Esting in alten Ansichten

Esting in alten Ansichten

Auteur
:   Christine Müller
Gemeente
:   Esting
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5659-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Esting in alten Ansichten'

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59. Diese Karte aus der Mitte dieses Jahrhunderts zeigt beide Ortsteile auf einem Bliek, die Bezeichnung 'Alt-Esting' ist allerdings falsch, immer schon wurde das Dorf 'Esting' genannt. Nur der später entstandenen Wohnsiedlung wurde das Wörtchen 'Neu' davorgesetzt. Nicht nur die Bahnlinie trennt die beiden Ortsteile, auch die Bevölkerung ist verschieden: im Dorf die seit Generationen ansässigen Bauern und in Neu-Esting die zugezogenen 'Stoderer' . Die Zukunft aber läßt das Dorf mehr und mehr an die Siedlung heranwachsen. Durch Aufgabe der Landwirtschaft und dem Absterben der dörflichen Kultur, sieht auch das architektonische Bild des Dorfes bald nach einer Wohnsiedlung aus.

60. Der O!chinger Maler Karl Sonner hat 1925 die Mauer der Schloßkapelle mit Fresken geziert, die weit über Esting hinaus bekannt wurden. Sie stellen einen Bittgang dar und die Figuren sind größtenteils Estinger oder Zeitgenossen von Sonner. Das obige Foto ist kurz nach der Bemalung 1925 entstanden. Inzwischen wurden die Fresken bereits zweimal übermalt. Der abgebildete Teil stellt den O!chinger Pfarrer Fritz Pfanzelt dar, mit der bayerischen Fahne in der Hand. Das daraufstehende Motto ist auch das der Estinger: 'Extra Bavarium non est vita ... ', in Abwandlung: kein Leben außerhalb ist wie in Esting.

GEISELBULLACH

61. Der ebenfalls seit 1978 zu Olching eingemeindete Ort Geiselbul1ach entstand aus einer uralten Ansiedlung. Puelach, wie der Ort früher genannt wurde, ist bereits im Jahre 833 in den Traditionen des Hochstifts Freising erwähnt. Puelach bedeutete Moorwasser oder Buchenwald. Die Bezeichnung ist umstritten. Dort errichtete anno 1726 der Hofkammerrat Adam Geißler eine Schwaige. Aus Geißler und Puelach wurde später Geißelbullach. Die um die Jahrhundertwende entstandene Karte zeigt die drei Hauptgebäude Geiselbullachs, nämlich links das Schloß und rechts die Kapelle und die Gastwirtschaft.

62. Außer dem Schlößchen baute Adam Geißler entlang der Dachauer Straße zwölf Häuschen für seine Arbeiter. Diese kleine Kolonie war der Grundstock zur heutigen Siedlung Geißelbullach. Vor über 260 Jahren galt es für die Arbeiter, die öden, nassen' Moosgründe' in landwirtschaftlich nutzbare Böden zu kultivieren. Adam Geißler blieb in diesem Unterfangen erfolglos. Dafür setzte er ein Denkmal mit dem Bau der Kapelle 1726. Sie wurde dem Heiligen Johannes von Nepomuk geweiht, vor der Heiligsprechung des Patrons. Die Karte mit den sechs Bildausschnitten vermittelt Eindrücke von der Mooskolonie.

63. Als Feldpostkarte wurde die Ansicht von Geiselbullach von einem vermutlich im Graßelfinger RemonteDepot stationierten Soldaten anno 1916 verschickt. Zu dieser Zeit waren in Geiselbullach 22 Anwesen mit 570 Einwohnern. Als Gewerbetreibende waren ein Gastwirt, ein Schmied und zwei Krämer ansässig. Auch gab es zwei Vereine, nämlich die Freiwillige Feuerwehr und die Zimmerstutzenschützengesellschaft. Geiselbullach gehörte zur Pfarrei Bergkirchen, das bedeutete einen dreiviertelstündigen Fußmarsch zur dortigen Johanneskirche. Erst später wurde die Gemeinde nach Olching umgepfarrt.

64. Ein Gasthaus stand in Geiselbullach schon im 18. Jahrhundert, zu Zeiten Adam Geißlers. Lang ist die Liste der Besitzer mit der Schank und Taferngerechtigkeit, zu der später auch noch eine eigene Metzgerei kam. 1898 war sie sogar im Besitz des Schloßherrn Adolf Scheller, nachdem die Gaststätte 1895 abgebrannt und neu erbaut wurde. Der angesehenste Wirt war wohl Franz Wolf, der das Anwesen 1911 erwarb. Eine Ansicht um 1930 zeigt eine stattliche bayerische Wirtschaft mit schönem Biergarten. Heute ist das Gasthaus im Besitz der Familie Bösl.

65. Die ersten Moosbewohner waren Kleinhäusler aus der Oberpfalz, Franken und Niederbayern. Sie wohnten am Moosrand im ärmlichsten Holzhütten und leisteten Pionierarbeit um das Sumpfland zu kultivieren. Ihr Ziel war, ein festes Häuschen zu besitzen und neben dem Torfstich etwas Landwirtschaft zu betreiben. Die Generation um die Jahrhundertwende hatte dieses Ziel bereits erreicht. In dem fotografierten Anwesen mit dem Hausnamen 'Beim Konrad' wurde 1911 auch eine Kramerei betrieben. Sie wurde von der Hausfrau und Mutter als Nebenerwerb geführt, der meist bitter nötig war.

66. Der einzige Reichtum der Siedler waren ihre großen Mooswiesen. Vor über hundert Jahren waren diese noch billig zu erstehen. Allerdings waren sie damals auch noch fast nutzlos. Nur im Hochsommer war es möglich das sauere Gras zu schneiden, ein 'Grummet' karn meist nicht mehr zustande. Eine andere Nutzungsmöglichkeit war der Viehtrieb, wenn es die Bodenbeschaffenheit zuließ. Der Gütler Josef Bandele führt seinen Ochsen mit dern Mooswiesenertrag nach Hause. Das Foto entstand um 1920.

67. Besuch aus der Stadt war gerade beim 'Bahnwärter', als dieses Foto entstand. Tradition und Fortschritt stehen auf dem Bild nebeneinander. Das Anwesen, das früher den Hausnamen 'Beim Krebser' führte, war um die Mitte des vorigen Jahrhunderts im Besitz des Bahnwärters Karl Huber. Er war bei der MünchenAugsburger Eisenbahn. Um 1900 kauften Ludwig und Anna Rauschmeier den Hof dem Schloßbesitzer Adolf Scheller ab. Links im Vordergrund sind Baumrindenstücke zum Trocknen ausgelegt, auch sie wurden neben dem Torf als Brennmaterial verwendet.

GRAßLFING

68. Wie Geißelbullach entstand auch die Ansiedelung Graßlfing aus dem Gutshofheraus. Zwischen 1200und 1203 erwarb das Kloster Schäftlarn durch Tausch einen Hof und eine Hube in Graßlfing. Um 1427 verkaufte das Kloster diesen Besitz wieder an Herzog Wilhelm lIl. von Bayern-München. Damit kam der Hof in weltliche Hände und wurde zum adligen Landgut. Eine endlose Reihe von adligen Besitzern verhalf dem Gutshof über Jahrhunderte hinweg zu einem abenteuerlichen Schicksal. 1818 wird das Gut vom bayerischen Staat angekauft. Nach den Befreiungskriegen benötigte die bayerische Armee zur Neuordnung des Heeres große Pferdegestüte. In diesem Zustand sehen wir das Kgl. Remonte-Depot um 1910.

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