und Herbert Fichtner, zwei geliebte Kostkinder der Familie Meyer in Neuesting.

28. Gastschüler in Esting waren auch die Kinder aus dem Palsweiser Moos. Ihre Eltern waren beim Torfabbau im Fußbergmoos beschäftigt. Aber bereits 1880 sind in den Schulversäumnislisten vom Lehrer Kann, Kinder aus dem Palsweiser Moos verzeichnet. Kein Wunder, daß die Versäumnisse häufig waren, denn ihr Schulweg war lang und im Winter oft unmöglich. Aus den Schulversäumnislisten kann man die soziale Not der Bevölkerung erkennen. Die Kinder mußten oft wegen Tiere oder kleinere Geschwister hüten, Stall-, Feld- oder Erntearbeiten zu Hause bleiben. Das Bild aus den dreißiger Jahren zeigt die Möslerkinder mit ihren Torfkarren, die Arbeitsgerät und auch Spielzeug waren.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek