Esting in alten Ansichten

Esting in alten Ansichten

Auteur
:   Christine Müller
Gemeente
:   Esting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5659-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Esting in alten Ansichten'

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29. Was machen Dorfbuben in ihrer Freizeit? Natürlich Fußball spielen. Die Kicker sind, von links stehend:

Willi Pongratz, Sebastian Fischhaber, Donatus Braumiller, Josef Förg, Georg Anderl und Bartholomäus Hagn. Von links liegend: Martin Grünecker, Jakob Förg, Weiß, Lorenz Pfaffenzeller und Michael Weiß. Außer Fußball spielen konnte man noch auf Tauben schießen, Fische fangen, Maikäfer sammeln oder Mädchen ärgern.

30. Ein Bild der Vergangenheit - Baden in der Amper! Seit Jahren besteht Badeverbot in der Amper und es wird sich auch in Zukunft nichts daran ändern. Das früher als heilsam gerühmte Gewässer war der Lieblingsplatz der Kinder im Sommer. Wie auf dem Foto an der Fünf-Löcher-Brücke zwischen ü!ching und Esting, gab es viele ErfrischungssteJlen entlang der Amper. In der Vorkriegszeit kamen die Münchner zu Tausenden am Wochenende und bevölkerten die Ufer zur Freude der Wirte und Flaschenbier- und Brotzeitstandlbetreiber.

31. Das Foto entstand in den dreißiger Jahren, bevor die Ufer der Amper reguliert wurden. Die abgebildeten Neuestinger stehen in dem Altwasser, daß im ehemaligen Wanninger Grundstück entsprang, durch das heutige Sportgelände floß und in die Amper mündete. Bis zum ersten Viertel dieses Jahrhunderts bestand die Amper aus zahlreichen Seitenarmen, die kleine Inselchen umschlossen. Erst die Uferbegrenzungen von 1926/27 und 1933/34 zähmten den Gebirgsfluß. Allerdings ging auch das meiste von der herrlichen Auenlandschaft verloren. Für die Bauern und die nahen Anwohner am Fluß war die Uferbefestigung ein großer Nutzen. So konnten die häufig auftretenden Hochwasser abgemildert werden.

32. Eines der beliebtesten Badeplätze war die sogenannte Obere Schleuse zwischen Esting und Olching. Seit uralten Zeiten zweigt an dieser Stelle der Mühlbach in Richtung Olching ab. Früher hielt er das Rad der O!chinger Mühle in Schwung, später die Turbinen der Holzstoffabriken und heute noch dient er zur Strornerzeugung. Erst in Geiselbullach vereinigt sich die Amper wieder mit dem Mühlbach. Am dortigen Amperspitz stehen drei Eichen. Sie gelten für Frieden, Freiheit und Freundschaft.

33. Noch ein Badebild aus der Vorkriegszeit. Die 'Obere Schleuse' war besonders bei der Jugend beliebt. Man konnte dort echte Mutproben bestehen, zum Beispiel einen Handstand auf dem Treppengeländer, wie ihn der Estinger Georg Anderl präsentiert. Erst in den sportfreudigen dreißiger Jahren war es möglich, daß beide Geschlechter zusammen ungeniert öffentlich baden konnten. Von der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis 1922 hagelte es immer wieder Badeverbote. Die Badeplätze hatten nach Geschlechtern getrennt zu sein. Besonders verpönt war das Baden ohne Bekleidung. Aus diesen Zeiten stammten die vielen Badehäuschen, die man bis in die fünfziger Jahre entlang der Amper sehen konnte.

34. Eine nicht gerade maßstabsgerechte Ansicht von Esting um 1922/23. Der unbekannte Zeichner wollte vermutlich soviel wie möglich vom DorfbiJd zeigen. Man kann auch wirklich viele interessante Details entdecken. Das bereits 1921 aufgestellte Kriegerdenkmal und die noch nicht bemalte Schloßkapellenwand (1925 bemalt) bestimmen den Zeitpunkt der Herstellung dieser Karte. Der helle Streifen am rechten oberen Bildrand, der ein Getreidefeld darstellt, ist identisch mit der heutigen B 471. Unmittelbar dahinter kann man die Dächer vom längst abgerissenen Gutshof Felden sehen. Der rechte untere Bildrand zeigt den Kramerladen des Auftraggebers dieser Karte, Theo RessJer.

35. In den dreißiger Jahren gab es weniger Freizeit als heute und kaum Möglichkeiten, diese Freizeit zu gestalten. Dafür belustigte man sich mit einfachen Mitteln, wie zum Beispiel Stelzenlaufen. Danach schmeckte das Bier beim Braumiller. Auf dem Bild vorne in der Mitte sitzend ist Donatus Braumiller jun. Der 1912 in Esting Geborene, war der letzte Wirt auf diesem Anwesen. 1953 übernahm Braumiller die Gaststätte von seinen Eltern und führte sie bis 1972. Die bis 1978 verpachtete alte Wirtschaft wurde am 16. Juni 1986 abgerissen.

36. Ein weiteres Bild vom Braumiller-Garten zeigt ein zünftiges Treffen der männlichen Jugend aus der Vorkriegszeit. Wie die Tafemwirtschaft Steinherr , war auch der 'Schmiedwirt' , so der Hausname, Treffpunkt des ganzen Dorfes. 1868 als ungenehmigte Bierschenke vermerkt, wechselte das Lokal ständig seine Besitzer. 1906 brannten die Ökonomiegebäude ab. Beim Wiederaufbau wurde auch die Gaststätte umgebaut. Nach weiteren Besitzerwechsel übernahm 1911 Donatus Braumiller das Anwesen. Er machte aus dem Dorfgasthaus ein vielbesuchtes Ausflugsziel der Städter.

37. Faschingszüge waren in Esting eine Ausnahmeerscheinung, Drei Jahre hintereinander stellte der Burschenverein einen Faschingsumzug auf die Beine, jeweils unter einem bestimmten Motto. 1928 war es eine 'Zirkusgesellschaft' , die sich vor dem damaligen Laubmeier-Anwesen (heute Lied!) vor die Kamera stellte. Der katholische Burschenverein Esting wurde 1908 gegründet und war aktiv am geselligen Dorfleben beteiligt. Nach einer langen Pause hat sich der Verein 1986 neu konstruiert. Jetzt ist es zwar kein ganzer Umzug, aber immerhin noch ein Wagen, der jährlich am Olchinger Faschingszug teilnimmt.

38. Der Postomnibus der einige Zeit zwischen Fürstenfeldbruck und Dachau verkehrte, war das Faschingsmotto im Jahre 1929. Eine kunterbunte 'Reisegesellschaft' ist auf dem Bild zu sehen, Extra angefertigte Faschingskostüme waren auf dem Lande nicht üblich. Man zog an, was man in der häuslichen Altkleiderkiste fand, um 'Maschkera' zu gehen. Oft kamen ausgediente Stücke aus der Tracht der Eltern oder Großeltern zu neuen Ehren. Heute sind solche Bilder oft eine Fundgrube für die Kostümforscher.

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