Ettlingen in alten Ansichten Band 2

Ettlingen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   D. Le Maire
Gemeente
:   Ettlingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5138-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ettlingen in alten Ansichten Band 2'

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29. Thiebauthschule. Den 'Bildungsnotstand' beendete Ettlingen mit dem Bau der 'Buwe-Schul' 1875 an der Pforzheimer Straße. Ihre Entstehung war von Bürgermeister Philipp Thiebauth vorangetrieben worden, nach dem sie seit 1929 auch benannt wird. In der Anfangszeit waren über 240 Schüler in nur fünf Klassen untergebracht. Anerkannte Pädagogen wie Ferdinand Riede und Ludwig Bopp haben die positive Resonanz dieser Schule in der Bevölkerung entscheidend rnitgeprägt. Der kleine Uhrturm, der auch eine Glocke aus dem Jesuitenkolleg beherbergt haben soll, wurde in den sechziger Jahren wegen Baufälligkeit abgebrochen.

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30. Seminar-Abitur. Nach dem Ersten Weltkrieg erschienen auf den Abiturkarten wieder Verse, die weniger von Hurrageschrei und Säbelrasseln sprachen, sondern der Hoffnung Ausdruck verliehen, daß die jungen Menschen auf der Grundlage des Gelernten ein für sich und für andere sinnvolles Leben führen können. Aus einer Statistik im Jahresbericht 1924/25 geht hervor, daß von den 54 Knaben jeweils 24 die Grundschule vier Jahre bzw. sechs Jahre und länger besucht natten. Die Eltern von 47 Jungen wohnten nicht am Schulort. sondern gaben ihre Kinder meist zur Verpflegung in eine Anstalt in Ettlingen.

31. Lehrerkollegium der Mëdchen-Realschule, Die Realschule entstand als Höhere Bürgerschule ohne Latein und mit besenderem Schwerpunkt auf den Neueren Sprachen und den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. 1896 wurde ein entsprechender Lehrplan eingeführt und gleichzeitig den Mädchen der Zugang zur Weiterbildung eröffnet, Die zwanziger Jahre sahen dann den verstärkten Ausbau des gymnasialen Teils, der Latein als Grundlage vorsah, bis hin zum Abitur, das 1928 von sieben Jungen und Mädchen abgelegt wurde,

32. Lehrerkollegium der Realschule. Noch 1914 saßen Mitglieder des Lehrerkollegiums gemütlich bei Limonade und Bier.

33. Villa Watthalden. Den Auftrag zum Bau dieser Villa erteilte der Ölmüller Ignaz Häscher dem Ettlinger Banmeister Johann Ullrich, der sein Werk 1818 vollendete. Häscher hielt seinen Bade- und Wirtscbaftsbetrieb bis 1820 aufrecht und verkaufte das Haus an den Freiherrn von Berstett, damals Präsident des Staatsministeriums und Minister des Äußeren, Er erweiterte das zu seiner Villa gehörende Gelände und ließ den Watthaldenpark anlegen, einen Pavillon an einer erhabenen Stelle errichten und ein Gästehaus im Anschluß an die Villa bauen. Hier war u.a. Fürst Metternich zu Gast. Nach dem Tod des Freiherrn von Berstett wechselten die Besitzer häufig und damit die Funktien des Gebäudes: eine Lehr- und Erziehungsanstalt, eine Restauratien und eine Heil- und Pflegeanstalt waren u.a. dort untergebracht.

34. Watthaldenpark. Im Watthaldenpark befand sich eine Naturfreilichtbühne, die zum Spielort für Heimatspiele wie geschaften schien. So kam 'Der Martinsturm' von Bernhard Bender 1926 und 1927 zur Aufführung, aus dem das Szenenfoto stammt. In einem Schreiben an den Gemeinderat vom 9. August 1926 heißt es: 'Die Kosten für die Regie, Inszenierung, Reklame und dergleichen belaufen sich nach einern Voranschlag auf ungefähr 1 000 Reichsmark.'

35. Gut Hel/berg. 1921 war das Gut Hellberg in den Besitz des Caritasverbandes übergegangen, der kurz vor Weihnachten mit dem Augustinusheim von Bruchsal in die neuen Gebäude umzog. Es hatten sich Widerstände in der Bevölkerung und der Verwaltung gegen die Unterbringung einer Erziehungsanstalt gemeldet, die auf prozessualem Wege beseitigt werden mußten. Bis 1926 zogen sich die Ausbesserungsarbeiten hin, ehe das Heim mit 80 Knaben seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Aber damit nicht genug: von 1928 bis 1935 wurden ein Hühnerhaus, eine Feldscheuer, die Werkstatt und ein neues Ökonomiegebäude errichtet.

36. Gut Hellberg. Das Gelände wurde zunächst für den Geheimen Hofrat Graimberg gekauft, bevor es 1826 in die Hände von Major von Berstett gelangte, einem Bruder des Freiherrn von Berstett, der die Villa Watthalden innehatte. Er sah umfangreiche Ausbauten mit Hilfe von Banmeister Ullrich vor, die noch nicht abgeschlossen waren, als der Besitzer 1828 erneut wechselte. Freifrau von Berckheim erfrente sich lediglich kurze Zeit ihres Besitzes, Ein Bremer Kaufmann namens Heinrich Focke ließ sich auf dem Hellberg nieder, nach ihm Gerhard Holler, ein weiterer Bremer. Ersuchte die Beziehungen zur Stadt Ettlingen zu verbessern und hatte im Krieg gegen die Franzosen dazu ausreichend Gelegenheit.

37. Zwingelmühle. Die Zwingelmühle, gegenüber des Gebäudes 'Schleuse' am Albufer gelegen, wird erstmals 1404 genannt und befand sich im Besitz einer Familie Müller. Hochwasser und Brände waren große Gefahren für den Mühlenbetrieb und so oft ein Schaden nicht zu verhindern war, so oft baute der Müller seine Existenzgrundlage wieder auf. Schwierigkeiten ganz anderer Art brachte die flußabwärts gelegene Papiermühle, die viel mehr Wasser benötigte als die Ölmühle, die zuvor am gleichen Platz bestanden hatte. Mit Wilhelm Dörrfuß konnte die Mühle das 19. Jahrhundert überstehen, bevor mit der Familie Gierich und Gustav Brockhaus die Mühlentradition 1973 mit dem Gebäudeabriß ein Endefand.

38. Kirch- oder Nattenmûhle. Die Kirch- oder Nattenmühle, die bei der Martinskirche stand, erhielt die Erlaubnis zum Mahlen bereits 1445. Durch die erhaltenen Lehensbriefe wissen wir, welcher Müller rnit seiner Familie dort seinem Gewerbe nachging. Auch die große Zerstörung Ettlingens 1689 hat die Nattenmühle nicht funktionsuntüchtig gemacht. Erst 1905 wurde sie ein Raub der Flammen.

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