Ettlingen in alten Ansichten Band 2

Ettlingen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   D. Le Maire
Gemeente
:   Ettlingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5138-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ettlingen in alten Ansichten Band 2'

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39. Untere Buhl'sche Fabrik. Am Albwehr hatte eine der Buhl'schen Fabriken, von denen wir arn linken Albufer einen alten Trockenbau sehen, ihren Standort. Nachdem die alte Wattmühle 1791 durch Feuer zerstört worden war, ersteigerte Franz Buhl die Liegenschaften und baute das Werk wieder auf. Der Einsatz neuester Technologie sorgte auch zu Beginn des 18. Jahrhunderts für eine qualitative Verbesserung des Papiers.

40. Spinnerei. Die Untere Fabrik der Spinnerei und Weberei gehört zu den ältesten Industriebetrieben und -gebäuden. Das langgezogene Spinnereiwerk datiert aus der Gründungszeit des Unternehmens 1836-1838. Vor der Jahrhundertwende kaufte die Spinnerei die Schottmühle und Waldgelände von der Stadt, um durch einen Betriebskanal die Wasserkraft der Alb voll ausschöpfen zu können. Zu dieser Zeit gehörte die Spinnerei mit 1 708 Arbeitern zu den sechs größten Berrieben in Baden.

41. Huttenkreuz-Brauerei. 1890 entstand die Huttenkreuz-Brauerei an der Karlsruher Straße, der es innerhalb von zwanzig Jahren gelang, fast 30 {)(Xl hl Bier herzustellen. Mit Werbung für Bockbier versuchte man, sich einen treuen Kundenstamm zu schaffen. Brauereipferde Iieferten das Faßbier aus, bis sie von LKW's abgelöst wurden. Mit Stangeneis kühlte man das Getränk, bis Kühlschränke zum Standard einer Wohnungseinrichtung gehörten, Nach dem Zweiten Weltkrieg endete die Zeit der kleinen Brauerei, die Konzentration im wirtschaftlichen Bereich verstärkte sich.

42. Altes Kaufhaus Schneider. 1892 eröffnete in diesem Gebäude am Marktplatz das 'Manufaktur-, Kurz- und Kolonialwarengeschätt Anton Schneider' , das Stammhaus des Kaufhauses Schneider. Es wurde 1905 bzw, 1934/35 aufgestockt und erweitert, um das Warenangebot präsentieren zu können. Expandierungsbedarf traf auf Denkmalschutz und löste in den sechziger Jahren Proteste aus, als benachbarte Fachwerkhäuser abgerissen werden sollten. Man rang sich zur heute sichtbaren Lösung durch. Am Rande sei auf den Marktbrurmen hingewiesen, der eine gußeiserne Justitia als Brunnenfigur zeigt, Es änderte sich nicht nur der Standort, sondern auch die Gestalt: St. Georg wacht heute über das Marktgeschehen.

43. Robberg. Die Johanneskirche und die Thiebauthschule prägen diese Aufnahme. Aber es fehlt die dritte im Bunde: die alte Festhalle mit der Rosettenfassade. Dies gibt uns einen Hinweis auf das Aufnahmedatum des Fotos, Im Bau befindlich sehen wir am Waldrand den Bismarckturm. Seine Entstehung fällt in das Jahr 1901. Unterhalb davon lag das Restaurant 'Vogelsang' .

44. Vogelsang. Der Architekt und Stadtbaumeister Alexander Kiefer baute am Robberg 1899 das Ausflugslokal und Waldcafé 'Vogelsang' , das für alle Ettlinger gerne als Ziel eines Spaziergangs angesehen wurde. Es stand in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs unter starkem Artilleriebeschuß: die Konstruktion wurde zerstört, Die Ruine wurde durch die Huttenkreuz-Brauerei wieder aufgebaut; sie konnte den Betrieb bis 1982 aufrechterhalten.

45. Gasthaus 'Zum Hirsch'. Der an der hier noch ungepflasterten Pforzheimer Straße liegende Gasthof 'Zum Hirsch' war nicht nur Treffpunkt des Turnvereins. Wie aus einem Aktenstück 1869 hervorgeht, trafen sich dort ' ... junge Leute beiderlei Geschlechts von hier, und Soldaten aus dem nahe gelegenen Scheibenhard' . Es ' ... wird gejohlt und geschrien, und noch andere Dinge getrieben, was zur Erhaltung der Sittlichkeit gerade nicht beiträgt. . .'

46. Gasthaus 'Zum grünen Winkel'. Im Juli 1899 eröffnete die 'Gesellschaft für Brauerei, Spiritus und Presshefen-Fabrikation, vormals G. Sinner' in dem neuerbauten Hotel am Holzhof einen Wirtschaftsbetrieb. Da die ersten Besitzer dieses Lokals aus Grünwinkel stammten, nannten sie ihren gastronomisehen Betrieb 'Zum grünen Winkel'.

47. Turnverein 1885. Im Sommer 1893 stellte sich die Riege des Turnvereins 1885 im Sportgarten hinter dem Gasthaus 'Zum Hirsch' dem Fotografen. Sie nahm ihren Vorsitzenden, EmU Heissler, in die Mitte (Bildmitte hinter dem zweiten Knienden), der die Geschicke des Vereins 35 Jahre lang führte und 1921 zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. Der Turnverein nahm unter seiner Leitung regelmäßig an Schauturnen in der Ettlinger Stadthalle teil. Zum 25jährigen Bestehen gelang es, die Organisation des zweiten Gauturnfestes 1910 nach Ettlingen zu holen. Auf dieses sportliche Großereignis bereitete man sich gewissenhaft vor; über 43 Vereine aus der Umgebung nahmen am feierlichen Festzug teil.

48. Gaswerk. Auf Anregung von Bürgermeister Josef Speek beschloß der Gemeinderat 1862, eine Gastabrik in kommunaler Regie für Ettlingen zu betreiben. nachdem auf eine Umfrage hin 507 Anmeldungen für eine Gasbeleuchtung verlagen. Auf dem Allmendplatz am Schatgarten, heute Mühlenstraße/Bürgerweg, wurde vor den Toren der Stadt eine Gasaastalt errichtet. Die Investitionskosten lagen bei 60 000 Gulden, die Tilgung war auf vierzig Jahre angelegt.

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