Fallingbostel in alten Ansichten Band 1

Fallingbostel in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Franz Ullner
Gemeente
:   Fallingbostel
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0186-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fallingbostel in alten Ansichten Band 1'

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19. Der erste Oktober 1896 war für die Stadt Fallingbostel ein ganz besonderer Tag. Die Eisenbahn wurde eingeweiht. Nachdem am 26. März im hiesigen Bereich der erste Spatenstich gemacht wurde, gingen die Arbeiten gut voran. Für die Einweihung wurde der Bahnhof geschmückt. Ein Festessen im Hotel 'zur Lieth', an dem namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teilnahmen, bildeten den Höhepunkt des Tages.

20. Aber nicht nur die 'Offiziellen' waren bei der Eisenbahneinweihung vertreten. Das ganze Volk spielte mit. Der Bürstenmacher und Poet D. Pröhl verfaßte ein langes Gedicht über die Eisenbahn und nannte es das 'Lied der Fallingbosteler'. Denn nicht ohne Kampf war Fallingbostel der Anschluß an die Eisenbahn gelungen. Hier hatte die Mühle Rubach einen Triumpfbogen errichtet, Girlanden schmückten die Gebäude, über den Zinnen und Wachtürmen flatterten die Fahnen.

21. Adolphsheide wurde 1928 in Fallingbostel eingemeindet. Es war, was die Wasserversorgung anbetraf, ein Notstandsgebiet. Eigene Brunnen zu bauen, war zu teuer. Deshalb wurde für die dort bestehenden elf Hofstellen ein Gemeindebrunnen gebaut. Um die Jahrhundertwende errichteten die meisten Landwirte eigene Brunnen. An den ehemalige Brunnen erinnert noch der Straßenname 'Am Gemeindebrunnen' und die kleine Grünanlage an der Ecke Adolphsheide und Am Gemeindebrunnen. Heute steht dort ein Haus am anderen. Das Wasser entnehmen die Bewohner seit Jahren der zentralen Wasserversorgung.

22. Das einhundert Jahre alte 'Filters Gasthaus' wurde im Laufe der Jahrzehnte seines Bestehens umgebaut und aufgestockt und war seit alten Zeiten ein beliebter Aufenthaltsort der Männer und Frauen, die gern mal in gemütlicher Atmosphäre ein Bier trinken und sich unterhalten wollten. Es war das Vereinslokal des Sportvereins. 1974 wurde alles abgerissen, was dem Bau des Globus-Marktes im Wege stand. Kurz vor dem Abriß erschien mancher Stammgast in Trauerkleidung und trank sein letztes 'Rezept'.

23. Bevor der 'Globus' an der Ecke Vogtei-jHindenburgstraße mit entsprechendem Parkplatz errichtet werden konnte, mußte nicht nur 'Filters Hotel' dem Erdboden gleichgemacht werden, sondern auch das nebenan stehende Wohnhaus mit einern kleinen Verkaufsladen. Dadurch wurden mehr als dreitausend Quadratmeter Bauland gewonnen.

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24. Rechts die evangelische Kirche, links der Glockenstuhl, der nach dem großen Brand 1784 errichtet wurde. Er nahm die beiden unversehrt gebliebenen Glocken auf. Der Turm, den wir heute (1979) vor uns sehen, wurde 1895 gebaut.

25. Diese Aufnahme ist typisch für die Firma Leiditz. Sehr häufig waren hier die Handwerker bei der Arbeit, um das Geschaft immer wieder zu modernisieren oder zu vergrößern. Es war das erste Ladengeschäft in Fallingbostel und wurde 1818 von dem Kaufmann Zuberbier gebaut. 1901 erwarb es der Kaufmann Georg Leiditz aus Scheeßel. Er fiel 1917 in Rumänien. Frau Leiditz verpachtete zwischenzeitlich das Geschäft, um es 1926 mit ihrem Sohn Erich wieder zu übernehmen. Schon 1930 erfolgte der erste große Umbau. Ständig erweitert wurden im Laufe der Zeit die Geschäftsräume; auch Wohnräume wurden erstellt. Der bisher letzte große Anbau erfolgte, nachdem das Nachbargrundstück (Rook) erworben und abgerissen werden konnte. 1926 waren im Geschäft zwei Familienmitglieder und ein Angestellter tätig. Heute sind es fünf Familienmitglieder und zwanzig Angestellte.

26. Der Tietlinger Wachholderhain, das herrliche Stückchen Erde zwischen Fallingbostel und Walsrode. war schon immer das Ziel vieler Ausflügler und Spaziergänger, um sich an der Heide, vor allem, wenn sie blüht, und an den Wachholdern zu erfreuen. Großes Interesse fand auch das Lönsdenkmal, das der damalige Eigentümer des Geländes, Wil helm Asche, 1928 aus Liebe und Verehrung zu dem 1914 in Frankreich gefallenen Hermann Löns errichten liefs, Durch die Werke und Schriften der in Fallingbostel geborenen Brüder August und Friedrich Freudenthals über die Lüneburgcr Heide wurde Hermann Löns auf die Heide aufrnerksarn. Damals, in Hannover als Redakteur tätig, führte ihn seine erste Fahrt in die Heide (1893), in den Kreis Fallingbostel. Er wanderte auch nach den Sieben Steinhäusern bei Ostenholz und besuchte das Geburtshaus der Brüder Freudenthal in Fallingbostel.

27. Sehr oft war die Heide das Ausflugsziel des Dichters Löns, Sie wuchs ihm, der am 26. August 1866 in Kulm an der Weichsel geboren wurde, ans Herz, Im Westenholzer Bruch, das er 1897 erstmalig kennen lernte, fand er genügend Stoff für seine Tiergeschichten und Naturbeschreibungen, die von bleibendem Wert sind. In der Jagdhütte im Westenholzer Bruch, die heute seinen Namen trägt, schrieb er 'Das zweite Gesicht', 'Der letzte Hansbur' und 'Der Wehrwolf'. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich Löns, obwohl bereits achtundvierzig Jahre alt, als Knegsfreiwilliger. Als er den Einberufungsbefehl erhalten hatte, fuhr er von Westenholz (Kreis Fallingbostel) mi! mehreren jungen Leuten nach Hannover und meldete sich beim Füsilierregiment 73. Am 26. September 1914 ist er gefallen. Nach manchen Querelen wurden die Gebeine Hermann Löns am 2. August 1935 im Auftrage des damaligen Reichskriegsministers im Tietlinger Wachholderhain beigesetzt, nachdem sie aus Frankreich überführt worden waren.

28. Am Rande des Naturschutzgebietes Lönsgrab erhebt sich der Hilligenberg, dessen Kuppe einen großen Findling trägt, etwa einhundert Zentner schwer, Unterhalb des Findlings wurde Wilhelm Asche Mitte Juni 1955 beigesetzt. In ihm verloren Bedürftige einen stets hilfsbereiten Menschen. Er war ein Sohn dieses Landkreises, dem die heimatkundlichen Belange am Herzen lagen, die er nicht nur materiell, sondern auch ideell förderte. Sein musisohes Schaffen galt seiner Heide und ihren Menschen. Sein wirtschaftlicher Erfolg machte ihn nicht hoffärtig. Er blieb schlicht und bescheiden. Wilhelm Asche hat sich um den Landkreis Fallingbostel verdient gemacht. Deshalb war es für den auch selbstverständlich, Wilhelm Asehes Wunsch zu erfüllen, auf dem Hilligenberg beigesetzt zu werden. Hier, mitten in der von ihm so geliebten Heide, wollte und sollte er seine letzte Ruhe finden.

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