Esting in alten Ansichten

Esting in alten Ansichten

Auteur
:   Christine Müller
Gemeente
:   Esting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5659-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Esting in alten Ansichten'

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49. Der Anblick von weiß-gold glitzernden Kornmandln auf den abgeräumten Feldern ist, für unsere Gegend zumindest, nicht mehr vorstellbar. Nicht mehr vorstellbar ist auch die harte Arbeit des Aufstellens an den meist noch heißen Spätsommertagen. Die Mechanisierung der Arbeit und die damit verbundenen höheren Erträge, brachten den Bauern auf die Dauer gesehen wenig Glück. Von den einst fünfzig Bauernanwesen im Dorf Esting, betreiben gerade noch ein Dutzend Landwirtschaft. Mit den bäuerlichen Betrieben sterben unsere Dörfer. Die Kornmandlaufsteller sind Georgine und Max Schwindl, fotografiert von dem damals amtierenden Pfarrer Schmidt.

50. Das 1909 entstandene Foto des Anwesens 'Wenigörgl', zeigt den in unserer Gegend sehr verbreiteten Baustil eines Gütlerhofes. An das Wohnhaus mit Spalier und Gitterbalkon über der Eingangstüre, schloß sich das niedriger gehaltene Wirtschaftsgebäude an. Eine Mauernische mit einer darin aufgestellten Schutzpatronsfigur, durfte nicht fehlen. Typisch war auch der Gemüsegarten vor dem Haus. Daneben steht Franziska Eder und im Hintergrund Jakob Eder, der damalige Besitzer. Bauernhöfe dieser Art werden immer weniger in unserem Landkreis, auch dieses Anwesen wurde 1979 abgerissen.

51. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begarm sich jenseits der Bahnlinie München-Augsburg eine neue Wohnsiedlung zu entwickeln. Zuerst waren es Blockhäuschen auf Wochenendgrundstücken, häufig erbaut von Münchnern, die in ihrer Freizeit per Rad oder Bahn aufs Land strömten. 1905 gab es berelts 25 feste Behausungen und die kleine Ansiedlung wurde bis dahin 'Estinger Häuser' genannt. Die Bewohner gründeten 1909 den Verein 'Interessengemeinschaft Neu-Esting' und leisteten Pionierarbeit im Wege- und Stegebau. 1936, als diese Karte entstand, waren bereits 76 Häuser vorhanden.

52. Eine Institution besonderer Art etablierte sich 1911 in die noch junge Wohnsiedlung. Es war ein Heim für Kinder aus gutbürgerlichen Kreisen. In familiärer Atmosphäre (nicht mehr als zehn Kinder) wurden hilfesuchende Kinder kurzzeitig individuell betreut. Die Gründer des Heims waren Elise und Josef Elkan. Der Anthroposophischen Gesellschaft zugehörig, traten sie selbstlos für ihr Werk ein. Eine Fotografie von 1890 zeigt uns das Paar an seinem Hochzeitstag. 1924 und 1925 sind sie in Neu-Esting verstorben. Das Heim wurde von der Tochter Gretl Bauer und dem Enkel Wolfgang noch bis 1970 geführt.

53. Ein typisches Siedlerhäuschen aus der frühen Zeit Neu-Estings. Vor seinem neuen Heim steht der Brauereifuhrknecht Max Schadt mit seiner Familie. Frau Schadt war eine Neu-Estingerin und lebte zunächst mit ihrem Mann in München. Aber bald besann man sich auf das elterliche Gartenhäuschen auf dem Land. So wurde im August 1920 die Genehmigung zu einem Zimmeranbau an das Häuschen gegeben. Ein Kamin wurde ebenfalls eingebaut. Zwei Zimmer, Küche und ein Abort im Freien, war damals eine ganz normale Wohnsituation für eine mehrköpfige Familie. 1%8 wurde das Häuschen abgerissen. Auf dem Gelände steht längst ein Wohnblock.

54. Eine sogenannte Werbekarte zeigt das Gasthaus 'Amperbad' um 1930. An der rechten Seite des Gebäudes ist noch der kleine Metzgerladen zu sehen. 1956 wurde an dieser Stelle ein großer Saal angebaut. Die Straßenkreuzung ist noch geradezu idyllisch zu nennen. Das Amperbad wurde 1905 von Joh. Hofner erbaut, vermutlich für die badelustigen Ausflügler. Bereits 1907 mußte Hofner sein Gasthaus versteigern lassen. Sein Nachbar Joh. Holzner übernahm nun das Regiment. Nach mehreren Besitzerwechseln kaufte die Brauerei Maisach 1928 das Anwesen. Aus der Reihe der Pächter ist Franz Wolf besonders zu erwähnen. Er hatte von 1929 bis 1957 die Wirtschaft in Pacht.

55. Der fleißige Bäckermeister Kar! Scheib ließ sich 1928 mit einer Filiale auch in Neu- Esting nieder. Vor dem neuerbauten Haus steht seine Schwägerin Elisabeth Kauderer. Sie führte bis 1931 den Laden, dann wurde er an die Familie Voit verkauft. Seit den fünfziger Jahren gehört das Anwesen Hans Widmann. Kar! Scheib zog 1924 nach Esting. Er kaufte den Kramer!aden von Josef Neumaier und baute den dazugehörigen Stall zur Backstube um. Noch dreimal wurde das Haus mit dem Bäckerladen umgebaut. Heute befindet sich dort das Wachsgeschäft Renkewitz.

56. Neu-Esting anno 1928. Im Kreis von Freunden und Bekarmten sitzt der damalige Bürgermeister Friedrich Gräßmann mit seiner Frau (2. und 3. von links). Von 1919 bis 1928 war Gräßmann Wirt der Gaststätte 'Ampcrbad'. Dann baute er sich ein Haus an der Dachauer Straße und betrieb dort einen Fahrradhandel. 1924 wurde er zum Bürgermeister von Esting gewählt. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde Gräßmann 1933 entlassen. Er starb 1941 in Neu-Esting.

57. Als 1839 die Bahnlinie München-Augsburg fertiggestellt war, kamen immer mehr Städter heraus aufs Land. Zunächst zur Sommerfrische und gegen Ende des 19. Jahrhunderts als neue Heimat. Pionierarbeit mußten die ersten Siedler jenseits der Bahnlinie leisten. Wege und Stege über die Amper wurden selbst errichtet. Auch das Münchner Ehepaar Maria und Theodor Meyer gehörte zu den frühen Siedlern. Zur notwendigen Selbstversorgung gehörten auch Ziegen, denn Einkaufsmöglichkeiten waren kaum vorhanden. Die Aufnahme entstand um 1915.

58. Im Bauverzeichnis weist die Gemeinde Esting 1936 vier Siedlerhäuser aus. Sie wurden damals vom Gauheimstättenamt vorfinanziert. Die Bewohner hatten eine geringe jährliche Miete zu bezahlen und nach drei Jahren das Recht zum Kauf des Häuschens. Die Häuser stehen in der Siedlerstraße (heute Mondstraße), eines wurde gleich hinter der Bahn in Neu-Esting gebaut. Dieses Haus ist im Besitz der Familie Weger. Auf dem Foto sitzt Richard Weger (rechts) mit Bruder, Mutter und Großmutter auf dem Dachstuhl des 4 500 RM te uren Häuschens, Im Hintergrund ist das 1927 von Joh. Langmeier erbaute Haus, das um 1932 in den Besitz von Paul Oschmann kam.

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