Esting in alten Ansichten

Esting in alten Ansichten

Auteur
:   Christine Müller
Gemeente
:   Esting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5659-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Esting in alten Ansichten'

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39. Vereine sind die kulturellen Säulen eines Dorfes. Unter den neun Estinger Vereinen, die seit der Jahrhundertwende gegründet wurden, ist der Schützenverein ' Amperlust' kein Unbedeutender. Am 24. September 1921 gegründet, konnte sechs Jahre später, nämlich am 29. Mai 1927, eine eigene Fahne geweiht werden. Viele Fotos existieren von diesem großen Fest. Besonders die Fahnenjungfern waren ein beliebtes Ablichtungsmotiv. Von links hinten: Kath. Schmied, Franziska Hagn, Kath. Kaufrnann, Marie, die Pfarrköchin, Maria Gleißner, Magd. Koller, Liesl Kauderer, Therese Jais und Cäcilie Braumiller. Vorne, sitzend von links: Anna Knoll, Lina Hummel, Berta Lohmann (Fahnenmutter) und Frau Gräßmann.

40. Seit 1924 wird im Schützenverein 'Amperlust' auch Theater gespielt. Dieses Theaterfoto stammt aus dem Jahr 1931 und zeigt außer bekannten Estingern, in der Mitte sitzend Fräulein Hummel. Sie war die Hausdame von Pfarrer Hartig. Gespielt im Steinherr-Saal wurde das Stück 'D'Welt geht unter', Heute noch ist der Schützenverein Angelpunkt im bescheidenen kulturellen Leben in Esting. Durch große Eigeninitiative konnten sich die Mitglieder ein eigenes Vereinsheim ausbauen. Das im Januar 1993 eingeweihte Haus entwiekelt sich bereits zum Kulturzentrum.

41. Am 5. Februar 1919 wurde in Esting die Heimkehr der Soldaten von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs gefeiert. Aus diesem denkwürdigen Anlaß heraus entstand eine große Gruppenaufnahme. Im Mittelpunkt die geehrten Männer. Es waren 46, die die Heimat wiedersahen. Links eine Fahnenabordnung des Estinger Burschenvereins, dahinter Honoratioren und Bürger des Ortes. Rechts Fahnenabordnungen des Krieger- und Veteranenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr Esting. In der vorderen Reihe als zweiter von rechts steht Andreas Koller. Er war erster Bürgermeister von 1881 bis 1887, außerdem Kriegsteilnehmer der Kriege von 1866 und 1870/71. Koller gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern des Estinger Kriegerund Veteranenvereins.

42. 'Musterung 1917, Jahrgang 1899, Esting' steht auf der kleinen Schultafel. In der damaligen Kriegseuphorie ließ man sich stolz fotografieren, bevor es zum Einsatz fürs Vaterland kam. Diese Estinger Burschen waren (von links): Martin Schäffler, Franz Hofner, Josef Jais und in der Mitte sitzend Johann ReischI. Drei wurden noch 1917 eingezogen, einer 1918, aber alle vier kamen 1919, Gott sei Dank, nach Hause. Vierzehn Estinger kamen nicht mehr in ihre Heimat zurück.

43. Anläßlich des Ersten Weltkrieges bekamen die Fotografen viel Arbeit. Unzählige Familienbilder wurden ins Feld geschickt und die Soldaten ließen sich stolz in ihren Uniformen ablichten. Die Estinger Johann StadIer (links) und Lorenz PaffenzeIler trafen sich auf dem Schlachtfeld wieder und grüßten ihre Familien mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen. Sie wurden beide Ende des Jahres 1918 in die Heimat entlassen.

44. Ein in unserer Gegend typisches Mitterstallgebäude zeigt das 1909 entstandene Foto. Davor die alteingesessene Familie Maria und Lorenz Wind, mit einem Teil ihrer großen Kinderschar. Anlaß für diese Aufnahme war ein heimatlicher Gruß an den ältesten, beim Militär dienenden Sohn. Das Anwesen mit dem Hausnamen 'Oberlenz' existiert längst nicht mehr. Nachdern 1926 durch Brandstiftung Stall und Stadel vernichtet wurden, verkauften die Erben drei Jahre später das Anwesen, trotz der wiederaufgebauten Wirtschaftsgebäude. Der nächste Besitzer kam bald auf die Gant, so erwarb der Nachbar den Hofund überbaute alles.

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45. Das Anwesen mit dem Hausnamen 'Schneiderbauer' gehörte schon immer zu den größeren landwirtschaftlichen Betrieben. Vor der Bauernbefreiung 1808 gehörte der sogenannte halbe Hof zur Hofmarksherrschaft. Bis kurz vor der Jahrhundertwende bewirtschaftete die alteingesessene Familie Sandmeyer das Anwesen in mehreren Generationen. 1899 heiratete der Olchinger Joseph Neumaier ein. Seine Tochter verehelichte sich 1927 mit Anton Schanderl vom Feldnerhof. Nach dessen Tod verheiratete sich Rosina Schanderl mit Georg Meßner. Seit 1979 wird der Hof nicht mehr bewirtschaftet. Im vorigen Jahr starb Georg Meßner, der seit 13 Jahren Witwer war. Nun steht das mehr als hundertjährige Bauernhaus leer und wartet auf seinen Abbruch.

46. Das um 1880 entstandene Familienbild zeigt die zweite Generation der Wirtsdynastie Steinherr . Zu sehen ist Johann Steinherr, noch in Jetzendorf geboren, bekam er 1859 das Estinger Bürgerrecht. Daneben steht sein Sohn Johann, der von 1902 bis zu seinem frühen Tod 1913 die Wirtschaft führte. Er war mit Anna Braumiller verheiratet, die nach dem Tod von Steinherr, Matbias Reischl ehelichte. Weiter ist auf dem Bild Monika Steinherr geborene Scheidecker aus ü!ching zu sehen. Sie trägt noch die alte Dachauer Tracht. Die drei Töchter Anna, Rosina und Viktoria sind bereits städtisch gekleidet. Die traditionsreiche Gaststätte ist immer noch im Besitz der Familie Steinherr , aber heute verpachtet.

47. Die fast idyllische Szene auf dem Foto aus den dreißiger Jahren wird beherrscht vom breiten, behäbigen Wirtshaus, kurz 'beim Steinherr' genannt. Die alte Tafemwirtschaft war stets Mittelpunkt des Dorfes. Von der Taufe bis zum Totenmahl, vom Fasehing bis zur Weihnachtsfeier, zu jedem Anlaß traf man sich in diesem Haus. Garnicht zu reden von den örtlichen Vereinsfesten, deren Stammlokal es einst war. Zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme wurde die Wirtschaft von Matbias Reischi geführt, dem zweiten Ehemann der Anna Steinherr.

48. Außer dem Bauernschmied, dessen baufälliges Gebäude heute noch am Koller-Weg steht, war in Esting noch eine zweite Schmiede an der heutigen Schloßstraße. Ab 1878 ist das Anwesen mit dem Hausnamen 'Kistler', neben dem Steber-Hof, als Schmiede vermerkt. 1900 heiratete Xaver Gruber die Schmiedswitwe Rosina Bach. 1907 brannte die Schmiede völlig ab und wurde an der Ecke Schloß/Sonnenstraße neu aufgebaut. Bald nach dem Neubau entstand das Foto oben. Von links ist zu sehen: Xaver Gruber II, Maria Mauermeier (Kostkind), Rosina Gruber verw. Bach, Xaver Gruber I und die Söhne aus erster Ehe. Das Ehepaar rechts ist nicht mehr bekannt.

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