Ettlingen in alten Ansichten Band 2

Ettlingen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   D. Le Maire
Gemeente
:   Ettlingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5138-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ettlingen in alten Ansichten Band 2'

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9. Narrenbrunnen. Seit 1549 gibt es den Narrenbrunnen in unserer Stadt, der sowohl in der Brunnenfigur als auch auf den Seiten der Brunnensäule Kennzeichen und Attribute des Narren trägt und in Verbindung mit den heraldischen Hoheitszeiehen von Stadt und Land bringt. Das Wappen der Markgrafschaft steht einem Narren mit Kappe und Eselsohren gegenüber; Narrenstäbe und Schellen runden das Bild zusammen mit Figuren ab, die in Posen gezeigt werden, die keine Zustimmung signalisieren.

Ettlingen

10. St. Martin. Von der Friedrichstraße führt uns die Kanalstraße zur Ostseite der St. Martinskirche, die im 10. Jahrhundert in einem Güterverzeichnis des Klosters Weißenburg im Elsaß zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird. Sie ist dem Heiligen Martin geweiht, der als Kirchenpatron in fränkischer Zeit häufig in Erscheinung tritt. Die Baugeschichte ist bis heute nicht abgeschlossen, jede kunstgeschichtliche Epoche hat ihre baulichen Zeugen hinterlassen.

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11. Iohanneskirche. Die Protestanten in Ettlingen haben eine wechselvolle Geschichte. Erst 1869 durften sie einen eigenen Pfarrer wählen: EmU August Wilhelm Himmelheber, der engagiert für ein eigenes Gotteshaus eintrat, als er feststellen mußte, daß die Schloßkapelle für seine Gemeindeglieder zu klein geworden war. Da das Schloß zunehmend vorn Militär in Anspruch genommen wurde und gegenseitige Störungen zu befürchten waren, sollte in der Gründung eines Kirchenbaufonds eine Lösung gefunden werden. Die Arbeiten am Kirchenbau begarmen 1878 und konnten 1880 abgeschlossen werden.

12. Herz-Jesu-Kirche. Hier baut man zu Beginn unseres Jahrhunderts an der heutigen Herz-Jesu-Kirche, die anfangs als neue Pfarrkirche für die zu klein geratene Martinskirche vorgesehen war. Nachdern der alte Friedhof geschlossen worden war und znsätzliches Gelände angekauft werden konnte, diskutierte man im Stiftungsrat kontrovers die stilistische Ausführung des Gebäudes. Nach der Grundsteinlegung 1902 arbeiteten Techniker und Maurer aus Ettlingen und Umgebung an der großen Aufgabe. Am 24. Juni 1906 zelebrierte Dekan Ludwig Albert, der seit 1891 für die Pfarrei Ettlingen die Verantwortung übernommen hatte und sich leidenschaftlich für das neue Projekt eingesetzt harte, die erste Messe in Herz-Jesu,

13. Alexiuskapelle. Die Alexiuskapelle ist als einziges Gebäude vom Ettlinger Gutleuthans übriggeblieben, das Ende des 13. Jahrhunderts die Siechen versorgte. Wohnhaus, Kapelle und Scheuer mit StalIlagen seinerzeit noch außerhalb der Stadt. Von allen Gebäuden blieb nach dem Abbruch lediglich der Chor der Gutleuthauskapelle übrig, der nach Plänen des Ettlinger Baumeisters Johann Ullrieh durch ein quadratisches Langhans verlängert wurde und seit 1869 Alexiuskapelle heißt.

14. Alte Synagoge. An der Einmündung der Färbergasse, die früher Judengasse hieß, in die Albstraße baute man 1849 ein Gerberhaus in eine Synagoge um. Das Handwerkerhaus direkt am Albufer bot die Möglichkeit, die rituellen Wasehungen in der Alb vorzunehmen. Das Haus Ecke AlbstraBe und Färbergasse nannte die Ettlinger Bevölkerung die 'Judenschule'. Es finden sich in unmittelbarer Nähe weitere Zeugnisse jüdischer Mitbürger. Eine Inschrift in hebräischer Sprache über dem Seiteneingang des Hauses Albstraße 31 weist auf einen Isai Wentzei hin, der hier im Jahre 1736 gelebt haben soll.

15. Alb. Wenn man das halbausgetrocknete Bett der Alb 1931 betrachtet, ist es schwer sich vorzustellen, daß der Fluß bei Unwetter Hochwassergefahren auslöste, zuletzt 1978 und 1983. Durch Uferbefestigungen und gezielten Hochwasserschutz wurde diese Gefahr gebannt. Viel wichtiger war für unsere Vorfahren die Alb als Energiequelle für das Mühlengewerbe und als Wasserlieferant für die Landwirtsohaft. Bis Ende des vorigen Jahrhunderts waren industrielle Ansiedlungen nur in F1ußnähe denkbar, bevor die technische Entwicklung auch andere Standorte ermöglichte.

16. Eiserner Steg und Albstraße. Der eiserne Steg, der hinter der Martinskirche über die Alb führt, wurde 1877 errichtet und ersetzte den Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten hölzernen Steg. Auffällig ist, daß der Schildhalterm- oder Metzenbrunnen, der heute auf der Eckezur Sternengasse steht, Ende des 19. Jahrhunderts noch an seinem ursprünglichen Platz Kronenstraße/Ecke Seminarstraße zu finden gewesen sein muß. Die Umsetzung erfolgte 1934. An der Ecke schenkten die Wirtsleute Speckert Oberländer Weine und Bier der Ettlinger Brauerei Huttenkreuz aus, Durch eine Geschäftsanzeige der Jahrhundertwende ließen sich die Gäste mit dem Hinweis auf die prachtvolle Aussicht in das Lokallocken.

17. Rattenbrûcke und Albstraße. Geht man die Albstraße in die andere Richtung, lädt die Weinstube 'Zum wilden Mann' ein. An dieser Stelle fand im November der Küblermarkt start, der zusammen mit dem Martinsmarkt abgehalten wurde. Dieser Markt geht auf eine alte Tradition zurück, wonach Bauern und Kaufleute gleichermaßen ihre Waren zum Markt tragen. In den dreißiger Jahren hat sowohl die Beteiligung als auch das Interesse abgenommen.

18. Schillingssteg, Von 1907 bis 1927 führte von der Schillerstraße, die damals eine Allee war, lediglich der eiserne Schillingssteg vorbei an der Buhl'schen Villa auf die andere Seite der wasserreichen Alb. Als man von ihm Abschied nehmen mußte, konnte man im 'Mittelbadischen Kurier' vom 18. Mai 1927 folgenden kleinen Nachruf lesen: Dem Schillersteg. Verschwunden, dem Zeitgeist zum Opfer gefallen.! Bist endlicb aucb Du, Du verbindender Steg.! Du Pappel, Du Stolze, Du Weide vor allen.] lhr dreie, ihr kamet dem Mord ins Geheg.I Und nunmehr was andres die Gegend beglûckt.I Denn Beton, jetzt schmucklos die Alb überbrûckt,

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